Achtung, Australien (Ende): Darwin – das war’s! Und was gab’s zum Essen?

Angekommen! Mit einem Bushcamper waren wir unterwegs von Perth in Western Australia nach Darwin im Northern Territory.  Jetzt fahren wir die Strecke noch einmal auf diesem Blog ab. Eine lange Tour war es – und selbstverständlich viel zu kurz. Hier gibt es noch einmal drei Zugaben:

  • Basis-Tipps für die Camping-Küche – nicht für ein Kochen mit Mikrowelle, sondern auf zwei Gasflammen; 
  • alle Stationen mit dem jeweiligen Link;
  • alle Campgrounds auf unserem Weg.   

Finale grande in der Cullen Bay

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Hier ist die Stadt, dort sind die Palmen und dahinter ist der Ozean. Foto: Bücheratlas

Darwin! Wir sind am Ende unserer Reise durch Westaustralien und das Northern Territory angelangt. Mehr als 4000 Kilometer liegen hinter uns. Wir haben noch einmal in Katherine am Stuart Highway übernachtet, uns die Bootstour durch die nahe Katherine Schlucht geschenkt (Wer das erste Mal in Katherine ist: Unbedingt einen Tag dafür einplanen,  mehrere Liter Wasser und eine Kopfbedeckung mitnehmen!).

Jetzt nähern wir uns Darwin, der Hauptstadt des Northern Territory, 1869 gegründet, rund 140 000 Einwohner. Rechts Autos, links Autos, hinter uns Autos. Bloß weg hier, denken wir, raus aus der Stadt. Wo ist der weite Himmel Westaustraliens, wo sind die roten und ockerfarbenen Termitenhügel, die türkisfarbenen Buchten am Ningaloo Reef?

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Ist alles ziemlich easy in Darwin. Foto: Bücheratlas

Zur Ehrenrettung Darwins sei gesagt, dass man hier durchaus ein paar nette Tage und ebensolche Abende verbringen kann. Es gibt viele Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants für jeden Geldbeutel, außerdem  den Mindil Beach, wo man fabelhafte Sonnenuntergänge sehen und von Mai bis Oktober den Sunset Market besuchen kann. Der Kakadu Nationalpark ist in erreichbarer Nähe. Frühaufsteher schaffen ihn in einer Tagestour.  Unser Lieblingsort: die Cullen Bay Marina, wo man tagsüber prima Fisch essen kann. Abends allerdings ist die Gegend ziemlich tot.

Petra Pluwatsch

Mensch des Tages: Work and Travel

So ein Mietwagen lässt sich nicht überall abgeben. Auch deshalb brummt die Verleihstation in Darwin. Aufgeregte Menschen, die sich auf den Start ihres Australien-Abenteuers freuen, werden in die Techniken der Fahrzeuge und die Finessen der Versicherung eingeführt. Und überall deutsche Töne. Die junge Angestellte sagt auf Englisch: „Ja, nicht zu fassen. Als wären dort die großen Ferien ausgebrochen.“ Dann fährt sie auf Deutsch fort: „Ich komme übrigens auch aus Deutschland.“

Sie ist mit dem Work-and-Travel-Programm unterwegs. „Der Bushcamper, also der Wagen, mit dem man im Outback gut herumkommt und der Natur besonders nahe ist, wird vor allem von den Deutschen gewählt. Natürlich entscheiden sich auch viele für die komfortableren Wohnwagen-Varianten, mit denen man aber auf asphaltierten Strecken bleiben muss. Ich selbst werde wohl bald auch mit dem Bushcamper losfahren – Richtung Perth, woher Ihr gerade kommt.“ Das Reisen geht weiter.

Martin Oehlen

⊕ Unser Campground:

„Lee Point Resort Caravan Park“ in Darwin, freie Platzwahl

Zugabe 1: Basis-Tipps für die Camping-Küche

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Gasflasche anschließen, langes Streichholz wählen – und schon geht es los. Foto: Bücheratlas

Große Menüs könnt Ihr euch abschminken. Dem genügsamen Camper stehen in der Regel ein bis zwei Kochplatten und eine Gasflasche zur Verfügung, dazu ein kleiner Kühlschrank oder eine Kühltruhe. Natürlich kann man jeden Abend eine Dose Tomatensuppe warm machen.  Oder heiße Bohnen auf eine Scheibe Toast  kippen,.
Schmeckt  auf Dauer nicht. Und ist totlangweilig .Also selber kochen.

Wir setzen, um Energie und Platz zu sparen, auf Reis und Nudeln (auf kurze Garzeiten achten). Außerdem ein Muss auf unserer Einkaufsliste:

  • Gewürze (italienische Kräuter, Chili, Curry, Ingwerpulver, Paprikapulver, Zitronengras, getrocknete Lorbeerblätter),
  • Kokosmilch in der Dose (falls Ihr Kokospulver findet, umso besser. Lässt sich gut portionieren), Sojasoße, Öl zum Anbraten.
  • haltbare Schlagsahne (darauf achten, dass der Behälter wieder verschlossen werden kann), Tomatenmark und eventuell Mascarpone.
  • und, ganz wichtig, Hühnerbrühe u .ä. in Pulverform (in Australien schwer zu finden, peppt aber jedes Gericht auf).
  •  Aus der Dose gibt es Tomaten, Erbsen, Thunfisch, geriebenen Parmesan.
  • Dazu natürlich ganz viel frisches Gemüse wie Blumenkohl, Brokkoli, Paprika, Möhren und Zucchini. Hält sich alles lange und braucht nicht unbedingt gekühlt werden.

Zwei Rezepte für die schnelle Küche. Angerichtet wird für zwei Personen.

Nudeln mit Tomatensauce

Zutaten: Nudeln, eine Zwiebel, eine Knoblauchzehe, eine Paprika, evtl. eine frische Tomate, eine kleine Dose Tomaten, Brühe, italienische Kräuter, Paprikapulver, eine Prise Chili, zwei Lorbeerblätter.

Zubereitung: Spaghetti kochen. Gemüse putzen und kleinschneiden.  Zwiebeln und Knoblauch anbraten, Paprika, eine Dose Tomaten und die Lorbeerblätter hinzufügen, einkochen lassen. Bei Bedarf etwas Wasser hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und  den Gewürzen abschmecken. Ein paar  Minuten köcheln lassen, bis die Paprika weich sind, und mit  den Spaghetti servieren.

Zubereitungszeit: zehn Minuten

Reis mit Gemüsecurry

Zutaten: Reis, frisches Gemüse (Möhren, Blumenkohl, Broccoli, Frühlingszwiebeln oder eine Zwiebel), Kokosmilch, Brühe, Curry, Ingwerpulver, evtl. Zitronengraspulver, etwas Honig oder Zucker.

Zubereitung: Reis kochen. Gemüse putzen, klein schneiden.  Curry, Ingwer und evtl. Zitronengras unter stetigem Rühren kurz anbraten (Pfanne nicht zu heiß werden lassen!), Gemüse hinzufügen und ebenfalls kurz anbraten. Kokosmilch und etwas Brühe hinzufügen, einkochen lassen. Mit Honig oder Zucker abschmecken. Bei Bedarf noch etwas Curry und Kokosmilch oder -pulver hinzufügen. Mit Reis servieren.

Zubereitungszeit: 10 – 15 Minuten

Petra Pluwatsch

Zugabe 2: Die Stationen von 1 bis 23 im Überblick:

1 Wir starteten in Perth (HIER),

2 pflegten den Jet Lag in Ledge Point (HIER),

3 waren eingeregnet im Nambung National Park (HIER),

4 sahen den tatsächlich pinken Pink Lake (HIER),

5 trafen Pelikan-Flüsterer in der Nähe des Kalbarri-NP (HIER),

6 lebten unter Stromatolithen am Hamelin Pool (HIER),

7 wandelten am Shell Beach (HIER),

8 haben uns im Peron-NP im Sand festgefahren (HIER),

9 sind in Carnarvon zum Mond geflogen (HIER),

10  haben die fitten Korallen an der Coral Bay gesehen (HIER) ,

11 blieben länger am North West Cape (HIER),

12 besuchten den Cape Range National Park (HIER),

13 fuhren auf dem Yardie Creek (HIER),

14 haben den Highway genossen (HIER),

15 sahen die Aborigine-Kultur von einst und von heute (HIER),

16 waren begeistert vom Eighty Mile Beach (HIER),

17 sahen in Broome endlich mal wieder eine Stadt (HIER),

18 fanden Cape Leveque einfach spitze (HIER),

19 waren in Derby unter Baobabs (HIER),

20 entdeckten das Schmuckstück in den King Leopold Ranges (HIER) und

21 hatten Blickkontakt mit Hunderten von Krokodilaugen (HIER),

22 bemerkten viele Us zwischen Purnululu und Kununurra (HIER) und

23 landeten schließlich in Darwin.

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Von Perth bis Darwin waren es ein bisschen mehr als 4000 Kilometer. Die Karte stammt von Geoscience Australia, Government of Australia, via WikiCommons.

Zugabe 3: Alle unsere Campgrounds

  1. „Big 4 Caravan Park“ in Ledge Point, Site #36
  2. „Dongara Tourist Park“ in Port Denison, Site #70
  3. „Murchison River Caravan Park“ in Kalbarri, Grey Street, Sites # 113 und #10
  4. „Hamelin Pool Caravan Park Campground“ am Hamelin Pool, Site ohne Nummer
  5. „Denham Seaside Caravan Park“ in Denham, Site #9
  6. „Big 4 Plantation Caravan Park“ in Carnarvon, Site # 24
  7. „Ningaloo Lighthouse Holiday Park“ am North West Cape (bei Exmouth), Site # 47
  8. „Discovery Parks“ in Karratha (Rosemary Road), Site #131
  9. „The Cove Holiday Village“ in Point Samson, Site # T5
  10. „Eighty Mile Beach Caravan Park“ am Eigthy Mile Beach, Site #52
  11. „Holiday Park“ in Broome, Site #222
  12. „Kooljaman Cape Leveque Wilderness Camp“ im Cape Leveque NP, Site #8
  13. „Kimberley Entrance Caravan Park“ in Derby, Site #106
  14. „Silent Grove Campground“ im Leopold Range National Park, Site ohne Nummer
  15. „Fitzroy River Lodge Caravan Park“ in Fitzroy Crossing, Site #30
  16. „Lakeside Resort Caravan Park“ in Kununurra, Site #13
  17. „Katherine Holiday Park“ in Katherine, Site #62
  18. „Lee Point Resort Caravan Park“ in Darwin, Site ohne Nummer
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Und tschüss! Foto: Bücheratlas

 

2 Gedanken zu “Achtung, Australien (Ende): Darwin – das war’s! Und was gab’s zum Essen?

  1. Danke für das tolle Tagebuch, hat Spaß gemacht. Habe jeden Morgen gelesen.

    Comes a time. Dann werden wir die Richtung auch mal einschlagen.

    Lg Doro

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