Ein „bittersüßer Geschmack“: Nobelpreisträger Le Clézio erinnert sich an die Sommerferien in der Bretagne und den Hunger im Krieg

Bretonische Landschaft bei Perros-Guirec Foto: Bücheratlas Eine „Rückkehr zum Ursprung“ – das war für die Familie von J. M. G. Le Clézio die Urlaubsreise in die Bretagne. Denn den Weiler Le Cleuziou betrachtete der Vater des Erzählers „ohne jede Gewissheit“ als den ursprünglichen Heimatort. So ging es zwischen 1948 und 1954 in den Ferien in … Ein „bittersüßer Geschmack“: Nobelpreisträger Le Clézio erinnert sich an die Sommerferien in der Bretagne und den Hunger im Krieg weiterlesen

Zwischen Eiche und Atommeiler: Die Netzwerke „Literatur Rheinland“ und „Literaturszene Köln“ mit neuen Initiativen

Bereit für den Gang auf die Bühne: Jürgen Nendza und Sabine Schiffner im Literaturhaus Köln. Foto: Bücheratlas Mehr Sichtbarkeit – das ist ein feines Ziel für viele Personen und Einrichtungen im Kulturleben. Auch für die Literaturszene. Oder gerade für die Literaturszene. Denn es gibt nicht wenige, die der Ansicht sind, dass andere Sparten deutlich eifriger … Zwischen Eiche und Atommeiler: Die Netzwerke „Literatur Rheinland“ und „Literaturszene Köln“ mit neuen Initiativen weiterlesen

„Sie würden sich wundern, wie teuer es ist, so billig auszusehen“: Kristof Magnusson beginnt seine TransLit-Poetikdozentur an der Kölner Uni

Gleich geht's los: Kristof Magnusson vor seiner Antrittsvorlesung in der Universität zu Köln. Foto: Bücheratlas Als „lebendes Artefakt“ und als „Anschauungsobjekt“ – so verstand Kristof Magnusson seine Rolle bei der Antrittsvorlesung zur TransLit-Poetikdozentur, die er jetzt an der Universität zu Köln gehalten hat. Nicht mit Thesen wolle er aufwarten, so sagte er, sondern mit Einblicken … „Sie würden sich wundern, wie teuer es ist, so billig auszusehen“: Kristof Magnusson beginnt seine TransLit-Poetikdozentur an der Kölner Uni weiterlesen

Das Rätsel von Floreana: Werner Köhler lässt in seinem Roman „Die dritte Quelle“ die „Galapagos-Affäre“ aufleben

Die Meerechsen auf den Galapagos-Inseln sind eine endemische Leguanart. Sie sind durchaus friedliche Inselbewohner. Foto: Bücheratlas Harald Steen hat sich für ein Containerschiff entschieden. Zwar besteht im Jahre 1999 für ihn die Möglichkeit, per Flugzeug von Deutschland nach Ecuador zu gelangen. Doch der Hamburger folgt einem detaillierten Plan. Der macht es unabdingbar, dass er sich … Das Rätsel von Floreana: Werner Köhler lässt in seinem Roman „Die dritte Quelle“ die „Galapagos-Affäre“ aufleben weiterlesen

„Tra Ra Ra Ta Ta“: Heinrich Bölls Gedichte – darunter einige bislang unveröffentlichte – in einem Band

Der Köln-Zyklus zählt zu den besonders attraktiven Texten in der Lyrik von Heinrich Böll. Foto: Bücheratlas In der Unterprima ging es los. Als Schüler des Staatlichen Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums zu Köln schrieb Heinrich Böll (1917-1985) den ersten  überlieferten Text. In dem Gedicht „Mir träumte heut“ taumelt der junge Katholik, gerade 18 Jahre alt geworden, zunächst durch Brei … „Tra Ra Ra Ta Ta“: Heinrich Bölls Gedichte – darunter einige bislang unveröffentlichte – in einem Band weiterlesen

Gehen, sehen, stehenbleiben: Bilderspaziergang über die Frankfurter Buchmesse 2021

„Blaue Frau“ auf „Blauem Sofa“ Antje Rávik Strubel, die für ihren Roman „Blaue Frau“ aus dem S. Fischer Verlag den Deutschen Buchpreis 2021 erhalten hat, ist auf der Frankfurter Buchmesse selbstverständlich besonders gefragt. Hier ist sie zu Gast auf dem „Blauen Sofa“ von Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat. Was unschwer zu erspähen ist, gilt … Gehen, sehen, stehenbleiben: Bilderspaziergang über die Frankfurter Buchmesse 2021 weiterlesen

Zwischen Sibirien und Subbelrath, Tanka und Take That: Die zweite „Kölner Literaturnacht“ im Rückblick und mit Ausblick

Gleich, gleich geht's los. Foto: Bücheratlas Was ist möglich in einer Nacht? Was zumal in einer „Literaturnacht“? Eine solche gab es jetzt in Köln zum zweiten Mal. Nach der Premiere im Mai 2019 fiel die zweite Ausgabe zunächst einmal ins Wasser beziehungsweise wurde sie im Lockdown 2020 versenkt. Nun also auf ein Neues. Und weil … Zwischen Sibirien und Subbelrath, Tanka und Take That: Die zweite „Kölner Literaturnacht“ im Rückblick und mit Ausblick weiterlesen

Da muss der Autor lachen: Arnon Grünberg stellt „Besetzte Gebiete“ im Literaturhaus Köln vor

Arnon Grünberg im Literaturhaus Köln Screenshot: Bücheratlas Das erlebt man nicht alle Tage, dass ein Autor wie Arnon Grünberg bei der Lesung ins Stocken gerät, weil er über den darin blühenden Witz lachen muss. Immerhin trägt er den Text nicht zum ersten Mal vor. Dennoch ist dies der Fall, als er sich im Literaturhaus Köln … Da muss der Autor lachen: Arnon Grünberg stellt „Besetzte Gebiete“ im Literaturhaus Köln vor weiterlesen

Wolfgang Niedecken schreibt in der KiWi-Musikbibliothek: „Bob Dylan war immer da für mich“

Wolfgang Niedecken im Heimathafen Foto: Bücheratlas Zweimal hat Wolfgang Niedecken den Literaturnobelpreisträger und Musikerkollegen Bob Dylan persönlich getroffen. Jeweils backstage nach einem Konzert des Amerikaners in Köln und in Saarbrücken. Bei der Begegnung am Rhein war Niedecken „völlig überrascht, wie unfassbar schlaff sein Händedruck ist “. An der Saar gab es dann kein Händeschütteln, sondern … Wolfgang Niedecken schreibt in der KiWi-Musikbibliothek: „Bob Dylan war immer da für mich“ weiterlesen

Für alle Töchter dieser Welt: Cho Nam-Joo schildert in dem Roman „Kim Jiyoung, geboren 1982“ die Unterdrückung der Frau in Korea

Der Roman folgt Kim Jiyoungs Lebensweg in Seoul - vom Geburtshaus zur Schule zur Universität zur Arbeitsstelle und zur ehelichen Wohnung am Stadtrand. Hier der U-Bahn-Plan der koreanischen Hauptstadt. Foto: Bücheratlas Durch „sonderbares Verhalten“ fällt Kim Jiyoung erstmals am 8. September 2015 auf. Da spricht die 33-jährige Koreanerin mit ihrem Ehemann in einer Weise, als … Für alle Töchter dieser Welt: Cho Nam-Joo schildert in dem Roman „Kim Jiyoung, geboren 1982“ die Unterdrückung der Frau in Korea weiterlesen

Literaturland NRW (9): Heinrich Bölls Schreibtisch mit Zigarettenspitze, Schaffell und der „Remington Writer Deluxe“

Literarische Orte in Nordrhein-Westfalen besuchen wir in lockerer Folge: Schauplätze, Wohnorte, Institutionen. Einige sind trotz Pandemie zugänglich, andere nicht. Doch es kommen ja auch wieder bessere, freiere Tage. Was bisher geschah, findet sich am Ende des Beitrags. Heinrich Bölls Schreibtisch mit praktischer Erweiterung Foto: Bücheratlas Der Aschenbecher ist blankgeputzt, die Pfeife kalt, die Zigarettenspitze unbestückt. … Literaturland NRW (9): Heinrich Bölls Schreibtisch mit Zigarettenspitze, Schaffell und der „Remington Writer Deluxe“ weiterlesen

„Eine Art Held, zum Glück nicht ohne Fehler“: Julian Barnes und „Der Mann im roten Rock“ führen durch die Belle Epoque

Foto: Bücheratlas Julian Barnes, der am 19. Januar 75 Jahre alt wird, ist weiterhin für Überraschungen gut. Dass er sich des englisch-französischen Verhältnisses annimmt, ist schon einige Male vorgekommen, nicht nur in „England, England“. Auch wissen wir, dass sich Barnes in der Kunstgeschichte auskennt, da denke man nur an den vor fünf Jahren erschienenen Band … „Eine Art Held, zum Glück nicht ohne Fehler“: Julian Barnes und „Der Mann im roten Rock“ führen durch die Belle Epoque weiterlesen

Literaturland NRW (7): Rolf-Dieter Brinkmann in der Engelbertstraße in Köln, wo er „liebte und hasste“

Literarische Orte in Nordrhein-Westfalen besuchen wir in lockerer Folge: Schauplätze, Wohnorte, Institutionen. Was bisher geschah, findet sich am Ende des Beitrags. Hinweisschild an der Hauswand in der Engelbertstraße 65 Foto: Bücheratlas Es glänzt kein Bronzeschild am Haus in der Engelbertstraße 65 in Köln. Nur eine blasse Fotografie hinter Plexiglas erinnert an den Schriftsteller, der zu … Literaturland NRW (7): Rolf-Dieter Brinkmann in der Engelbertstraße in Köln, wo er „liebte und hasste“ weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (18): Gudrun Fähndrich über den atemberaubenden Roman „Spiegel und Licht“ von Hilary Mantel

Gudrun Fähndrich leitet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Verlags Kiepenheuer & Witsch in Köln. Foto: Melanie Grande / KiWi Eigentlich bin ich keine Leserin historischer Romane. Aber bei Hilary Mantel mache ich eine Ausnahme. Ihre preisgekrönte Romantrilogie hat nichts mit dem herkömmlichen Genre gemein. Bereits überaus erfolgreich, verrate ich hier also keinen Geheimtipp. Mir bleibt leider … Empfehlung vor dem Fest (18): Gudrun Fähndrich über den atemberaubenden Roman „Spiegel und Licht“ von Hilary Mantel weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (8): Werner Köhler sagt, ein Buch wie Kevin Barrys „Beatlebone“ gibt es in einer Generation vielleicht nur einmal

Im Dezember 2020 präsentieren Gastautorinnen und Gastautoren Bücher, die ihnen besonders am Herzen liegen. Mal sind es Neuerscheinungen, mal sind es Klassiker. Tag für Tag und exklusiv auf dem „Bücheratlas“ - bis kurz vorm Tannenbaum. Werner Köhler wurde 1956 in Trier geboren und lebt in Köln. Er hat zahlreiche Romane veröffentlicht: „Cookys“ und „Cookys Reise“, … Empfehlung vor dem Fest (8): Werner Köhler sagt, ein Buch wie Kevin Barrys „Beatlebone“ gibt es in einer Generation vielleicht nur einmal weiterlesen

Ein Typ wie Trump: „Der größte Kapitän aller Zeiten“ ist eine apokalyptische Satire von Dave Eggers

Donald Trump spaltet nicht nur die USA, die er anführt, sondern weltweit auch das Lager seiner Kritiker. Denn für die einen ist seine Präsidentschaft eine Realsatire, für die anderen ein Alptraum. US-Autor Dave Eggers verbindet nun beide Lager, indem er den schmalen Band „Der größte Kapitän aller Zeiten“ als Satire beginnen lässt und als apokalyptisches … Ein Typ wie Trump: „Der größte Kapitän aller Zeiten“ ist eine apokalyptische Satire von Dave Eggers weiterlesen

Dave Eggers erzählt in seinem Kurzroman „Die Parade“ von Bürgerkrieg, Straßenbau und der RS-80

Die Sicherheitslage ist heikel. Der Bürgerkrieg, der den namenlosen Staat zerschunden hat, ist gerade erst beendet worden. Jetzt gilt es, eine Straße zu asphaltieren, die endlich die moderne Hauptstadt im Norden mit dem ländlich-armen Süden verbinden soll. Die Zeit drängt, denn der Diktator will in wenigen Wochen eine Siegesparade abhalten. Wenn alles rund läuft, sollte … Dave Eggers erzählt in seinem Kurzroman „Die Parade“ von Bürgerkrieg, Straßenbau und der RS-80 weiterlesen

Corona-Lektüre (1): Uwe Timm, der 80 Jahre alt wird, über „Die Pest“ von Albert Camus

  Albert Camus und Uwe Timm? Da geht was. Der eine ist in aller Munde, weil sein Roman „Die Pest“ in Pandemie-Zeiten als die ultimative Lektüre gefeiert wird. Der andere begeht an diesem 30. März 2020 seinen 80. Geburtstag – über die zwei Neuveröffentlichungen zu seinem Fest haben wir auf dem Bücheratlas bereits HIER berichtet. … Corona-Lektüre (1): Uwe Timm, der 80 Jahre alt wird, über „Die Pest“ von Albert Camus weiterlesen

Neu in Venedig: Schorlau und Caiolo schicken Commissario Morello in eine Stadt, die der gar nicht mag

Ein Sizilianer in Venedig? Das kann nicht gutgehen. Zu viele Touristen, zu viele Kanäle. Zu wenig Straßen. Zu wenig Luft zum Atmen. Widerwillig schiebt sich Commissario Antonio Morello, aus dem sizilianischen Cefalu zwangsversetzt in die angeblich schönste Stadt der Welt, an seinem ersten Arbeitstag durch enge Gassen und überfüllte Plätze, entschlossen, nichts, aber auch gar … Neu in Venedig: Schorlau und Caiolo schicken Commissario Morello in eine Stadt, die der gar nicht mag weiterlesen

Michael Kumpfmüller über die letzten zehn Tage der Virginia Woolf

Es ist die letzte große Krise der Virginia Woolf. Im März des Kriegsjahres 1941, im englischen Cottage „Monk’s House“ bei Rodmell in East Sussex, fällt sie immer wieder in die Depression, befürchtet sie einen Nervenzusammenbruch, wähnt sie sich leergeschrieben: „Vielleicht hat sie ja einfach nichts mehr zu sagen.“ Über den Freitod hat sie schon oft … Michael Kumpfmüller über die letzten zehn Tage der Virginia Woolf weiterlesen