„Dieses Glas zwischen mir und der Welt“: Simone Scharbert erzählt in „Rosa in Grau“ von einer Frau in einer psychiatrischen Anstalt der 1950er Jahre

Der spanische Bildhauer Jaume Plensa schuf die Figur „Nomade“, die im südfranzösischen Antibes in aller Öffentlichkeit Eindruck macht. Eine Figur, für die Buchstaben und Worte so wichtig sind wie für die Ich-Erzählerin in „Rosa in Grau“. Foto: Bücheratlas Wer kennt schon sein Ich. Weiß genau, was sich dahinter verbirgt. Woraus es besteht. Wo seine Grenzen … „Dieses Glas zwischen mir und der Welt“: Simone Scharbert erzählt in „Rosa in Grau“ von einer Frau in einer psychiatrischen Anstalt der 1950er Jahre weiterlesen

Auf dem Parcours der Prächtigkeiten: „Magie Bergkristall“ heißt eine großartige Ausstellung im Museum Schnütgen in Köln und ein grundlegendes Begleitbuch im Hirmer Verlag

Diese Große Bergkristallstufe aus Arkansas (USA) wiegt 490 Kilogramm und ist eine Leihgabe des Essener Ruhr Museum. Foto: Bücheratlas Alles Eis – so sah es Plinius der Ältere. Der Bergkristall, schreibt der Gelehrte aus dem 1. Jahrhundert im Buch 37 seiner Naturkunde, sei dort zu finden, „wo die winterlichen Schneemassen am meisten starren, und es … Auf dem Parcours der Prächtigkeiten: „Magie Bergkristall“ heißt eine großartige Ausstellung im Museum Schnütgen in Köln und ein grundlegendes Begleitbuch im Hirmer Verlag weiterlesen

Der Schriftsteller, der ursprünglich ein Einhorn werden wollte: Dincer Gücyeters Premierenlesung von „Unser Deutschlandmärchen“ im Kölner Literaturhaus

Dincer Gücyeter bei der ersten Lesung aus seinem Debütroman Screenshot: Bücheratlas Wann hat es das bei einem Roman schon einmal gegeben? Da sitzt eine Hauptperson bei der Premierenlesung tatsächlich in der ersten Reihe! Fatma Gücyeter aus Nettetal-Lobberich - Mutter des Lyrikers, Verlegers und nun auch Romanciers Dincer Gücyeter - ist Heldin des Romans „Unser Deutschlandmärchen“ … Der Schriftsteller, der ursprünglich ein Einhorn werden wollte: Dincer Gücyeters Premierenlesung von „Unser Deutschlandmärchen“ im Kölner Literaturhaus weiterlesen

Jean Nouvel zwischen Glockenturm und Himmelsturm: Opulentes Werkverzeichnis des Architekten aus den Jahren 1981 bis 2022 in Text und vielen Bildern

Jean Nouvels „Torre Agbar“ in Barcelona soll einem gefrorenen Springbrunnen nachempfunden sein. Cool ist die Außenhaut auf jeden Fall. Foto: Taschen Verlag Was die Bauten von Jean Nouvel verbindet, ist die Tatsache, dass diese auf den ersten Blick wenig verbindet. Der große Architekt, 1945 in Fumel im Südwesten Frankreichs geboren und 2008 mit dem Pritzker-Preis … Jean Nouvel zwischen Glockenturm und Himmelsturm: Opulentes Werkverzeichnis des Architekten aus den Jahren 1981 bis 2022 in Text und vielen Bildern weiterlesen

„Ein gegenseitiges Verhängnis“: Der spektakuläre Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Max Frisch schärft den Blick auf ein berühmtes Paar

Das einzige gemeinsame Foto von Max Frisch und Ingeborg Bachmann entstand 1962 in Rom. Es wird in dem vorliegenden Band erstmals veröffentlicht. Quelle: Max-Frisch-Archiv, Zürich, Foto: Mario Dondero/Suhrkamp Verlag Am Ende sollten keine Spuren zurückbleiben. Jedenfalls nicht solche, die mitten in die Intimsphäre führen. Das hatte Ingeborg Bachmann (1926-1973) gegenüber Max Frisch (1911-1991) mehrfach zum … „Ein gegenseitiges Verhängnis“: Der spektakuläre Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Max Frisch schärft den Blick auf ein berühmtes Paar weiterlesen

Als Köln plötzlich heilig wurde: Karl Ubl über die Stadt im Frühmittelalter, die damals den „schärfsten Einschnitt“ ihrer Geschichte erlebte  

Gleich zwei historische Stadtpläne sind der Veröffentlichung beigelegt: Auf der einen Seite das Köln um 620 und auf der anderen das Köln um 850. Wie man sieht, war die Stadt stark von der Landwirtschaft geprägt. Foto: Bücheratlas Das ist doch mal ein Superlativ: „Der schärfste Einschnitt in der Geschichte Kölns fand im 5. Jahrhundert statt.“ … Als Köln plötzlich heilig wurde: Karl Ubl über die Stadt im Frühmittelalter, die damals den „schärfsten Einschnitt“ ihrer Geschichte erlebte   weiterlesen

„Azadi“ heißt Freiheit: Nava Ebrahimis Roman „Sechzehn Wörter“, das hochaktuelle „Buch für die Stadt“ in Köln und der Region, handelt von starken Frauen im Iran  

Nava Ebrahimi Foto: Clara Wildberger Maman-Bozorg lässt es kräftig krachen. Schon zuhause im Iran scheut sie im Gespräch kaum einmal vor einer Schlüpfrigkeit zurück. Je intimer, desto lieber, möchte man meinen. Da verwundert es nicht, dass die alte Dame beim Besuch in Köln die Hüllen fallen lässt. Immer wenn sie bei ihrer ausgewanderten Familie zu … „Azadi“ heißt Freiheit: Nava Ebrahimis Roman „Sechzehn Wörter“, das hochaktuelle „Buch für die Stadt“ in Köln und der Region, handelt von starken Frauen im Iran   weiterlesen

Premierenlesung im Literaturhaus Köln: Bastian Schneider (oder ist es sein Double?) präsentiert den Roman „Das Loch in der Innentasche meines Mantels“  

Bastian Schneider zeigt einen Artikel aus der renommierten Zeitschrift „Lettre International“ über einen gewissen Bastian Schneider. Screenshot: Bücheratlas Bastian Schneider, der Held des Romans „Das Loch in der Innentasche meines Mantels“ von – äh – Bastian Schneider, ist irritiert. Als der Schriftsteller in der Pension Galata in Istanbul einchecken will, erklärt ihm der Portier, dass … Premierenlesung im Literaturhaus Köln: Bastian Schneider (oder ist es sein Double?) präsentiert den Roman „Das Loch in der Innentasche meines Mantels“   weiterlesen

Hoffnung, Heimweh, Heilerde: Dincer Gücyeters bewegender Mutter-Sohn-Roman „Unser Deutschlandmärchen“ führt von Anatolien zum Niederrhein

Dincer Gücyeter Foto: Bücheratlas Ein Märchen ist kein Ponyhof. Wer da bestehen will, muss auf der Hut sein. Verluste und Verletzungen sind niemals ausgeschlossen. Und eine Garantie aufs Happy End wird nicht gegeben. Insofern ist „Unser Deutschlandmärchen“ ein Märchen durch und durch - allerdings eines aus dem gelebten Leben. Dincer Gücyeter, der für seine Lyrik … Hoffnung, Heimweh, Heilerde: Dincer Gücyeters bewegender Mutter-Sohn-Roman „Unser Deutschlandmärchen“ führt von Anatolien zum Niederrhein weiterlesen

Ein eiskalter Fall für Detective Kate Linville: Charlotte Link packt viel hinein in ihren neuen Kriminalroman „Einsame Nacht“

Eisige Zeiten für Kate Linville von der North Yorkshire Police in Scarborough Foto: Bücheratlas Sobald sie einen Roman abgeschlossen habe, denke sie bereits über den nächsten nach, erzählte Charlotte Link der Rezensentin einmal in einem Interview. Spätestens im Januar des kommenden Jahres müsse sie anfangen zu schreiben, um ihr Pensum zu schaffen. Und das ist … Ein eiskalter Fall für Detective Kate Linville: Charlotte Link packt viel hinein in ihren neuen Kriminalroman „Einsame Nacht“ weiterlesen

Mit freundlichen Grüßen an Herrn K. und Bundeskanzler Kohl: Erinnerungen an Leben und Werk des Schriftstellers Dieter Wellershoff im Literaturhaus Köln

Dieter Wellershoff bei der Manuskriptbesprechung zu „Der Himmel ist kein Ort“ mit Tochter Irene an Weihnachten 2008. Foto: Bodo Witzke Mein Vater hob den Familienalltag auf ein höheres Energielevel“, schreibt Irene Wellershoff. „Er war das unruhige geistige Kraftzentrum, das unentwegt arbeitete, originelle Gedanken und Theorien produzierte und zu jeder Meinung, die ihm klischeehaft und undurchdacht … Mit freundlichen Grüßen an Herrn K. und Bundeskanzler Kohl: Erinnerungen an Leben und Werk des Schriftstellers Dieter Wellershoff im Literaturhaus Köln weiterlesen

„Die Figuren waren selbst erstaunt, dass es sie nun gibt“: Ulrike Anna Bleier über ihren famosen Roman „Spukhafte Fernwirkung“

Ulrike Anna Bleier Foto: Anja Schlamann Spukhafte Fernwirkung“ heißt der dritte Roman von Ulrike Anna Bleier, dessen Premierenlesung an diesem Mittwoch im Kölner Literaturhaus stattfindet. Zuvor hatte die Schriftstellerin, die 1968 in Regensburg geboren wurde und in Köln lebt, die Romane „Schwimmerbecken“ (2017) und „Bushaltestelle“ (2018) veröffentlicht. Was es mit ihrem famosen neuen Buch auf … „Die Figuren waren selbst erstaunt, dass es sie nun gibt“: Ulrike Anna Bleier über ihren famosen Roman „Spukhafte Fernwirkung“ weiterlesen

Schottischer Schürhaken: In „Das Unrecht von Inverness“ bringt Krimiautor Douglas Skelton seine Reporterin Rebecca Connolly erneut in Gefahr

Schottisches Stimmungsbild Foto: Bücheratlas Ein neuer Auftrag für Rebecca Connolly. Erst im April 2022 war der zweite Band der schottischen Krimireihe um die toughe Reporterin erschienen („Das Grab in den Highlands“). Jetzt hat der Kölner DuMont-Buchverlag bereits die nächste Folge hinterhergeschoben: „Das Unrecht von Inverness“. In Schottland war die spannende Geschichte für den McIlvanney-Prize als … Schottischer Schürhaken: In „Das Unrecht von Inverness“ bringt Krimiautor Douglas Skelton seine Reporterin Rebecca Connolly erneut in Gefahr weiterlesen

„Unterschwellig eskaliert es immer weiter“: Alex Schulmans Roman „Verbrenn all meine Briefe“ schildert eindrucksvoll das Trauma einer Familie

Alex Schulman ist auf der Suche nach dem Licht am Ende des Tunnels. Foto: Bücheratlas Wut ist das bestimmende Lebensgefühl von Alex Schulman. Wut, wenn die Kinder nicht so funktionieren, wie er will. Wenn es zum Streit mit Ehefrau Amanda kommt. Wut auf sich selber und den Rest der Welt. „Unterschwellig eskaliert es immer weiter“, … „Unterschwellig eskaliert es immer weiter“: Alex Schulmans Roman „Verbrenn all meine Briefe“ schildert eindrucksvoll das Trauma einer Familie weiterlesen

„Mit dem Hakenkreuz am Bauchnabel“: Die hellsichtigen Reportagen von Manuel Chaves Nogales aus dem Nazi-Deutschland des Jahres 1933

Viele Abgründe der Hitlerdiktatur erkannte Manuel Chaves Nogales bereits im April und Mai des Jahres 1933. Unsere Aufnahme zeigt die Gedenkstätte Plötzensee in Berlin. Foto: Bücheratlas Manuel Chaves Nogales beendet im Mai 1933 seine Reportagereihe über Nazi-Deutschland mit einer Klage über die Wiener Kunstakademie. Hätte man dort einst den „Kunstmaler, der nicht malen konnte“, trotz … „Mit dem Hakenkreuz am Bauchnabel“: Die hellsichtigen Reportagen von Manuel Chaves Nogales aus dem Nazi-Deutschland des Jahres 1933 weiterlesen

Der Bürgerkrieg und die Diktatur: Romane von Almudena Grandes und Aroa Moreno Durán erzählen spanische Geschichte

Wege, Umwege, Abwege - die sind in Spanien wie im Rest der Welt vertraut. Foto: Bücheratlas Der Spanische Bürgerkrieg (1936-1939) und die anschließende Franco-Diktatur bis 1975 prägen mittlerweile einige Romane aus Spanien. Das bezeugt nicht zuletzt die Frankfurter Buchmesse mit ihrem diesjährigen Gastlandauftritt „Sprühende Kreativität – Creatividad Desbordante“. Zwei Neuerscheinungen auf dem deutschsprachigen Buchmarkt stellen … Der Bürgerkrieg und die Diktatur: Romane von Almudena Grandes und Aroa Moreno Durán erzählen spanische Geschichte weiterlesen

Könige und Unabhängigkeitskämpfer, Nonnen und Troubadoure: Spanischsprachige Lyrik in einer überwältigenden vierbändigen Anthologie

Eine Pracht ist die vierbändige Lyrik-Kassette- genauso wie der Blick zur Decke der Kathedrale von Burgos. Foto: Bücheratlas Am Anfang steht die Liebe: „Ach, soviel Liebe, soviel Liebe, mein Liebster, soviel Liebe!“ Verse wie diese aus dem 11. Jahrhundert gehören zu den frühesten Zeugnissen der spanischen Lyrik. Die sogenannten Chardschas („Ausgänge“) wurden von den höfischen … Könige und Unabhängigkeitskämpfer, Nonnen und Troubadoure: Spanischsprachige Lyrik in einer überwältigenden vierbändigen Anthologie weiterlesen

Den Himmel berühren: Die Tagebücher von Rafael Chirbes und eine Sonderausgabe seiner Spanien-Trilogie

Rafael Chirbes an seinem Schreibtisch im spanischen Beniarbeig im Jahre 2007. Die Öllampe ist leider nicht im Bild. Foto: Bücheratlas Eine Öllampe aus Ton steht auf dem Schreibtisch von Rafael Chirbes. Sie ist rund tausend Jahre alt und wurde im Garten seines Großvaters gefunden. Dieses Werk zu berühren, das ein Handwerker vor langer Zeit auf … Den Himmel berühren: Die Tagebücher von Rafael Chirbes und eine Sonderausgabe seiner Spanien-Trilogie weiterlesen

Ausnahmezustand im Fischerdorf: Die australische Krimiautorin Jane Harper erzählt in „Der Sturm“ von Verlust und Verdächtigungen

Tasmaniens Küste Foto: Bücheratlas Zwölf Jahre sind vergangen, seit Finn Elliott und sein Kumpel Toby während eines verheerenden Sturms im Meer ertrunken sind. Zwölf Jahre, in denen Finns jüngerer Bruder Kieran fast zerbricht an seinen Schuldgefühlen. Wäre er an jenem verhängnisvollen Abend nicht von der Flut überrascht worden, wären Finn und Toby nicht bei dem … Ausnahmezustand im Fischerdorf: Die australische Krimiautorin Jane Harper erzählt in „Der Sturm“ von Verlust und Verdächtigungen weiterlesen

Was Freundschaft bedeutet: Joachim B. Schmidts Island-Roman „In Küstennähe“ über Eigenbrötler, die Halt und Hoffnung finden

Isländisches Idyll mit Haken Foto: Bücheratlas Grimur der Schlächter, so nennt man im Alters- und Pflegeheim Vesöld in Isafjördur den Bewohner von Zimmer 37-A. Der Alte, wird gemunkelt, habe als junger Mann seine Halbschwester missbraucht und im Meer ertränkt. Wie sonst ist das spurlose Verschwinden der schönen Drifa vor mehr als 50 Jahren zu erklären? … Was Freundschaft bedeutet: Joachim B. Schmidts Island-Roman „In Küstennähe“ über Eigenbrötler, die Halt und Hoffnung finden weiterlesen