Das Waisenkind des Königs: „Sein Sohn“ von Charles Lewinsky ist ein Roman auf historischem Fundament

Landschaft in Graubünden. Möglicherweise ist Louis hier vorbeigewandert, als er sich auf die Suche nach seinen Eltern machte. Foto: Bücheratlas Nach dem Schlusspunkt des Romans gibt es noch einen Hinweis zum historischen Hintergrund: „Von dem Sohn, den der Herzog von Orléans mit der Köchin Marianne Banzori zeugte, ist nur bekannt, dass er im Dezember 1794 … Das Waisenkind des Königs: „Sein Sohn“ von Charles Lewinsky ist ein Roman auf historischem Fundament weiterlesen

Verliebt in Patricia Highsmith: Eva Vitijas Dokumentarfilm zeichnet ein neues Bild der amerikanischen Spannungsautorin

Patricia Highsmith 1942, als sie 21 Jahre alt war.  Pressefoto: Salzgeber Verleih / Rolf Tietgens / Courtesy of Keith De Lellis  Patricia Highsmith ist immer für eine Überraschung gut. Die 1995 verstorbene amerikanische Spannungsautorin war ihren Fans bis dato doch eher als kratzbürstige und etwas maulfaule ältere Dame bekannt. Dass Pat High, wie ihre Freundinnen … Verliebt in Patricia Highsmith: Eva Vitijas Dokumentarfilm zeichnet ein neues Bild der amerikanischen Spannungsautorin weiterlesen

Schweizer Freiheitskampf mit Apfel: Joachim B. Schmidt läuft in seinem Historienroman „Tell“ zur erzählerischen Hochform auf

Foto: Bücheratlas Ein Einödhof in den Schweizer Bergen, so abgelegen, dass selbst der Pfarrer nur selten seinen Weg hinauffindet. Ringsum Berge so hoch wie der Himmel und Wiesen, auf denen die Gräser im Wind zittern. Hier wohnt Tell. Wilhelm Tell, den wir alle aus dem Deutschunterricht kennen. Friedrich Schiller widmete dem Mann, der seinem Sohn … Schweizer Freiheitskampf mit Apfel: Joachim B. Schmidt läuft in seinem Historienroman „Tell“ zur erzählerischen Hochform auf weiterlesen

Oberkommissar Abraham ermittelt mal wieder auf eigene Faust: Dror Mishanis „Vertrauen“ erlaubt einen Blick in die israelische Seele

Eigentlich ganz beschaulich, das Abendstimmungsdasein in Tel Aviv - doch nicht so in Dror Mishanis neuem Kriminalroman „Vertrauen“. Foto: Bücheratlas Oberinspektor Avi Avraham hat keine Lust mehr auf seinen Job beim Ayalon-Polizeidistrikt in Tel Aviv. „Die meisten Fälle, in denen er in den letzten Jahren zu ermitteln hatte, waren tragische Gewalttaten gewesen, deren Aufklärung niemandem … Oberkommissar Abraham ermittelt mal wieder auf eigene Faust: Dror Mishanis „Vertrauen“ erlaubt einen Blick in die israelische Seele weiterlesen

Noch mehr Spitzentitel 2021: Empfehlungen von anrührend bis aufregend – Zweiter Teil

Himmlisch ist der Anblick der Kuppel von Sankt Mariä Himmelfahrt im Benediktinerkloster Ettal. Ähnlich hell, bunt und vielgestaltig, wenngleich nicht gar so heilig, geht es in den Romanen zu, die wir heute vorstellen. Foto: Bücheratlas Da fehlt immer noch ein Geschenk für Weihnachten? Oder womöglich ein ultimativer Lektüre-Tipp für die ach-so-stillen Tage in der soundsovielten … Noch mehr Spitzentitel 2021: Empfehlungen von anrührend bis aufregend – Zweiter Teil weiterlesen

Vom Manuskript zum Buch: „Kalmann“-Autor Joachim B. Schmidt spricht an der Kölner Universität über Wege und Umwege

Joachim B. Schmidt antwortet in einem Zoom-Seminar auf die Fragen von Germanistik-Studierenden der Kölner Universität. Screenshot: Bücheratlas Gammelhai und Raufarhöfn, „Forrest Gump und „cultural appropriation“ – das waren nur einige Eckpunkte des Seminars an der Kölner Universität, in dem Joachim B. Schmidt über Leben und Schreiben informierte. Im Jahre 1981 in Graubünden in der Schweiz … Vom Manuskript zum Buch: „Kalmann“-Autor Joachim B. Schmidt spricht an der Kölner Universität über Wege und Umwege weiterlesen

Crime Cologne Award 2021: Joachim B. Schmidt gewinnt den Krimipreis mit seinem fabelhaften Roman „Kalmann“

Joachim B. Schmidt siegt mit „Kalmann“. Foto: Eva Schram/ © Diogenes Verlag   Es ist vollbracht. Stapelweise Bücher gelesen, hitzig darüber diskutiert. Sich schließlich auf eine Shortlist mit sechs Titeln geeinigt Und endlich den Sieger gekürt. Der Träger des Crime Cologne Award 2021 ist – Tusch und Fanfarenklang – Joachim B. Schmidts fabelhafter Roman „Kalmann“, … Crime Cologne Award 2021: Joachim B. Schmidt gewinnt den Krimipreis mit seinem fabelhaften Roman „Kalmann“ weiterlesen

Mit Kent Haruf in der amerikanischen Provinz: „Ein Sohn der Stadt“ handelt vom tiefen Fall des Strahlemannes Jack Burdette

Sieh aus wie Holt in Colorado. Aber das gibt es ja nur in den Romanen von Kent Haruf. Foto: Bücheratlas Jack Burdettte ist ein Stinkstiefel von Kindheit an. Zu laut, zu herrisch, zu selbstverliebt. Zu verwöhnt von einem überforderten Elternpaar. Seine Lehrer fürchten den renitenten Schüler, der kommt und geht, wann es ihm passt. Seine … Mit Kent Haruf in der amerikanischen Provinz: „Ein Sohn der Stadt“ handelt vom tiefen Fall des Strahlemannes Jack Burdette weiterlesen

Die glorreichen Sechs: Shortlist zum „Crime Cologne Award 2021“ beim Kölner Krimifestival steht fest

. Eines wird gewinnen - und welches Buch sollte es sein? Foto: Bücheratlas Die Crime Cologne, das Kölner Krimifestival, findet in diesem zwar nicht vor Publikum statt. Gleichwohl gibt es wieder einen Preis des Festivals, mit dem ein aktueller Kriminalroman ausgezeichnet wird. Nach der Longlist haben die Veranstalter jetzt die Shortlist zum „Crime Cologne Award … Die glorreichen Sechs: Shortlist zum „Crime Cologne Award 2021“ beim Kölner Krimifestival steht fest weiterlesen

Morden für ein kleines bisschen Glück: „Kein Feuer kann brennen so heiß“ ist der 16. Kriminalroman von Ingrid Noll

Ingrid Nolls Heldin ist bereit, sich zu wehren. Foto: Bücheratlas Eine Schönheit ist Altenpflegerin Lorina wahrlich nicht: unbeholfen und etwas zu dick, mit kreisrunden Augen und dem Charme einer Dampfwalze. Ein „Trampeltier“ halt, wie ihre Schwester Carola sie nennt, ein „Dabbes“, so die Oma, oder „ein Plumplori“, so der Vater. Ein plumpes Etwas, das über … Morden für ein kleines bisschen Glück: „Kein Feuer kann brennen so heiß“ ist der 16. Kriminalroman von Ingrid Noll weiterlesen

Dorf-Sheriff Kalli ist ein Philosoph wie Forrest Gump: Joachim B. Schmidts wunderbar anrührender Island-Roman „Kalmann“

Foto: Bücheratlas Kalmann ist der Sheriff von Raufarhöfn hoch oben im Nordosten von Island. Wir können ihn uns klein und ein wenig untersetzt vorstellen. Auf dem Kopf trägt er einen Cowboyhut, an seiner Jacke steckt ein Sheriffstern. Und die Mauser, die einst seinem amerikanischen Großvater gehörte, ist geladen. Auch wenn jeder im Ort glaubt, dass … Dorf-Sheriff Kalli ist ein Philosoph wie Forrest Gump: Joachim B. Schmidts wunderbar anrührender Island-Roman „Kalmann“ weiterlesen

Donna Leons Jubiläumsband: Commissario Brunettis 30. Fall und als Zugabe ein Brevier mit seinen „kostbarsten Gedanken“

Statt Gondel: Die Polizei auf dem Canal Grande in Venedig. Foto: Bücheratlas Donna Leon traf ich - es mag 13, vielleicht 14 Jahre her sein - in einem Hotel in München. Es lag unweit des Straßenstrichs, was die Schriftstellerin außerordentlich amüsierte. Sie übernachte seit vielen Jahren in diesem Hotel, wenn sie München besuche, sagte sie. … Donna Leons Jubiläumsband: Commissario Brunettis 30. Fall und als Zugabe ein Brevier mit seinen „kostbarsten Gedanken“ weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (12/I): Ingrid Noll über den Erzählband „Abschiedsfarben“ von Bernhard Schlink

Jetzt kommen unsere Gäste zu Wort! Persönlichkeiten, die der Buchwelt eng verbunden sind, präsentieren jeweils einen Titel, der ihnen besonders am Herzen liegt. Mal sind es Neuerscheinungen, mal sind es Klassiker. Tag für Tag exklusiv auf dem „Bücheratlas“ - bis kurz vorm Tannenbaum. Und heute gibt es gleich zwei Beiträge. Ingrid Noll, 1935 in Shanghai … Empfehlung vor dem Fest (12/I): Ingrid Noll über den Erzählband „Abschiedsfarben“ von Bernhard Schlink weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (6): Monika Helfer über Schreiblust und Drogensucht in „Rohstoff“ von Jörg Fauser

Gastautorinnen und Gastautoren präsentieren in diesem Dezember auf dem „Bücheratlas“ Werke, die ihnen besonders am Herzen liegen. Mal sind es Neuerscheinungen, mal sind es Klassiker, neuere und ältere. Tag für Tag und exklusiv - bis kurz vorm Tannenbaum. Monika Helfer, 1947 in Au in Vorarlberg geboren, hat zahlreiche Bücher veröffentlicht, darunter „Oskar und Lilli“, „Bevor … Empfehlung vor dem Fest (6): Monika Helfer über Schreiblust und Drogensucht in „Rohstoff“ von Jörg Fauser weiterlesen

Bei Bukowski Begeisterung, bei Grass nur „kaschubische Secondhand-Folklore“: Jörg Fausers Ansichten zur Literatur in einem Band

Wenn es um die zeitgenössische Literatur ging, lobte Jörg Fauser vor allem die Angebote aus den USA. Foto: Bücheratlas Die Expedition mit Jörg Fauser (1944 – 1987) geht weiter. In der neuen Werkausgabe, die bei Diogenes stetig wächst, erscheint jetzt ein Sammelband mit Beiträgen zur Literatur. Das Spektrum reicht von der Würdigung der Gedichte Else … Bei Bukowski Begeisterung, bei Grass nur „kaschubische Secondhand-Folklore“: Jörg Fausers Ansichten zur Literatur in einem Band weiterlesen

Lüge, Wahrheit, Überfall: „Der Halbbart“ ist ein funkensprühender Roman von Charles Lewinsky

Foto: Bücheratlas „Wenn man einmal ins Erzählen kommt, fällt einem immer noch mehr ein, dagegen kann man nichts machen.“ Das glauben wir dem Sebi aufs Wort. Denn als Ich-Erzähler in Charles Lewinskys Roman „Der Halbbart“, nominiert für den Deutschen Buchpreis, serviert er uns eine Geschichte nach der anderen. Was wir da alles erfahren, fügt sich … Lüge, Wahrheit, Überfall: „Der Halbbart“ ist ein funkensprühender Roman von Charles Lewinsky weiterlesen

Autobombe in Athen: „Zeiten der Heuchelei“ von Altmeister Petros Markaris

Kostas Charitos kommt nicht zur Ruhe. Gerade Großvater geworden, muss sich der stets etwas sperrige Athener Kommissar um einen Mordfall kümmern. Der Besitzer einer griechischen Hotelkette ist in der Garage eines seiner Hotels in die Luft gesprengt worden. Tatwaffe: eine Autobombe, sachkundig an dem Gefährt befestigt und punktgenau gezündet. Verantwortlich für den Tod des allem … Autobombe in Athen: „Zeiten der Heuchelei“ von Altmeister Petros Markaris weiterlesen

Kent Harufs wunderbar wehmütige Feier des Lebens: „Kostbare Tage“

Dad Lewis wird bald sterben. Einen Monat geben die Ärzte ihm. „Noch ehe der Sommer vorbei wäre, wäre er tot. Anfang September würde man draußen auf dem Friedhof, drei Meilen östlich von der Stadt, Erde über ihn schütten, auf das, was von ihm übrig war. Man würde seinen Namen auf einen Grabstein meißeln, und dann … Kent Harufs wunderbar wehmütige Feier des Lebens: „Kostbare Tage“ weiterlesen

„Alles muss ganz anders werden“: Jörg Fausers Werkausgabe bei Diogenes

Sie wächst und wächst und wächst – die neue Edition der Werke von Jörg Fauser (1944-1987) im Diogenes-Verlag. Nach den Romanen, Gedichten und Kolumnen gibt es nun den ersten Band mit Erzählungen „Alles muss ganz anders werden“ sowie seine Biografie "Marlon Brando - Der versilberte Rebell". Ein Autor wird solcherart gewürdigt, über den sein Kollege … „Alles muss ganz anders werden“: Jörg Fausers Werkausgabe bei Diogenes weiterlesen

Martin Walker schenkt nach: Brunos zwölfter Fall ist ein Genuss

Zugegeben, nach der Anfangseuphorie über die Schreiblust des Martin Walker wurde die Lektüre seiner heiter-sinnlichen Périgord-Krimis in den letzten Jahren zunehmend mühsam. Zu viele Kochrezepte, zu viele Elogen auf feine Weine und saftig gegarte Perlhuhn-Brüstchen. Ein neuer Walker? Na, schau‘n wir mal, ob wir den nicht schon kennen. Jetzt liegt er also vor uns: „Connaisseur. … Martin Walker schenkt nach: Brunos zwölfter Fall ist ein Genuss weiterlesen