Auch ohne Tanz nahezu eine Broadway-Show: Martina Hefter und Dinçer Güçyeter gastieren im Literaturhaus Köln

Martina Hefter und Dinçer Güçyeter im Literaturhaus Köln. Screenshots: Bücheratlas Getanzt haben sie dann doch nicht. Zwar hatten Martina Hefter und Dinçer Güçyeter vorab angekündigt, mit einem solchen Tanz ihren Auftritt im Literaturhaus Köln krönen zu wollen. Doch das sei ja nur für die Werbung wichtig gewesen, sagte Dinçer Güçyeter. Außerdem sei „das Honorar viel … Auch ohne Tanz nahezu eine Broadway-Show: Martina Hefter und Dinçer Güçyeter gastieren im Literaturhaus Köln weiterlesen

Waten im Urschlamm der Wörter: Oswald Eggers „Entweder ich habe die Fahrt am Mississippi nur geträumt, oder ich träume jetzt“ ist ein wundersames Spracherlebnis

Sandspuren am Ufer, wie sie von Oswald Egger beschrieben werden. Allerdings stammt unsere Aufnahme nicht vom Mississippi, sondern vom Indischen Ozean. Foto: Bücheratlas Was geht hier vor?“ Die Frage, die auf Seite 94 von Oswald Eggers Mississippi-Expedition aufploppt, stellen sich die meisten Leserinnen und Leser gewiss schon viel früher. Und die meisten werden sich denken: … Waten im Urschlamm der Wörter: Oswald Eggers „Entweder ich habe die Fahrt am Mississippi nur geträumt, oder ich träume jetzt“ ist ein wundersames Spracherlebnis weiterlesen

„Wer guckt sich so etwas überhaupt an?“: Ulrike-Almut Sandigs muntere Vorlesung zum Start ihrer Thomas-Kling-Poetikdozentur an der Universität Bonn

Darum ging es bei der Antrittsvorlesung von Ulrike-Almut Sandig. Screenshot: Bücheratlas Vorlesungen sind auch nicht mehr das, was sie früher einmal waren. Das machte Ulrike-Almut Sandig auf beglückende Weise hörbar und sichtbar, als sie jetzt ihre Antrittsvorlesung als Thomas-Kling-Poetikdozentin an der Universität Bonn hielt. Mit der Berufung der Dichterin feiert die Poetikdozentur, die von der … „Wer guckt sich so etwas überhaupt an?“: Ulrike-Almut Sandigs muntere Vorlesung zum Start ihrer Thomas-Kling-Poetikdozentur an der Universität Bonn weiterlesen

„Ras doch nicht so, Jahr, tu langsam!“: Martin Walsers „Sprachlaub“ über Leben und Vergänglichkeit

Martin Walser Foto: Bücheratlas Darauf läuft am Ende alles hinaus. Auf dieses eine Tätigkeitswort. Auch in Martin Walsers jüngstem, wir-wissen-nicht-genau-wievieltem Werk. Ein simples, ein goldenes Tätigkeitswort: „leben“. Zur besseren Sichtbarkeit ist es kursiv gesetzt. Und das kommt so: „Stich mich nicht in die Hüfte, Freund, / zapf mich nicht an, ich wehre mich / nicht, … „Ras doch nicht so, Jahr, tu langsam!“: Martin Walsers „Sprachlaub“ über Leben und Vergänglichkeit weiterlesen

Von Monheim bis in die Tiefen des Universums: Ulla Hahn stellt in „stille trommeln“ neue Gedichte aus 20 Jahren vor

Am Rheinufer in Monheim, wo Ulla Hahn einst die Steine titschen ließ. Foto: Bücheratlas Das waren noch Zeiten, als Ulla Hahn in Gestalt ihrer Romanheldin Hilla Palm gemeinsam mit dem Großvater die Steine am Rhein bei Monheim titschen ließ. Einmal, zweimal, sieben Mal. Wie das damals in „Monnem“ war und wie es danach weiterging, hat … Von Monheim bis in die Tiefen des Universums: Ulla Hahn stellt in „stille trommeln“ neue Gedichte aus 20 Jahren vor weiterlesen

Literaturland NRW (10): Hausbesuch bei Annette von Droste-Hülshoff, die sich ein freies Leben wünschte und ihrer Zeit weit voraus war

Literarische Orte in Nordrhein-Westfalen besuchen wir in lockerer Folge: Schauplätze, Wohnorte, Institutionen. Bekanntlich gibt es pandemiebedingte Einschränkungen. Im aktuellen Fall von Annette von Droste-Hülshoff lässt sich zumindest ein Spaziergang einplanen. Und dann kommen ja auch bald, sehr bald, also ziemlich bald wieder bessere Tage. Damit endet die zweite Staffel von „Literaturland NRW“ - aber die nächste … Literaturland NRW (10): Hausbesuch bei Annette von Droste-Hülshoff, die sich ein freies Leben wünschte und ihrer Zeit weit voraus war weiterlesen

„Das Schreiben ist halt das Einzige, was ich habe“: Christine Lavants Werke in einer Kassette

Foto: Bücheratlas Thomas Bernhard hat das Bild, das sich die Nachkriegswelt von der Schriftstellerin Christine Lavant (1915 - 1973) machte, vom Kopf auf die Füße gestellt. „Die Lavant“ sei keine Vergeistigte gewesen, wie oft behauptet wurde, sondern eine Gescheite und Durchtriebene. „Sie wohnte auf der Betondecke eines Supermarktes an einer Straßenkreuzung in Wolfsberg mit einer … „Das Schreiben ist halt das Einzige, was ich habe“: Christine Lavants Werke in einer Kassette weiterlesen

Vom Alpenverein bis zur Raketenstation: Thomas Klings Werke in vier Bänden mit vielen unveröffentlichten Texten

Auf der ehemaligen Raketenstation Hombroich in Neuss wohnte Thomas Kling in den letzten Jahren seines Lebens - in einem Flachbau, zu dem dieser Aussichtsturm gehört. Foto: Bücheratlas Ich will 'attacca' schreiben, solang die Kraft reicht." Thomas Kling (1957–2005) notierte diesen Satz im Jahre 1984 handschriftlich auf einer Fotokopie. Was bei diesem Vorsatz herausgekommen ist, lässt … Vom Alpenverein bis zur Raketenstation: Thomas Klings Werke in vier Bänden mit vielen unveröffentlichten Texten weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (23): Ulla Hahn über den Roman „Vor der Zunahme der Zeichen“ von Senthura Varatharajah, bei dem sich jede Minute Lesezeit lohnt

Im Advent kommen Gäste zu Wort! Persönlichkeiten, die der Buchwelt eng verbunden sind, präsentieren jeweils einen Titel, der ihnen besonders am Herzen liegt. Tag für Tag und exklusiv auf dem Bücheratlas - bis kurz vorm Tannenbaum. Ulla Hahn wurde im Sauerland geboren, wuchs in Monheim am Rhein auf und lebt heute in Hamburg. Ihre ersten … Empfehlung vor dem Fest (23): Ulla Hahn über den Roman „Vor der Zunahme der Zeichen“ von Senthura Varatharajah, bei dem sich jede Minute Lesezeit lohnt weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (14): Ursula Gräfe über Yoko Tawadas Hommage „Paul Celan und der chinesische Engel“

Im Dezember 2020 präsentieren Gastautorinnen und Gastautoren Bücher, die ihnen besonders am Herzen liegen. Mal sind es Neuerscheinungen, mal sind es Klassiker. Tag für Tag und exklusiv auf dem „Bücheratlas“ - bis kurz vorm Tannenbaum. Ursula Gräfe, geboren 1956, hat in Frankfurt am Main Japanologie und Anglistik studiert und genießt als Übersetzerin höchste Anerkennung. Aus … Empfehlung vor dem Fest (14): Ursula Gräfe über Yoko Tawadas Hommage „Paul Celan und der chinesische Engel“ weiterlesen

Gedichte über die Grenzen hinweg: Das zweisprachige Lyrikmagazin „Trimaran“ liegt gut im Wind

Das Europäische Übersetzer-Kollegium in Straelen war ein wichtiger Ausgangspunkt für das aktuelle Trimaran-Magazin. Foto: Bücheratlas Eine Klasse für sich ist das Lyrikmagazin „Trimaran“. Das bestätigt die zweite Ausgabe des internationalen Kooperationsprojekts, das von der Kunststiftung NRW, dem Nederlands Letterenfonds und Flanders Literature unterstützt wird. Die hier versammelten Partner deuten an, was Sache ist: Es geht … Gedichte über die Grenzen hinweg: Das zweisprachige Lyrikmagazin „Trimaran“ liegt gut im Wind weiterlesen

Küssen mit Maske: Fritz Eckenga liefert „Rettungsreime“ für die pandemische Existenz

Nikolaus Heidelbach schickt eine Träne auf Reisen. Foto aus dem Fritz-Eckenga-Band des Kunstmann-Verlags. © Nikolaus Heidelbach Corona ist reif fürs Gedicht. Zum Nachweis muss man nur das neueste Werk von Fritz Eckenga aufschlagen: „Eva, Adam, Frau und Mann – da muss Gott wohl noch mal ran“. Der Titel dieser Anthologie mit lauter „Rettungsreimen“ deutet zwar … Küssen mit Maske: Fritz Eckenga liefert „Rettungsreime“ für die pandemische Existenz weiterlesen

Spätsommer in Köln: Marcel Beyers Lesung beim Lyrikfestival „Satelliten“

Marcel Beyer vor seinem Auftritt in der Kölner Abendsonne Foto: Bücheratlas Die lyrischen Spiele sind eröffnet! Zum Auftakt des Kölner Festivals „Satelliten“ gab es am Freitag im Garten des Orangerie-Theaters Lesungen von Thorsten Krämer (aus „Schwankungen der Füllhöhe“), Anja Utler (aus „kommen sehen. Lobgesang“) und Marcel Beyer (aus „Dämonenräumdienst“). Dabei wurde der jeweilige Vortrag auf … Spätsommer in Köln: Marcel Beyers Lesung beim Lyrikfestival „Satelliten“ weiterlesen

Die Dämonen sind unter uns: Marcel Beyer stellt neuen Gedichtband beim Kölner Lyrikfestival „Satelliten“ vor

Das Orangerie-Theater an der Kölner Volksgartenstraße ist an zwei Tagen Stand- und Spielort des Lyrikfestivals „Satelliten“. Foto: Bücheratlas Dämonen können sehr unterhaltsam sein. Gut, solange man von ihnen heimgesucht wird, ist ihre Anwesenheit kein Genuss. Aber sobald sie aus der Distanz betrachtet werden können, sieht die Sache anders aus. Diese Erfahrung bestätigt Marcel Beyer in … Die Dämonen sind unter uns: Marcel Beyer stellt neuen Gedichtband beim Kölner Lyrikfestival „Satelliten“ vor weiterlesen

Literaturland NRW (5): Ferdinand Freiligrath ist schockiert, als er aus der Postkutsche auf den Rolandsbogen blickt

Es ist ein kalter Januartag im Jahre 1840, an dem Ferdinand Freiligrath (1810-1876) in der Postkutsche unterwegs von Köln nach Unkel ist. In der großen Stadt hatte er zu tun gehabt. Nun geht es heim ins Weindorf, wo er im kurkölnischen Palais zur Miete wohnt. Doch dann das: Als sich der Passagier auf Höhe der … Literaturland NRW (5): Ferdinand Freiligrath ist schockiert, als er aus der Postkutsche auf den Rolandsbogen blickt weiterlesen

Ein Fall für Cineasten und Versefans: Poesiefilme der Kunsthochschule für Medien in Wort und Bild

Das Experiment kann sich nicht nur sehen lassen. Man kann es auch nachlesen. Ein schmaler Band dokumentiert ein originelles Projekt der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln. Darin geht es um 22 Filme, die zwischen 2013 und 2019 an der Kunsthochschule entstanden sind und die ihren Ausgangspunkt in den Gedichten zeitgenössischer Autoren haben. Und so … Ein Fall für Cineasten und Versefans: Poesiefilme der Kunsthochschule für Medien in Wort und Bild weiterlesen

Literaturland NRW (3): Thomas Kling auf der Raketenstation Hombroich

Literarische Orte in Nordrhein-Westfalen besuchen wir in lockerer Folge: Schauplätze, Wohnorte, Institutionen. Diesmal sind wir auf den Neusser Spuren von Thomas Kling unterwegs. Die Natur ist  längst wieder da. Wo die Nato zwischen 1967 und 1991 eine Raketenstation in Neuss-Holzheim unterhielt, mit Abschussbasen und Atomsprengköpfen, legt das Grün  heute einen prächtigen Auftritt  hin. Zwar sind … Literaturland NRW (3): Thomas Kling auf der Raketenstation Hombroich weiterlesen

Der letzte Zeuge: Lektor Klaus Reichert erinnert sich an Paul Celan

Klaus Reichert war der Lektor, den Paul Celan unbedingt haben wollte, als der Lyriker 1966 beim Suhrkamp Verlag untergekommen war. Doch schon zuvor war Reichert mit Celan vertraut, hatte er ihm doch noch als frisch gebackener Abiturient im April 1958 in Paris – Rue de Longchamp 78, fünfter Stock – einen ersten Besuch abgestattet. Nun … Der letzte Zeuge: Lektor Klaus Reichert erinnert sich an Paul Celan weiterlesen

Schatzsuche auf dem Dachboden: Sarah Kirschs unveröffentlichte Gedichte

Diese Fundsache ist ein Gedicht. Moritz Kirsch, der 1969 geborene Sohn von Sarah Kirsch, hat nach dem Tod seiner Mutter im Mai 2013 ihren Nachlass geordnet. Dazu durchforstete er auch das Haus im schleswig-holsteinischen Tielenhemme bis unters Dach. Zwischen dem Allerlei, das sich auf so einem Speicher ansammelt, fand er zwei Klemmhefter aus DDR-Zeiten, die … Schatzsuche auf dem Dachboden: Sarah Kirschs unveröffentlichte Gedichte weiterlesen

Agnieszka Lessmanns „Fluchtzustand“: Gedichte über den unsicheren Boden unter den Füßen

Agnieszka Lessmann wurde im polnischen Lodz geboren, zog mit ihrer Familie 1968 nach Israel und im folgenden Jahr nach Deutschland. Sie hat bislang acht Hörspiele veröffentlicht, darunter "Cobains Asche", "Mörder" und zuletzt "Einstiegskurs". Außerdem arbeitet sie als Kulturjournalistin. Nun legt sie ihren ersten Gedichtband vor. Agnieszka Lessmann wohnt in Bergisch Gladbach. Agnieszka Lessmann, Sie haben … Agnieszka Lessmanns „Fluchtzustand“: Gedichte über den unsicheren Boden unter den Füßen weiterlesen