Volker Kutschers „Marlow“ im Berlin des Nazi-Jahres 1935

Gereon Rath steckt in der Klemme. Was anfangen mit den brisanten Papieren, die er in einem verunglückten Taxi gefunden hat? Deren Besitzer ist tot, der Inhalt des Umschlags, den er bei sich trug, offensichtlich streng geheim. Oberkommissar Rath tut, was ihm in Zeiten wie diesen geboten scheint. Er entsorgt das brandgefährliche Material im nächsten Briefkasten. … Volker Kutschers „Marlow“ im Berlin des Nazi-Jahres 1935 weiterlesen

Peter Handkes schönes Durcheinander

  Es ist „ein schönes Durcheinander“, meint Peter Handke mit Blick auf seine Notizbücher. Die Aufzeichnungen, die er seit 1975 regelmäßig macht, seien eine „Mischung aus Vielerlei, ein Arbeitsjournal“. Mittlerweile hortet er die Notate nicht mehr im privaten Umfeld. Nachdem er  67 Notizbücher bereits im Jahre 2007 an das Deutsche Literaturarchiv in Marbach gegeben hatte, … Peter Handkes schönes Durcheinander weiterlesen

Jürgen Beckers Losung: „Immer neu anfangen“

Warum schreiben? Dieser Frage ging Jürgen Becker auf den Grund, als er  seine  Dankesrede zur Verleihung des Büchnerpreises hielt, der bedeutendsten literarischen Ehrung in Deutschland. „Vielleicht, um mich besser kennenzulernen“, sagte er, „und wenn dabei so etwas wie ein Bild von den Widersprüchen der eigenen Identität entsteht, vielleicht erkenne ich dann besser, was in meinen … Jürgen Beckers Losung: „Immer neu anfangen“ weiterlesen

Pieter Bruegels Welt war aus den Fugen. Ist unsere es auch?

Die Welt ist ein Rätsel. Mal ist sie  von schierer Lebenslust gepackt, mal vom tödlichen Furor erfasst. Den beiden Polen des Menschseins hat sich Pieter Bruegel d. Ä. (um 1526/30 – 1569) ein ums andere Mal in seinen Meisterwerken gewidmet, die nicht selten Wimmelbildern gleichen. Dass dieses im Sinne des Wortes vielgesichtige Werk weiterhin fasziniert, … Pieter Bruegels Welt war aus den Fugen. Ist unsere es auch? weiterlesen

Hannah Colers Spionagethriller mit dem Link zur eigenen Familie

Auf der Gala der Crime Cologne in Köln jubelte Hannah Coler Ende September 2018:  „Ich freue mich ja so!“ Unter ihrem Arm klemmte der „Crime Cologne Award“, verliehen für den besten Krimi des Jahres 2018, den formidablen Spionageroman „Cambridge 5 – Zeit der Verräter“. Hinter dem Pseudonym Hannah Coler verbirgt sich die deutsche Geschichtsprofessorin Karina … Hannah Colers Spionagethriller mit dem Link zur eigenen Familie weiterlesen

Kurz und gut: Stephanie Marland

Kurz und gut (13): Stephanie Marland mit "Wir sehen dich" Kann eine Gruppe von True-Crime-Fans einen Serienkiller überführen? Noch dazu einen, der seine Opfer mit Rosenblättern bestreut? Die englische Krimi-Bloggerin Stephanie Marland hat aus dem Stoff einen superspannenden Thriller gemacht: „Wir sehen dich“. Im Mittelpunkt des Geschehens: die psychisch angeschlagene Doktorandin Clementine Starke, der die … Kurz und gut: Stephanie Marland weiterlesen

Und was sollen wir jetzt lesen?

Eine Umfrage unter rheinischen Verlegern (4): Welche Titel Ihres Verlages stehen für Sie im Oktober 2018 im Mittelpunkt?   Sabine Cramer (DuMont Buchverlag) Die US-Autorin Meg Wolitzer war in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Frankfurter Buchmesse. Aufgetreten ist sie auch in Köln. Und das mit ihrem Roman: „Das weibliche Prinzip“. Außerdem empfiehl Sabine … Und was sollen wir jetzt lesen? weiterlesen

Maria von Geldern, eine starke Frau des späten Mittelalters

Die Frau weiß, wer sie ist und was sie will. Diesen Eindruck gewinnt, wer die schlanke Gestalt betrachtet, die sich da mit einem frommen Buch in der Hand in aufrechter Haltung abbilden lässt. Das war keinesfalls die übliche Darstellung jener Reichen und Superreichen des Mittelalters, die es sich leisten konnten, eine Handschrift in Auftrag zu … Maria von Geldern, eine starke Frau des späten Mittelalters weiterlesen