Feridun Zaimoglu über den Kampf der Frauen und das Unrecht der Männer

*** Feridun Zaimoglu trat mit seinem Roman "Die Geschichte der Frau" auf dem Kölner Literaturfestival lit.Cologne auf. Gemeinsam mit Karen Duve war er auf dem Literaturschiff zu erleben. Am darauffolgenden Tag trafen wir den Autor in seinem Hotel. Der Roman lässt in zehn sprachmächtigen Kapiteln Frauen aus Sage und Geschichte zu Wort kommen, die von … Feridun Zaimoglu über den Kampf der Frauen und das Unrecht der Männer weiterlesen

Gunther Geltinger über Afrika, Seitensprünge und seinen Roman „Benzin“ im Kölner Literaturhaus

Am Ende lobte Gunther Geltinger die „knisternde Dichte“, die am Großen Griechenmarkt geherrscht habe. Was vollkommen korrekt war. Die Aufmerksamkeit des Publikums im bis auf den letzten Platz besetzten Literaturhaus Köln war tatsächlich aufs Schönste gespannt. Das lag am Autor selbst, der seinen neuen Roman „Benzin“ klug und anschaulich erläuterte. Unterstützt wurde er dabei von … Gunther Geltinger über Afrika, Seitensprünge und seinen Roman „Benzin“ im Kölner Literaturhaus weiterlesen

Yannic Han Biao Federers Debütroman „Und alles wie aus Pappmaché“

Die Konjunktion „und“ wird selten gewürdigt. Sie ist die graue Maus im Paradiesgarten der Worte. Was sehr ungerecht ist. Denn dieses Bindewort verdeutlicht wie kein anderes, dass alles miteinander zusammenhängt und sich das eine aus dem anderen ergibt. Das führt Yannic Han Biao Federer in seinem Debütroman „Und alles wie aus Pappmaché“ in bestechender Konsequenz … Yannic Han Biao Federers Debütroman „Und alles wie aus Pappmaché“ weiterlesen

Julia Trompeter, das Baby und das Debüt im Kölner Literaturhaus

Das kommt nicht alle Lesungs-Tage vor. Auch nicht im Kölner Literaturhaus. Um 20.12 Uhr schaut Julia Trompeter auf das Display ihres Handys. Derweil beginnt der neben ihr auf dem Podium sitzende Moderator Terry Albrecht, eine Pause anzukündigen. Doch die Autorin unterbricht ihn, gibt Entwarnung und Erläuterung: „Mein kleiner Sohn ist nebenan, und wir wussten nicht, … Julia Trompeter, das Baby und das Debüt im Kölner Literaturhaus weiterlesen

Volker Kutschers „Marlow“ im Berlin des Nazi-Jahres 1935

Gereon Rath steckt in der Klemme. Was anfangen mit den brisanten Papieren, die er in einem verunglückten Taxi gefunden hat? Deren Besitzer ist tot, der Inhalt des Umschlags, den er bei sich trug, offensichtlich streng geheim. Oberkommissar Rath tut, was ihm in Zeiten wie diesen geboten scheint. Er entsorgt das brandgefährliche Material im nächsten Briefkasten. … Volker Kutschers „Marlow“ im Berlin des Nazi-Jahres 1935 weiterlesen

Peter Handkes schönes Durcheinander

  Es ist „ein schönes Durcheinander“, meint Peter Handke mit Blick auf seine Notizbücher. Die Aufzeichnungen, die er seit 1975 regelmäßig macht, seien eine „Mischung aus Vielerlei, ein Arbeitsjournal“. Mittlerweile hortet er die Notate nicht mehr im privaten Umfeld. Nachdem er  67 Notizbücher bereits im Jahre 2007 an das Deutsche Literaturarchiv in Marbach gegeben hatte, … Peter Handkes schönes Durcheinander weiterlesen

Michael Köhlmeier folgt einem Tiger namens Homer

Der nächste Kölner Termin mit Michael Köhlmeier ist schon gesichert. Bei der Vorstellung  seines neuen Romans  „Bruder und Schwester Lenobel“ im Alten Pfandhaus hielt der österreichische Erzähler plötzlich inne und rief der Literaturhauschefin im Publikum zu: „Ihr müsstet unbedingt mal einen Abend über Märchen machen!“ Um dann gleich die Frage hinzuzufügen: „Darf ich dann dabei … Michael Köhlmeier folgt einem Tiger namens Homer weiterlesen

Out of Mexiko: „Denn sie sterben jung“ von Antonio Ruiz-Camacho

In Mexiko-Stadt träumt Familie Arteaga vom  schicken Italien-Urlaub. Eigens hat sie eine Sprachlehrerin engagiert, um so gut es geht auf Bella Italia vorbereitet zu sein. Das Leben ist nichts als schön, auch weil man es sich leisten kann. Ein unscheinbarer Satz freilich, dem der Leser auf Seite 26 begegnet, weist in eine andere Richtung. Es … Out of Mexiko: „Denn sie sterben jung“ von Antonio Ruiz-Camacho weiterlesen

Jennifer Egan über Donald Trumps amerikanische Psyche

  Noch ist Amerika nicht verloren. Nicht, solange es so helle Köpfe gibt wie Jennifer Egan einer ist. Es dauert bei der Lesung in Köln fast eine Stunde, bis der Name das erste Mal fällt: Donald Trump. Die amerikanische Schriftstellerin, die mit ihrem Roman „Manhattan Beach“ derzeit auf Lesereise in Deutschland ist, skizziert  da im Kölnischen … Jennifer Egan über Donald Trumps amerikanische Psyche weiterlesen