Lade Dein Bewusstsein hoch: Jennifer Egan stellt ihren herrlich verstörenden Roman „Candy Haus“ in Köln vor

Jennifer Egan signiert im Kölnischen Kunstverein - und die Schlange spiegelt sich in ihrem Rücken. Foto: Bücheratlas Die digitale Welt hat mehr zu bieten als sich der gewöhnliche Computer-Benutzer vorstellen kann. Aber immerhin sind wir noch nicht so weit, wie es Jennifer Egan in ihrem neuen Roman „Candy Haus“ ausmalt. Der Clou des Romans ist … Lade Dein Bewusstsein hoch: Jennifer Egan stellt ihren herrlich verstörenden Roman „Candy Haus“ in Köln vor weiterlesen

Das Messer, die Zunge und der Widerstand der Frauen: „Die Stimme meiner Schwester“ von Itamar Vieira Junior erzählt von Ausbeutung in Brasilien

Den Traum von einem freien Leben träumen die Frauen im Roman von Itamar Vieira Junior. Foto: Bücherartlas Das Messer der Großmutter Donana ist einfach zu verlockend, als es im Koffer liegen zu lassen. Während die Erwachsenen irgendwo auf der Fazenda Agua Negra im Nordosten Brasiliens ihrer Knochenarbeit nachgehen, nehmen die sieben Jahre alte Bibiana und … Das Messer, die Zunge und der Widerstand der Frauen: „Die Stimme meiner Schwester“ von Itamar Vieira Junior erzählt von Ausbeutung in Brasilien weiterlesen

Von Niendorf bis Pjönjang, unter Wilderern und Meerestieren: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2022 steht fest

Die Longlist in einer Darstellung der Veranstalter des „Deutschen Buchpreis“. Screenshot: BA Die Longlist für den Deutschen Buchpreis 2022 steht: Die Jury hat aus 223 Titeln ihre erste Auswahl getroffen. Da sind es nur noch 20 Romane – unter denen sich auch Jochen Schmidts „Phlox“ befindet, der noch gar nicht vorliegt, sondern erst im September … Von Niendorf bis Pjönjang, unter Wilderern und Meerestieren: Die Longlist zum Deutschen Buchpreis 2022 steht fest weiterlesen

Tatort-Besuch in Norwegen: Mit Randi Fuglehaug und ihrem Krimi „Todesfall“ beim größten Extremsportfestival der Welt

Randi Fuglehaug auf dem Hangurstoppen im sommerlichen Norwegen. Foto: Bücheratlas An den Berghängen kleben schmutzig-weiße Schneebatzen. Eisschollen schaben an den Rändern der Seen, an denen wir gemächlich vorbeizuckeln. Heute Morgen sind wir an Gleis vier im Bahnhof Oslo Sentralstasjon Richtung Bergen gestartet, Randi Fuglehaug und ich. Mehr als 400 Kilometer beträgt die Fahrtstecke der Bergensbahn … Tatort-Besuch in Norwegen: Mit Randi Fuglehaug und ihrem Krimi „Todesfall“ beim größten Extremsportfestival der Welt weiterlesen

Der Freiheitsroman, der im türkischen Gefängnis entstanden ist: „Hayat heißt Leben“ von Ahmet Altan

Blick auf Istanbuler Spitzen Foto: Bücheratlas Ein gutes Buch“, lesen wir in „Hayat heißt Leben“, zeichne sich vor allem durch diese Eigenschaft aus: „dass es bis zum Schluss lesbar ist.“ Der Hinweis ist schon mal hilfreich. Denn „lesbar“ ist Ahmet Altans Roman bis zur letzten Seite. „Ein gutes Buch“ ist diese Neuerscheinung aus dem Verlag … Der Freiheitsroman, der im türkischen Gefängnis entstanden ist: „Hayat heißt Leben“ von Ahmet Altan weiterlesen

Arnold Stadler als Kunstfreund und Missionar: „Mein Leben mit Mark – Unterwegs in der Welt des Malers Mark Tobey“

Blick in die Mark-Tobey-Ausstellung in Singen Fotos (oben und im Header): Kunstmuseum Singen / Bernhard Strauss, Freiburg Wer Arnold Stadlers Roman „Am siebten Tag flog ich zurück“ gelesen hat, der vor einem Jahr bei S. Fischer erschienen ist, war bereits frühzeitig im Bilde. Denn in diesem Afrika-Buch, das am Fuße des Kilimandscharo spielt und das … Arnold Stadler als Kunstfreund und Missionar: „Mein Leben mit Mark – Unterwegs in der Welt des Malers Mark Tobey“ weiterlesen

Reif für den nächsten Literaturpreis: „Wilderer“ von Reinhard Kaiser-Mühlecker ist ein Heimatroman der anderen Art

Österreichische Landschaft Foto: Bücheratlas Da ist dieser Schatten, der sich nicht vertreiben lässt. Ein ums andere Mal legt er sich über Jakob, hüllt ihn ein, führt in fort. Dorthin, wo ihm niemand folgen kann. Seit dem Ende der Kindheit, als er 12 oder 13 Jahre alt war, ist der Schatten ein sich immer mal wieder … Reif für den nächsten Literaturpreis: „Wilderer“ von Reinhard Kaiser-Mühlecker ist ein Heimatroman der anderen Art weiterlesen

In Ilmarsh ist nichts los, aber alles möglich: „Sechzehn Pferde“ ist das eindrucksvolle Romandebüt von Greg Buchanan

Foto: Bücheratlas Sechzehn Pferdeköpfe liegen kreisförmig angeordnet im Ackerboden einer abgewirtschafteten Farm. Nur jeweils ein Auge schaut heraus. „Etwas Schwarzes, glänzend wie Plastik und mit einem schmutzig weißen, halbmondförmigen Rand.“ Die abgeschnittenen Schweife der Tiere sind zusammengebunden wie ein Bündel Stroh und komplettieren das bizarre Szenario. Wer tut so etwas? Verlorene Seelen müssen ermitteln Das … In Ilmarsh ist nichts los, aber alles möglich: „Sechzehn Pferde“ ist das eindrucksvolle Romandebüt von Greg Buchanan weiterlesen

Léna findet ihren Platz im Leben: „Das Mädchen mit dem Drachen“ von Laetitia Colombani ist ein Roman über Sinnsuche und Frauenpower

Strandszene am Indischen Ozean Foto: Bücheratlas Léna hat einen schweren Verlust erlitten. François, ihr langjähriger Partner, ist tot, ihr gemeinsamer Traum von einem Haus in der Bretagne wird sich nicht erfüllen. So streift sie ihr altes Leben in Frankreich ab wie ein zu groß gewordenes Kleid und flieht in die fremde Welt Indiens. Zuflucht in … Léna findet ihren Platz im Leben: „Das Mädchen mit dem Drachen“ von Laetitia Colombani ist ein Roman über Sinnsuche und Frauenpower weiterlesen

Dämonen der Vergangenheit: Anne Mette Hancock schickt in „Grabesstern“ die Journalistin Heloise auf Mörderjagd

In Heloise Kaldans drittem Fall wird die Vergangenheit in die Gegenwart gespült wie der Meeresschaum an den Strand. Lauert da irgendetwas im Verborgenen? Foto: Bücheratlas Ein Artikel über Sterbebegleitung – mehr hat die Kopenhagener Journalistin Heloise Kaldan nicht im Sinn, als sie sich auf den todkranken Jan Fischhof einlässt. Der knurrige Alte hat Lungenkrebs, viel … Dämonen der Vergangenheit: Anne Mette Hancock schickt in „Grabesstern“ die Journalistin Heloise auf Mörderjagd weiterlesen

Die SWR-Bestenliste für den Januar: Von Familienmissverhältnissen über den Nobelpreisträger bis zu Kafkas Zeichnungen

Im Südwesten Deutschlands ist das neue Jahr schon angebrochen: Die SWR-Bestenliste für den Januar 2022 liegt vor. Sie gehört bekanntlich zu jenen Listen, die immer wieder Aufmerksamkeit verdienen, weil sie Substanz haben. Was hier von Kritikerinnen und Kritikern empfohlen wird, kann sich lesen lassen. Auf der neuen Liste stehen diesmal fünf Titel, mit denen wir … Die SWR-Bestenliste für den Januar: Von Familienmissverhältnissen über den Nobelpreisträger bis zu Kafkas Zeichnungen weiterlesen

Noch mehr Spitzentitel 2021: Empfehlungen von anrührend bis aufregend – Zweiter Teil

Himmlisch ist der Anblick der Kuppel von Sankt Mariä Himmelfahrt im Benediktinerkloster Ettal. Ähnlich hell, bunt und vielgestaltig, wenngleich nicht gar so heilig, geht es in den Romanen zu, die wir heute vorstellen. Foto: Bücheratlas Da fehlt immer noch ein Geschenk für Weihnachten? Oder womöglich ein ultimativer Lektüre-Tipp für die ach-so-stillen Tage in der soundsovielten … Noch mehr Spitzentitel 2021: Empfehlungen von anrührend bis aufregend – Zweiter Teil weiterlesen

„Nirgendwo sonst sind die Bedingungen so gut wie in Deutschland, um Gehör zu bekommen“ – Felicitas Hoppe stellt im Literaturhaus Köln ihren Roman „Die Nibelungen“ vor

Felicitas Hoppe gibt Auskunft über die „Hoppe-Werkstatt“. Screenshot: Bücheratlas Dicht am Wasser gebaut ist Felicitas Hoppes Roman „Die Nibelungen – Ein deutscher Stummfilm“. Das liegt nahe bei einem Stoff, der von der Nordsee bis ans Schwarze Meer führt und zumal an Rhein und Donau spielt. Jetzt erläuterte die Autorin, 2012 mit dem Büchnerpreis geadelt, im … „Nirgendwo sonst sind die Bedingungen so gut wie in Deutschland, um Gehör zu bekommen“ – Felicitas Hoppe stellt im Literaturhaus Köln ihren Roman „Die Nibelungen“ vor weiterlesen

Julia Franck räumt gründlich auf mit der Vergangenheit: „Welten auseinander“ ist der Roman einer nicht funktionierenden Familie

Foto: Bücheratlas Vierzehn Jahre sind vergangen seit Julia Francks letztem großen Erfolg. Ihr Roman „Die Mittagsfrau“, in dem sie die Lebensgeschichte der Halbjüdin Helene Würsich alias Alice Sehmisch erzählt, wurde mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet und in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Ihr nächstes Buch „Rücken an Rücken“, die Geschichte eines vernachlässigten Geschwisterpaares in der DDR, begeisterte … Julia Franck räumt gründlich auf mit der Vergangenheit: „Welten auseinander“ ist der Roman einer nicht funktionierenden Familie weiterlesen

Ilse Aichinger, die Eisberge und das Rettungsboot: Literarische Reaktionen auf „Fundstücke“ aus dem Nachlass der Schriftstellerin erscheinen im Wunderhorn-Verlag

Blick von der Hochsee auf den Wannsee: Im Literarischen Colloquium Berlin sind derzeit die „Fundstücke“ aus dem Nachlass von Ilse Aichinger ausgestellt, auf die Autorinnen und Autoren in dem Band aus dem Wunderhorn-Verlag reagieren. Foto: Bücheratlas Was Ilse Aichinger (1921-2016) ein Leben lang an der Seefahrt reizte? Diese Frage hat sich die österreichische Schriftstellerin einmal … Ilse Aichinger, die Eisberge und das Rettungsboot: Literarische Reaktionen auf „Fundstücke“ aus dem Nachlass der Schriftstellerin erscheinen im Wunderhorn-Verlag weiterlesen

Auf hoher See mit Ilse Aichinger: Ausstellung im Literarischen Colloquium in Berlin über die österreichische Schriftstellerin, die vor 100 Jahren geboren wurde

Das Literarische Colloquium am Berliner Wannsee präsentiert eine kleine Schau zur Erinnerung an Ilse Aichinger. Foto: Bücheratlas Ein Matrosenanzug gehörte zur Schuluniform der Ilse Aichinger (1921-2016) im Wien der 1930er Jahre. Das prägte sie ein Leben lang. Nicht nur schien ihr „das Verschwinden in dem schweren schönen Mantel leichter möglich“ zu sein als anderswo. Auch … Auf hoher See mit Ilse Aichinger: Ausstellung im Literarischen Colloquium in Berlin über die österreichische Schriftstellerin, die vor 100 Jahren geboren wurde weiterlesen

Drei Leuchtturmwärter verschollen im Atlantik: Emma Stonex erzählt eindringlich ihre Version eines historischen Falles

Foto: Bücheratlas Helen Blacks Erinnerungen an ihren Mann sind nur noch „Bruchstücke, verdorrte Schuppen, die sie umwehten wie Laub, das durch die Küchentür getrieben wurde. Manchmal bekam sie eine zu fassen und konnte sie genauer betrachten, aber meist sah sie nur, wie diese Blätter um ihre Knöchel wehten, und fragte sich, wie um aller Welt … Drei Leuchtturmwärter verschollen im Atlantik: Emma Stonex erzählt eindringlich ihre Version eines historischen Falles weiterlesen

Im Reich der Nibelungen: Felicitas Hoppes Helden-Roman, den sie als „deutschen Stummfilm“ bezeichnet, ist ein verspieltes Literaturkunststück

Felicitas Hoppe öffnet mit Schwung das Tor zum Reich der Nibelungen. Foto: Bücheratlas Einen deutschen Stummfilm haben wir uns anders vorgestellt. Nicht so beredt wie „Die Nibelungen“, die Felicitas Hoppe nun neu in Szene setzt. Immerhin – die grau-schwarzen Tafeln („Hagen geht baden“) mit den Kapitel-Überschriften schaffen ein wenig Stummfilm-Atmosphäre. Aber ansonsten tauchen wir lesend … Im Reich der Nibelungen: Felicitas Hoppes Helden-Roman, den sie als „deutschen Stummfilm“ bezeichnet, ist ein verspieltes Literaturkunststück weiterlesen

Zwei Außenseiter in der irischen Provinz: Tana Frenchs psychologisch starker Kriminalroman „Der Sucher“

Original irische Schafe in original irischer Landschaft - sie spielen, wer hätte es gedacht, eine Rolle in diesem Irland-Krimi. Foto: Bücheratlas Tana French, 1973 im US-Bundesstaat Vermont geboren und seit 1990 im irischen Dublin zu Hause, gehört zu den vielseitigsten Autorinnen der englischsprachigen Krimiszene. Handlungsorte und Protagonisten wechseln von Roman zu Roman. Nur eines ist … Zwei Außenseiter in der irischen Provinz: Tana Frenchs psychologisch starker Kriminalroman „Der Sucher“ weiterlesen

„Trauer ist das Glück, geliebt zu haben“ – Chimamanda Ngozi Adichie schreibt über den Verlust ihres Vaters

Foto: Bücheratlas Trauer, das sind Tränen, die unaufhörlich fließen, die den Körper auslaugen und die Muskeln zittern lassen. Zu trauern bedeutet, „nie wieder“ zu sagen. Nie wieder die Stimme zu hören - in diesem Falle die des Vaters. Nie wieder dieses bestimmte kleine Lachen zu lachen, wenn er einen Witz macht. Nie wieder nach seinem … „Trauer ist das Glück, geliebt zu haben“ – Chimamanda Ngozi Adichie schreibt über den Verlust ihres Vaters weiterlesen