Die SWR-Bestenliste für den Januar: Von Familienmissverhältnissen über den Nobelpreisträger bis zu Kafkas Zeichnungen

Im Südwesten Deutschlands ist das neue Jahr schon angebrochen: Die SWR-Bestenliste für den Januar 2022 liegt vor. Sie gehört bekanntlich zu jenen Listen, die immer wieder Aufmerksamkeit verdienen, weil sie Substanz haben. Was hier von Kritikerinnen und Kritikern empfohlen wird, kann sich lesen lassen. Auf der neuen Liste stehen diesmal fünf Titel, mit denen wir … Die SWR-Bestenliste für den Januar: Von Familienmissverhältnissen über den Nobelpreisträger bis zu Kafkas Zeichnungen weiterlesen

Noch mehr Spitzentitel 2021: Empfehlungen von anrührend bis aufregend – Zweiter Teil

Himmlisch ist der Anblick der Kuppel von Sankt Mariä Himmelfahrt im Benediktinerkloster Ettal. Ähnlich hell, bunt und vielgestaltig, wenngleich nicht gar so heilig, geht es in den Romanen zu, die wir heute vorstellen. Foto: Bücheratlas Da fehlt immer noch ein Geschenk für Weihnachten? Oder womöglich ein ultimativer Lektüre-Tipp für die ach-so-stillen Tage in der soundsovielten … Noch mehr Spitzentitel 2021: Empfehlungen von anrührend bis aufregend – Zweiter Teil weiterlesen

„Nirgendwo sonst sind die Bedingungen so gut wie in Deutschland, um Gehör zu bekommen“ – Felicitas Hoppe stellt im Literaturhaus Köln ihren Roman „Die Nibelungen“ vor

Felicitas Hoppe gibt Auskunft über die „Hoppe-Werkstatt“. Screenshot: Bücheratlas Dicht am Wasser gebaut ist Felicitas Hoppes Roman „Die Nibelungen – Ein deutscher Stummfilm“. Das liegt nahe bei einem Stoff, der von der Nordsee bis ans Schwarze Meer führt und zumal an Rhein und Donau spielt. Jetzt erläuterte die Autorin, 2012 mit dem Büchnerpreis geadelt, im … „Nirgendwo sonst sind die Bedingungen so gut wie in Deutschland, um Gehör zu bekommen“ – Felicitas Hoppe stellt im Literaturhaus Köln ihren Roman „Die Nibelungen“ vor weiterlesen

Julia Franck räumt gründlich auf mit der Vergangenheit: „Welten auseinander“ ist der Roman einer nicht funktionierenden Familie

Foto: Bücheratlas Vierzehn Jahre sind vergangen seit Julia Francks letztem großen Erfolg. Ihr Roman „Die Mittagsfrau“, in dem sie die Lebensgeschichte der Halbjüdin Helene Würsich alias Alice Sehmisch erzählt, wurde mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet und in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Ihr nächstes Buch „Rücken an Rücken“, die Geschichte eines vernachlässigten Geschwisterpaares in der DDR, begeisterte … Julia Franck räumt gründlich auf mit der Vergangenheit: „Welten auseinander“ ist der Roman einer nicht funktionierenden Familie weiterlesen

Ilse Aichinger, die Eisberge und das Rettungsboot: Literarische Reaktionen auf „Fundstücke“ aus dem Nachlass der Schriftstellerin erscheinen im Wunderhorn-Verlag

Blick von der Hochsee auf den Wannsee: Im Literarischen Colloquium Berlin sind derzeit die „Fundstücke“ aus dem Nachlass von Ilse Aichinger ausgestellt, auf die Autorinnen und Autoren in dem Band aus dem Wunderhorn-Verlag reagieren. Foto: Bücheratlas Was Ilse Aichinger (1921-2016) ein Leben lang an der Seefahrt reizte? Diese Frage hat sich die österreichische Schriftstellerin einmal … Ilse Aichinger, die Eisberge und das Rettungsboot: Literarische Reaktionen auf „Fundstücke“ aus dem Nachlass der Schriftstellerin erscheinen im Wunderhorn-Verlag weiterlesen

Auf hoher See mit Ilse Aichinger: Ausstellung im Literarischen Colloquium in Berlin über die österreichische Schriftstellerin, die vor 100 Jahren geboren wurde

Das Literarische Colloquium am Berliner Wannsee präsentiert eine kleine Schau zur Erinnerung an Ilse Aichinger. Foto: Bücheratlas Ein Matrosenanzug gehörte zur Schuluniform der Ilse Aichinger (1921-2016) im Wien der 1930er Jahre. Das prägte sie ein Leben lang. Nicht nur schien ihr „das Verschwinden in dem schweren schönen Mantel leichter möglich“ zu sein als anderswo. Auch … Auf hoher See mit Ilse Aichinger: Ausstellung im Literarischen Colloquium in Berlin über die österreichische Schriftstellerin, die vor 100 Jahren geboren wurde weiterlesen

Drei Leuchtturmwärter verschollen im Atlantik: Emma Stonex erzählt eindringlich ihre Version eines historischen Falles

Foto: Bücheratlas Helen Blacks Erinnerungen an ihren Mann sind nur noch „Bruchstücke, verdorrte Schuppen, die sie umwehten wie Laub, das durch die Küchentür getrieben wurde. Manchmal bekam sie eine zu fassen und konnte sie genauer betrachten, aber meist sah sie nur, wie diese Blätter um ihre Knöchel wehten, und fragte sich, wie um aller Welt … Drei Leuchtturmwärter verschollen im Atlantik: Emma Stonex erzählt eindringlich ihre Version eines historischen Falles weiterlesen

Im Reich der Nibelungen: Felicitas Hoppes Helden-Roman, den sie als „deutschen Stummfilm“ bezeichnet, ist ein verspieltes Literaturkunststück

Felicitas Hoppe öffnet mit Schwung das Tor zum Reich der Nibelungen. Foto: Bücheratlas Einen deutschen Stummfilm haben wir uns anders vorgestellt. Nicht so beredt wie „Die Nibelungen“, die Felicitas Hoppe nun neu in Szene setzt. Immerhin – die grau-schwarzen Tafeln („Hagen geht baden“) mit den Kapitel-Überschriften schaffen ein wenig Stummfilm-Atmosphäre. Aber ansonsten tauchen wir lesend … Im Reich der Nibelungen: Felicitas Hoppes Helden-Roman, den sie als „deutschen Stummfilm“ bezeichnet, ist ein verspieltes Literaturkunststück weiterlesen

Zwei Außenseiter in der irischen Provinz: Tana Frenchs psychologisch starker Kriminalroman „Der Sucher“

Original irische Schafe in original irischer Landschaft - sie spielen, wer hätte es gedacht, eine Rolle in diesem Irland-Krimi. Foto: Bücheratlas Tana French, 1973 im US-Bundesstaat Vermont geboren und seit 1990 im irischen Dublin zu Hause, gehört zu den vielseitigsten Autorinnen der englischsprachigen Krimiszene. Handlungsorte und Protagonisten wechseln von Roman zu Roman. Nur eines ist … Zwei Außenseiter in der irischen Provinz: Tana Frenchs psychologisch starker Kriminalroman „Der Sucher“ weiterlesen

„Trauer ist das Glück, geliebt zu haben“ – Chimamanda Ngozi Adichie schreibt über den Verlust ihres Vaters

Foto: Bücheratlas Trauer, das sind Tränen, die unaufhörlich fließen, die den Körper auslaugen und die Muskeln zittern lassen. Zu trauern bedeutet, „nie wieder“ zu sagen. Nie wieder die Stimme zu hören - in diesem Falle die des Vaters. Nie wieder dieses bestimmte kleine Lachen zu lachen, wenn er einen Witz macht. Nie wieder nach seinem … „Trauer ist das Glück, geliebt zu haben“ – Chimamanda Ngozi Adichie schreibt über den Verlust ihres Vaters weiterlesen

Tiger im Wilden Westen: C Pam Zhangs vielgelobter Debütroman „Wie viel von diesen Hügeln ist Gold“

Kneipenrelikte aus dem Wilden Westen, ausgestellt in Texas (USA). Foto: Bücheratlas Was ist das für ein scharfer Ritt! Die Schriftstellerin C Pam Zhang, 1990 in Peking geboren und in den USA aufgewachsen, überrascht mit einem Western, der kräftig gegen den Mythos gebürstet ist: „Wie viel von diesen Hügeln ist Gold“. Alles beginnt damit, dass die … Tiger im Wilden Westen: C Pam Zhangs vielgelobter Debütroman „Wie viel von diesen Hügeln ist Gold“ weiterlesen

Katzen, die zu Frauen sprechen: „Das Geschenk eines Regentags“ von Makoto Shinkai und Naruki Nagakawa

Foto: Bücheratlas Auf leisen Pfoten kommt dieser Roman daher. Doch sofort ist der Leser hellwach. Denn der Erzähler, der da zu Beginn „ich“ sagt, ist ein Kätzchen. Das liegt in einem Pappkarton am Straßenrand. Allein und verlassen. Leichter Regen fällt. Das Rattern der Hochbahn klingt wie Donnergrollen. Ja, das sieht nicht gut aus. Doch dann … Katzen, die zu Frauen sprechen: „Das Geschenk eines Regentags“ von Makoto Shinkai und Naruki Nagakawa weiterlesen

Arnold Stadler schildert seine Sehnsuchtsreise zum Kilimandscharo: „Am siebten Tag flog ich zurück“

Zuhause in Tansania Foto: Bücheratlas Den Kilimandscharo hatte Arnold Stadler in seiner Kindheit stets im Blick. Da hing der Gipfel über dem heimischen Esstisch. Ein Ölgemälde des Künstlers Fritz Lang, allerdings nicht identisch mit dem Film-Regisseur. Dieses Bild hat die Sehnsucht geweckt. Das ist lange her. Doch die Sehnsucht blieb. Da traf es sich dann … Arnold Stadler schildert seine Sehnsuchtsreise zum Kilimandscharo: „Am siebten Tag flog ich zurück“ weiterlesen

Liebeserklärung an die Literatur: „Die Bücherfrauen“ von Romalyn Tilghman spielt dort, wo in den USA der Horizont weit ist

„Keine Berge im Weg. Nichts zwischen dir und dem endlosen Horizont.“ - so steht es im Roman geschrieben. Foto: Bücheratlas Keine Berge im Weg. Nichts zwischen dir und dem endlosen Horizont.“ Das hat Angelina Sprint oft von ihrem Dad gehört. Und nun ist sie dort, im Westen von Kansas, wo der Himmel so hoch und … Liebeserklärung an die Literatur: „Die Bücherfrauen“ von Romalyn Tilghman spielt dort, wo in den USA der Horizont weit ist weiterlesen

Post von der Täterin: Anna Mette Hancock startet mit „Leichenblume“ eine neue Skandinavien-Krimireihe

Foto: Bücheratlas Der Boom der Skandinavien-Krimis scheint ungebrochen. Mit Anne Mette Hancocks Thriller „Leichenblume“ ist jetzt eine weitere Serie nordeuropäischer Mordgeschichten an den Start gegangen. Schauplatz: die beschauliche dänische Hauptstadt Kopenhagen. Es ist der erste Fall für die junge Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan und den Kommissar Erik Schäfer. Heloise Kaldan, mit der es privat wie beruflich … Post von der Täterin: Anna Mette Hancock startet mit „Leichenblume“ eine neue Skandinavien-Krimireihe weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (21): Julia Giordano über den berührenden Roman „Die Optimisten“, Huxleys neu übersetzte „Schöne neue Welt“ und das Kinderbuch „Geh weg, du Problem!“

Im Advent 2020 kommen auf dem Bücheratlas Gäste zu Wort! Persönlichkeiten, die der Buchwelt eng verbunden sind, präsentieren jeweils einen Titel, der ihnen besonders am Herzen liegt. Tag für Tag exklusiv auf diesem Blog - bis kurz vorm Tannenbaum. Julia Giordano ist Teamleiterin Presse bei den S. Fischer Verlagen in Frankfurt am Main. Foto: Kristina … Empfehlung vor dem Fest (21): Julia Giordano über den berührenden Roman „Die Optimisten“, Huxleys neu übersetzte „Schöne neue Welt“ und das Kinderbuch „Geh weg, du Problem!“ weiterlesen

Trauer um den Vater, Zorn über Ärzte, Priester, Bürokraten: „Sterben im Sommer“ von Zsuzsa Bánk

Foto: Bücheratlas „Jedem geschieht es, jeder stirbt, und jeder verliert eines Tages seine Eltern.“ schreibt Zsuzsa Bánk. Und sie fragt sich drei Zeilen weiter: „Warum mache ich es zu etwas Herausragendem?“ Die Antwort kennt sie selbstverständlich: „Es zählt nicht, wenn andere das vor uns erlebt haben und wir daran teilhatten. Es zählt, dass wir es … Trauer um den Vater, Zorn über Ärzte, Priester, Bürokraten: „Sterben im Sommer“ von Zsuzsa Bánk weiterlesen