Es begann in einer Sommernacht:  Willi Achtens Roman „Rückkehr“ über einen Umweltprotest, der aus dem Ruder läuft

Es begann zwar in einer Sommernacht, wovon Willi Achten erzählt, doch geht es um ein Skigebiet, das ausgebaut werden soll. Foto: Bücheratlas Schau ich zurück, und ich schaue ständig zurück, seit ich ins Dorf gekommen bin“, sagt Jakob Kilv, dann „begann in jener Sommernacht etwas, das unser Leben veränderte.“ Mit diesen Worten gibt der Ich-Erzähler … Es begann in einer Sommernacht:  Willi Achtens Roman „Rückkehr“ über einen Umweltprotest, der aus dem Ruder läuft weiterlesen

Heiligenlegende aus dem kommunistischen China: Dai Sijie erinnert mit dem Roman „Die lange Reise des Yong Sheng“ an seinen Großvater

Mao Tse-tung, Mitbegründer der Kommunistischen Partei Chinas und Anstifter der „Kulturrevolution“, überlebensgroß in Peking. Foto: Bücheratlas Die lange Reise des Yong Sheng“ von Dai Sijie ist ein merkwürdiger Roman. Der 1984 aus China nach Frankreich emigrierte Autor, der mit „Balzac und die kleine Schneiderin“ (2007) einen großen Erfolg erzielt hat, erzählt hier die fiktional geboosterte … Heiligenlegende aus dem kommunistischen China: Dai Sijie erinnert mit dem Roman „Die lange Reise des Yong Sheng“ an seinen Großvater weiterlesen

Blick in die Zukunft: Fünf Januar-Romane, die Leselust aufs neue Jahr machen

Wenn die Rollläden hochgehen, wird es noch viel bunter. Foto: Bücheratlas Da kommt etwas auf uns zu. Noch verharren die Neuerscheinungen des Jahres 2022 in ihren Startlöchern. Bleiben also unter Verschluss. Aber es ist ja bekannt, welche Bücher zur Veröffentlichung vorgesehen sind. Noch können oder dürfen wir nicht sagen, was wir von diesem oder jenem … Blick in die Zukunft: Fünf Januar-Romane, die Leselust aufs neue Jahr machen weiterlesen

Erst nach dem Tod lernt man sich wirklich kennen: Angelika Klüssendorfs lebenskluger Roman „Vierunddreißigster September“

Der Fall der Mauer spielt keine unerhebliche Rolle für die Menschen in dem Dorf, das Angelika Klüssendorf in ihrem Roman schildert. Foto: Bücheratlas Walter ist tot. In der Silvesternacht hat ihm seine Frau den Schädel eingeschlagen. „Sie hätte das Gewehr nehmen können, entschied sich aber für die Axt. Hilde ließ sie auf seinen Kopf niedersausen, … Erst nach dem Tod lernt man sich wirklich kennen: Angelika Klüssendorfs lebenskluger Roman „Vierunddreißigster September“ weiterlesen

Gehen, sehen, stehenbleiben: Bilderspaziergang über die Frankfurter Buchmesse 2021

„Blaue Frau“ auf „Blauem Sofa“ Antje Rávik Strubel, die für ihren Roman „Blaue Frau“ aus dem S. Fischer Verlag den Deutschen Buchpreis 2021 erhalten hat, ist auf der Frankfurter Buchmesse selbstverständlich besonders gefragt. Hier ist sie zu Gast auf dem „Blauen Sofa“ von Bertelsmann, ZDF, Deutschlandfunk Kultur und 3sat. Was unschwer zu erspähen ist, gilt … Gehen, sehen, stehenbleiben: Bilderspaziergang über die Frankfurter Buchmesse 2021 weiterlesen

Erst die Heirat, dann die Liebeserklärung an die Insel: Stephan Thomes Roman „Pflaumenregen“ und seine „Gebrauchsanweisung für Taiwan“

Straßenszene in der Hauptstadt Taipeh Foto: Bücheratlas Stephan Thome kommt sofort zur Sache. In einem Vorwort zu seinem Roman „Pflaumenregen“ (Suhrkamp) hält er fest: „Heute ist Taiwan eine ebenso lebendige wie gefährdete Demokratie, denn das Regime in Peking betrachtet die Insel – die nie zur Volksrepublik gehört hat – als Teil seines Staatsgebiets und strebt … Erst die Heirat, dann die Liebeserklärung an die Insel: Stephan Thomes Roman „Pflaumenregen“ und seine „Gebrauchsanweisung für Taiwan“ weiterlesen

Abrechnung mit dem weißen Amerika: Brandon Taylors hochgelobter Debütroman „Real Life“

Es sind noch Hüte da: Angebot in einem Geschäft für Western-Kleidung in den USA. Foto: Bücheratlas Wallace, Doktorand der Biochemie „in einer Stadt im Mittleren Westen“, macht sich keine Illusionen. Er wird „immer ungenügend sein.“ Egal, wie sehr sie seine Freunde ihn mögen und wie rücksichtsvoll sie angeblich mit ihm umgehen. Denn Wallace ist schwarz. … Abrechnung mit dem weißen Amerika: Brandon Taylors hochgelobter Debütroman „Real Life“ weiterlesen

Auf der Suche nach den Lichtquellen im Leben: Andreas Altmann legt seine „Gebrauchsanweisung für Heimat“ vor

Heimat hat viele Gesichter und Erscheinungsformen Foto: Bücheratlas Seine „natürliche Heimat“ hat Andreas Altmann schon vor mehr als 50 Jahren verlassen. „Im Laufschritt, fluchend, unter Tränen der Freude, unter Tränen frisch bezogener Prügel“ ist er als 18-Jähriger fort aus Altötting, dem Ort seiner Geburt. Weg vom brutalen Vater, weg aus „dieser Brutstätte prügelnder Lehrer, Priester … Auf der Suche nach den Lichtquellen im Leben: Andreas Altmann legt seine „Gebrauchsanweisung für Heimat“ vor weiterlesen

Denken ohne Geländer: „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ in der Bundeskunsthalle in Bonn

„Tape That“ heißt das Triple-Porträt von Hannah Arendt, das Stephan Meissner, Stefan Busch und Nicolas Lawin für das Foyer der Bundeskunsthalle Bonn aus Anlass der aktuellen Arendt-Ausstellung aus Klebeband und Folie geschaffen haben. Am Kopf der Seite ein Blick in die Ausstellung - dort auf der rechten Seite ein Ausschnitt aus dem berühmten Interview mit … Denken ohne Geländer: „Hannah Arendt und das 20. Jahrhundert“ in der Bundeskunsthalle in Bonn weiterlesen

Deutscher Dichter unter Druck: Christian Schnalkes fabelhafter Historienroman „Die Fälscherin von Venedig“

Foto: Bücheratlas Schon wieder steckt Franz Wercker in der Bredouille. Vier Morde werden dem deutschen Schriftsteller angelastet, nur knapp konnte er seinen Kopf vor dem Henkersbeil retten. Der Deal, der das Wunder möglich machte: Wercker muss innerhalb weniger Monate in Venedig einer Bande von Kunstdieben das Handwerk legen, die einen lukrativen Handel mit geraubten Kunstschätzen … Deutscher Dichter unter Druck: Christian Schnalkes fabelhafter Historienroman „Die Fälscherin von Venedig“ weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (16): Agnieszka Lessmann über Atwoods Größe, Thills Zeitreise, Glasmachers Überraschungen und des Rabens Tommy Pfiffigkeit

Gastautorinnen und Gastautoren präsentieren im Dezember 2020 Bücher, die ihnen besonders am Herzen liegen. Mal sind es Neuerscheinungen, mal sind es Klassiker. Tag für Tag und exklusiv auf dem „Bücheratlas“ - bis kurz vorm Tannenbaum. Agnieszka Lessmann, 1964 in Lodz (Polen) geboren, wuchs in Polen, Israel und Deutschland auf. Sie hat zahlreiche Hörspiele geschrieben, die … Empfehlung vor dem Fest (16): Agnieszka Lessmann über Atwoods Größe, Thills Zeitreise, Glasmachers Überraschungen und des Rabens Tommy Pfiffigkeit weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (15): Kristof Magnusson über „Vogelpark“ von Tobias Schwartz, worin es ans Eingemachte geht

Gastautorinnen und Gastautoren präsentieren im Dezember 2020 Bücher, die ihnen besonders am Herzen liegen. Mal sind es Neuerscheinungen, mal sind es Klassiker. Tag für Tag und exklusiv auf dem „Bücheratlas“ - bis kurz vorm Tannenbaum. Kristof Magnusson, wurde 1976 in Hamburg als Sohn deutsch-isländischer Eltern geboren. Er studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig und der Universität … Empfehlung vor dem Fest (15): Kristof Magnusson über „Vogelpark“ von Tobias Schwartz, worin es ans Eingemachte geht weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (12/II): Mike Altwicker über „Verdächtige Geliebte“ von Keigo Higashino – „einen der fünf besten Kriminalromane aller Zeiten“

Jetzt kommen unsere Gäste zu Wort! Persönlichkeiten, die der Buchwelt eng verbunden sind, präsentieren jeweils einen Titel, der ihnen besonders am Herzen liegt. Mal sind es Neuerscheinungen und mal sind es Klassiker. Tag für Tag exklusiv auf dem „Bücheratlas“ - bis kurz vorm Tannenbaum. Und heute gibt es sogar gleich zwei Gastbeiträge. Mike Altwicker, 1974 … Empfehlung vor dem Fest (12/II): Mike Altwicker über „Verdächtige Geliebte“ von Keigo Higashino – „einen der fünf besten Kriminalromane aller Zeiten“ weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (11): Cay Rademacher über „Das Rätsel von Zimmer 622“ von Joel Dicker – ein Krimi wie aus der Goldenen Ära

Im Dezember 2020 präsentieren Gastautorinnen und Gastautoren Bücher, die ihnen besonders am Herzen liegen. Mal sind es Neuerscheinungen, mal sind es Klassiker. Tag für Tag und exklusiv auf dem „Bücheratlas“ - bis kurz vorm Tannenbaum. Cay Rademacher, 1965 in Flensburg geboren, lebt mit seiner Familie in der Provence. Dort spielen auch seine Kriminalromane um den … Empfehlung vor dem Fest (11): Cay Rademacher über „Das Rätsel von Zimmer 622“ von Joel Dicker – ein Krimi wie aus der Goldenen Ära weiterlesen

Eine Frau wie Rusty: „In der Hitze eines Sommers“ ist das fabelhafte Krimidebüt von Emma Flint

Foto: Bücheratlas Ruth Malone ist ein Hingucker. Rote Haare, Wespentaille. Ein Augenaufschlag, der keinen Mann kalt lässt. Und: Sie ist eine Frau, die mehr vom Leben erwartet als einen treuen Ehemann und ein Spießerleben in der Bronx. Ruth Malone, die ihre vielen Freunde „Rusty“ nennen, hat sich von ihrem Mann, einem Langweiler vor dem Herrn, getrennt. Sie … Eine Frau wie Rusty: „In der Hitze eines Sommers“ ist das fabelhafte Krimidebüt von Emma Flint weiterlesen

Tatort Australien: Emma Viskic schickt ihren gehörlosen Ermittler zu seinem zweiten Fall

Das zweite Buch, so heißt es, sei das schwierigste. Also schauen wir mal rein in Emma Viskics „Die Sprache der Opfer“, den zweiten Band ihrer „No-Words“-Reihe. Im Mittelpunkt des Geschehens: der gehörlose Privatermittler Caleb Zelic aus dem australischen Melbourne. Zelic, jung ertaubt nach einer Hirnhautentzündung, hat gelernt, mit seinem Handicap zu leben. In seinen Ohren … Tatort Australien: Emma Viskic schickt ihren gehörlosen Ermittler zu seinem zweiten Fall weiterlesen

Starke Initiative, tolle Texte: Autorinnen und Autoren schreiben in Einfacher Sprache

Das Leichte ist alles andere als leicht. Schon klar. Trotzdem haben sich 13 Autorinnen und Autoren in den vergangenen vier Jahren auf Einladung des Literaturhaus Frankfurt am Main darauf eingelassen, Geschichten in Einfacher Sprache zu schreiben. „Über 20 Millionen Menschen in Deutschland können nicht gut lesen.“ sagt Heike Hückstädt, der Leiter des Frankfurter Literaturhauses. Und: … Starke Initiative, tolle Texte: Autorinnen und Autoren schreiben in Einfacher Sprache weiterlesen

Vorteil für den gehörlosen Ermittler: „No Sound“ von Emma Viskic ist ein hervorragender Australien-Thriller

Ein nicht behinderter Mensch schreibt über einen behinderten Menschen. Kann ordentlich schiefgehen. Tut es im Fall von Emma Viskic aber nicht. 2016 bekam die australische Krimiautorin für ihren Debütroman „No Sound - Die Stille des Todes“ gleich mehrere Preise. Jetzt ist der Thriller um den gehörlosen Ermittler Caleb Zelic in deutscher Übersetzung erschienen. Und rechtfertigt … Vorteil für den gehörlosen Ermittler: „No Sound“ von Emma Viskic ist ein hervorragender Australien-Thriller weiterlesen

Super Friday der Live-Literatur – Autoren in Eisbärkostüm und mit Gummibärchen-Inspiration – „Wir gehen in die Geschichte ein“

Die Chancen, die Frühjahrs-Neuerscheinungen in Zeiten der Corona-Quarantäne publik zu machen, sind bescheiden. Dabei ist es für jede Neuerscheinung fatal, unter dem Radar zu fliegen. Statt des Ruhms bleibt da womöglich nur noch die Ramschtheke. Die Verlage reagieren landauf-landab. Fast allenthalben wird die anstehende Auslieferung zumindest teilweise in die wärmeren Monate verschoben. So teilte Suhrkamp … Super Friday der Live-Literatur – Autoren in Eisbärkostüm und mit Gummibärchen-Inspiration – „Wir gehen in die Geschichte ein“ weiterlesen

Jochen Schmidt weiß fast alles übers Laufen (und was Peter Handke davon hält)

Jetzt laufen sie wieder. Eben noch beim Berlin-Marathon, jetzt beim Köln-Marathon, bald beim New-York-City-Marathon. Es ist halt Herbst. Dass freilich das Laufen eine Ganzjahres-Beschäftigung ist, wissen Marathon-Läufer besser als alle andere. Einer von ihnen ist Jochen Schmidt, der mit gewitzten und leicht melancholischen Romanen beeindruckt, mit „Schneckenmühle“ oder ein „Auftrag für Otto Kwant“ (eine Besprechung … Jochen Schmidt weiß fast alles übers Laufen (und was Peter Handke davon hält) weiterlesen