Wellershoff-Stipendien 2019 an Bleier und Schneider

Ulrike Anna Bleier und Bastian Schneider erhalten die Dieter-Wellershoff-Stipendien für das Jahr 2019. Das gaben die Stadt Köln und das Literaturhaus Köln am Dienstag bekannt. Ulrike Anna Bleier, 1968 in Regensburg geboren, veröffentlichte 2016 ihren Debütroman „Schwimmerbecken“, auf den im vergangenen Jahr der Roman „Bushaltestelle“ folgte. Über ihr neues Romanprojekt „Spukhafte Fernwirkung“ sagt die Jury: … Wellershoff-Stipendien 2019 an Bleier und Schneider weiterlesen

Brechts „Galilei“ mit fabelhafter Wertsteigerung auf der Art Cologne

Wer gelegentlich den Eindruck hat, er müsste sich mal von ein paar Büchern trennen, um Platz für neue zu schaffen, sollte sich dies mehrmals überlegen. Aus Prinzip. Aus Sentimentalität. Aus Solidarität mit den langjährigen Begleitern. Auch weiß man nicht, wann man ausgerechnet dieses eine Buch dann doch noch einmal aufschlagen wird. Und für alle, denen … Brechts „Galilei“ mit fabelhafter Wertsteigerung auf der Art Cologne weiterlesen

Mustafa Khalifas Roman „Das Schneckenhaus“ erzählt vom Überleben in der Folterhölle

Ein Tagebuch aus der Hölle –  das ist „Das Schneckenhaus“ von Mustafa Khalifa. Dass es sich hierbei um einen Roman handelt, muss mit Nachdruck betont werden. Denn der Leser ist geneigt, hier einen autobiographischen Text zu vermuten. Was schlicht daran liegt, dass der Autor den Folterterror in einem syrischen Gefängnis der 80er Jahre mit solch … Mustafa Khalifas Roman „Das Schneckenhaus“ erzählt vom Überleben in der Folterhölle weiterlesen

Karen Duve und Feridun Zaimoglu über starke Frauen und bange Männer

  Sie war anders als die anderen Frauen: Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848), die Autorin der Novelle „Die Judenbuche“, von der Karen Duve  sich und uns in ihrem Roman „Fräulein Nettes kurzer Sommer“ ein Bild macht. Aber auch diese Frauen waren anders als die anderen: Zippora, „die schwarzhäutige Frau des Moses“, dann Antigone, Judith, Brunhild, die … Karen Duve und Feridun Zaimoglu über starke Frauen und bange Männer weiterlesen

Judith Schalansky über Monster, Verluste und ihren Sprung aus dem Fenster

Einen „Naturführer der Monster“ hatte Judith Schalansky ursprünglich im Sinn gehabt. Bei der Recherche wurde ihr klar, so sagte sie es beim Auftritt auf der lit.Cologne in Köln, dass die Monster erfunden worden seien, um die Leere zu füllen: „Denn nichts ist schlimmer als das Nichts.“ Solche Lücken gebe es zudem, wenn ein Mensch sterbe. … Judith Schalansky über Monster, Verluste und ihren Sprung aus dem Fenster weiterlesen

Jürgen Becker über die Frankfurter Buchmesse als große Literatur-Party

Jürgen Becker, 1932 in Köln geboren, erhielt er im Jahre 2014 den Georg-Büchner-Preis. Er kennt die Frankfurter Buchmesse seit fast 60 Jahren, als Journalist und vor allem als Schriftsteller. Hier schildert er seine Erfahrungen. Das erste Mal war ich 1959 oder 1960 auf der Buchmesse – damals noch nicht als Autor, sondern als Mitarbeiter des … Jürgen Becker über die Frankfurter Buchmesse als große Literatur-Party weiterlesen

Dreimal Köln literarisch: Fontane, Trojanow und Ehrenfeld

Norbert Mecklenburg, Kölner Germanistik-Professor, legt die Neubearbeitung seiner Studie zu Theodor Fontane  (J. B. Metzler, 39,99 Euro) vor. Dabei stellt er dessen „Unterhaltungswert“ und „die Modernität seines Realismus“ heraus. Aber auch von   Ressentiments gegenüber Juden ist die Rede - und wie deutlich (oder nicht) sie in Fontanes Schriften als solche dargestellt werden. Nicht zuletzt … Dreimal Köln literarisch: Fontane, Trojanow und Ehrenfeld weiterlesen

Alex Capus

  Wo gibt es denn noch so etwas! Einen Roman, der gut ausgeht. Jedenfalls für die beiden Hauptfiguren, den Viehhirten Jakob und die Bauerntochter Marie-Françoise gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Das darf verraten werden, denn wie es dazu kommt, lohnt  allemal die Lektüre.  Dabei fängt die Geschichte in unserer Gegenwart an, bei einem Schneetreiben auf … Alex Capus weiterlesen

Özlem Özgül Dündars Roman „Und ich brenne“ über den Brandanschlag von Solingen

  Die Schreckensnacht von Solingen hat sich in Özlem Özgül Dündars Erinnerung fest eingeschrieben. Sie selbst stand 1993 vor dem abgebrannten Haus, als sie zehn Jahre alt war, und hörte, wie die Erwachsenen über den rechtsextremistischen Brandanschlag sprachen, bei dem fünf Menschen türkischer Herkunft ums Leben gekommen  waren. Von dieser Mordtat handelt auch ihr Roman-Projekt … Özlem Özgül Dündars Roman „Und ich brenne“ über den Brandanschlag von Solingen weiterlesen