Alberto Manguel ist der Hüter des Büchergrals

  Alberto Manguel (70) ist der Mann der Bücher. Das hat der Kanadier aus Argentinien, der unter anderem in Israel aufgewachsen ist, in vielen Texten nachgewiesen – zumal in seinem in 36 Sprachen übersetzen Weltbestseller „Eine Geschichte des Lesens“ und jetzt aufs Neue in „Die verborgene Bibliothek“. Was der Leser bei der Lektüre erfährt, nämlich … Alberto Manguel ist der Hüter des Büchergrals weiterlesen

Hausbesuch bei Nina George in der Bretagne

  "Da drüben liegt mein Sehnsuchtsort.“ Nina George weist über das Meer: ein paar Häuser aus grauem Stein. Ein  winziger Hafen. Eine Katze, die sich in der Sonne räkelt. Langsam gleiten wir mit dem Boot  am Ufer entlang.  Kerdruc  heißt der  Weiler  an der Mündung der   Avène, in den sich Nina George vor  zwölf  … Hausbesuch bei Nina George in der Bretagne weiterlesen

Wallrafs Bibliothek in der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek ist zur Hälfte in schlechtem Zustand

      Ferdinand Franz Wallraf (1748-1824), Köln einziger "Erzbürger" und wegweisender Sammler und Mäzen, hat der Stadt  in seinem Testament aus dem Jahre 1818 unter anderem  seine umfangreiche Bibliothek mit Werken vom 15. bis zum 19 Jahrhundert überlassen. Es handelt sich um über 14.000 Exemplare aus allen damals geläufigen Wissenschaftsbereichen - und um jede … Wallrafs Bibliothek in der Kölner Universitäts- und Stadtbibliothek ist zur Hälfte in schlechtem Zustand weiterlesen

Haruki Murakami präsentiert seinen Commendatore im Doppelpack

  "Ich war davon überzeugt", sagt der Erzähler im Roman "Die Ermordung des Commendatore", "dass wir über einen besonderen Kanal in der Lage sind, die Realität außer Kraft zu setzen." Tatsächlich gibt es einen solchen Kanal auch in der literarischen Welt. Dort sorgt Haruki Murakami ein ums andere Mal dafür, dass das Rätselhafte und Unerklärliche … Haruki Murakami präsentiert seinen Commendatore im Doppelpack weiterlesen

Val McDermid legt ihren 30. Kriminalroman vor

Zu sagen, dass Val McDermid in diesen zwei Tagen einiges getrunken hat, wäre nicht korrekt. Sie hat viel getrunken. Das ist 19 Jahre her, und in Deutschland war gerade ihr Krimi "Ein Ort für die Ewigkeit" erschienen. Zwei Tage fuhr sie im Winter des Jahres 1999 mit einer Gruppe deutscher Journalisten durch die englischen Midlands, … Val McDermid legt ihren 30. Kriminalroman vor weiterlesen

Japanischer Bildersturm im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln

    Seit über hundert Jahren ist das Museum für Ostasiatische Kunst am Aachener Weiher in Köln im Besitz einer umfangreichen Sammlung von Farbholzschnitten aus dem Japan des 18. und 19. Jahrhunderts. Sie wurden schon früh von den Museumsgründern Adolf und Frieda Fischer gesammelt, nämlich zu einer Zeit, als diese mal deftigen und mal feinen, … Japanischer Bildersturm im Museum für Ostasiatische Kunst in Köln weiterlesen

Götter, Geister und Getränke in der Bonner Bundeskunsthalle

    Die Erdgravuren in Perus Süden, über viele hundert Quadratkilometer verteilt, sind eine Attraktion, die der Besucher am einfachsten im Überflug erkennt. Gigantische Figuren und Linien sind das, die mutmaßlich als Pilgerpfade dienten. Ganz genau wissen das die Archäologen noch nicht, denn  schriftliche Quellen gibt es nicht. Aber in Bonn, wo in der Bundeskunsthalle … Götter, Geister und Getränke in der Bonner Bundeskunsthalle weiterlesen

Jan Weilers zweite Karriere als Krimiautor

  Bekannt wurde der Journalist und Schriftsteller Jan Weiler durch eher heitere Romane wie "Und ewig schläft das Pubertier" und "Maria, ihm schmeckt's nicht". Mit "Kühn hat zu tun" begann 2015 Weilers zweite Karriere als Krimiautor. Die Kritiker priesen den Roman als "psychologisches Kabinettstück", die geneigte Leserschaft verhalf ihm auf Anhieb zu einem respektablen Platz … Jan Weilers zweite Karriere als Krimiautor weiterlesen

Liao Yiwus Flucht

  Der Ruhm kam über Nacht. Und dann irgendwann auch die Rettung. Im Jahre 2009 wusste Liao Yiwu  zunächst nur wenig von dem, was sich außerhalb Chinas tat. Der Schriftsteller war für die kommunistische Diktatur ein notorischer Fall. Sein Gedicht „Massaker“, das er 1989 nach der Zerschlagung des Protestes  auf dem Platz des Himmlischen Friedens … Liao Yiwus Flucht weiterlesen

Literatur-Nobelpreis: Sex, Crime und Eitelkeit

    So ungefähr der einzige Vorwurf, von dem die Schwedische Akademie bislang verschont blieb, ist derjenige, sich auf unseriöse Art für einen Literatur-Nobelpreisträger entschieden zu haben. Zwar gab es immer wieder mal Verwunderung darüber, wer denn da den Lorbeer erhielt. Zumal dann, wenn die oder der Auserwählte nicht den eigenen Erwartungen entsprach. Notorisch ist … Literatur-Nobelpreis: Sex, Crime und Eitelkeit weiterlesen