Der Nobelpreis-Kandidat ruft zum Putsch auf und begeht danach Harakiri: Yukio Mishima starb vor 50 Jahren in Tokio

Der Goldene Pavillon in Kyoto Foto: Bücheratlas Der Schriftsteller Yukio Mishima fährt am 25. November 1970 mit vier Gefolgsleuten seiner nationalistischen Tatenokai-Miliz am Hauptquartier der japanischen Streitkräfte in Tokio vor. Das Quintett ist beim Kommandanten angemeldet. Nach ein paar Höflichkeitsfloskeln, in deren Verlauf Mishima auch sein kostbares Schwert präsentiert, wird der Offizier plötzlich überrumpelt und … Der Nobelpreis-Kandidat ruft zum Putsch auf und begeht danach Harakiri: Yukio Mishima starb vor 50 Jahren in Tokio weiterlesen

Ein cooler Typ will sterben, aber nichts klappt: Yukio Mishimas schräger Roman „Leben zu verkaufen“ erstmals auf Deutsch

Unmittelbar bevor Hanio eine Überdosis Tabletten schluckt, geht er noch in eine Pachinko-Spielhalle – und gewinnt: „Irgendwie fühlte er sich verschaukelt.“ Foto: Bücheratlas Als Hanio im Krankenhaus aufwacht und die Stimme der Krankenschwester vernimmt, weiß er, wie es um ihn bestellt ist: Sein Selbstmordversuch hat nicht zum Ziel geführt. Einen triftigen Grund, aus dem Leben … Ein cooler Typ will sterben, aber nichts klappt: Yukio Mishimas schräger Roman „Leben zu verkaufen“ erstmals auf Deutsch weiterlesen

Murakami-Klassiker in famoser Übersetzung: „Die Chroniken des Aufziehvogels“ wirken wie neu

Hier kommt eine Zumutung! Ein sehr dickes Text-Paket. Aber wie ein Kollege zu sagen pflegte: „Das muss doch mal möglich sein!“ Erst einmal gibt es hier eine Rezension zu Ursula Gräfes frischer Neuübersetzung der „Chroniken des Aufziehvogels“, in der kaum ein Stein auf dem anderen bleibt. Dann folgt ein Vokabel-Vergleich: „Aktenmappe“ statt „Klemmbrett“. Schließlich aus … Murakami-Klassiker in famoser Übersetzung: „Die Chroniken des Aufziehvogels“ wirken wie neu weiterlesen

Sayaka Muratas nächste Attraktion: „Das Seidenraupenzimmer“ handelt von Missbrauch, Selbstbestimmung und Außerirdischen

Da sage niemand, mit so einem Leseerlebnis sei nicht zu rechnen gewesen. Sayaka Murata, der neue Stern am japanischen Literaturhimmel, hat uns schon in ihrem Roman „Die Ladenhüterin“ faszinierend deutlich gemacht, dass sie eine Geschichte in ein atemberaubendes Extrem zu zwirbeln vermag. In „Das Seidenraupenzimmer“, abermals von Ursula Gräfe ins Deutsche übersetzt,  zieht sie die … Sayaka Muratas nächste Attraktion: „Das Seidenraupenzimmer“ handelt von Missbrauch, Selbstbestimmung und Außerirdischen weiterlesen

Das Glück der Ladenhüterin: Sayaka Murata kommt nicht zur Lesung, aber ihr Roman ist ja längst da

Auch so ein Kollateralschaden! Sayaka Murata sollte am 20. März 2020 im Japanischen Kulturinstitut in Köln aus ihrem Roman "Die Ladenhüterin" lesen. Genau dort hatte im November 2019 der Japanologe Christian Chappelow von der Goethe-Universität in Frankfurt am Main festgestellt, dass die Autorin aktuell noch populärer in der Literaturwelt sei als Haruki Murakami (einen Artikel … Das Glück der Ladenhüterin: Sayaka Murata kommt nicht zur Lesung, aber ihr Roman ist ja längst da weiterlesen

Haruki Murakami ist ein Revolutionär, sagt seine Übersetzerin Ursula Gräfe

Haruki Murakami zieht immer. Auch beim Tag der Japanischen Sprache, den das Japanische Kulturinstitut in Köln anlässlich seines 50-jährigen Bestehens ausrichtete. Umso verlockender war der Termin, da die großartige Übersetzerin Ursula Gräfe über den Autor sprach, dessen Prosa sie seit vielen Jahren ins Deutsche überträgt. Vor wenigen Wochen erst wurde die Frankfurterin für ihre Kunst … Haruki Murakami ist ein Revolutionär, sagt seine Übersetzerin Ursula Gräfe weiterlesen

Das war’s mit Heisei bungaku: Japanische Literatur von 1989 bis 2019

Japan blickt auf eine Ära zurück: Mit der Abdankung von Kaiser Akihito in diesem Jahr endete die Heisei-Zeit, die mit seinem Amtsantritt im Jahre 1989 begonnen hatte. Aus diesem Anlass warf jetzt der Japanologe Christian Chappelow von der Goethe-Universität in Frankfurt am Main einen Blick auf die Literatur der letzten 30 Jahre – auf die … Das war’s mit Heisei bungaku: Japanische Literatur von 1989 bis 2019 weiterlesen

Die preisgekrönte Übersetzerin Ursula Gräfe über Haruki Murakami, Reisbällchen und ihr erstes japanisches Schriftzeichen

Frau Gräfe, wie wurde Ihr Interesse für Japan und die japanische Literatur geweckt? Das kam daher, dass ich gerne eine außereuropäische Philologie studieren wollte. Schon als Kind mochte ich die Geschichten aus fernen Ländern. Für mich sollte die Weltliteratur nicht nur aus europäischen Werken bestehen. Ich habe dann eher zufällig Japanologie studiert. Es hat aber … Die preisgekrönte Übersetzerin Ursula Gräfe über Haruki Murakami, Reisbällchen und ihr erstes japanisches Schriftzeichen weiterlesen