Sieben Schwestern erschaffen Australien: Auf den „Songlines“ der Aborigines unterwegs im Humboldt-Forum und im Hirmer-Verlag

Das Gemälde „Kungkarangkalpa Walka Board“ von Malya Teamay zeigt mehrere Szenen aus dem Sieben-Schwestern-Mythos. Im Katalog wird das Bild so gedeutet: Beim Witapula-Felsloch, ziemlich mittig dargestellt als rote Kreise in einer weißen floralen Form, gehen die Schwestern schwimmen, werden aber von ihrem Verfolger erschreckt. Darauf tauchen sie unter und wieder auf in einem Wasserbohrloch, das … Sieben Schwestern erschaffen Australien: Auf den „Songlines“ der Aborigines unterwegs im Humboldt-Forum und im Hirmer-Verlag weiterlesen

Ein „bittersüßer Geschmack“: Nobelpreisträger Le Clézio erinnert sich an die Sommerferien in der Bretagne und den Hunger im Krieg

Bretonische Landschaft bei Perros-Guirec Foto: Bücheratlas Eine „Rückkehr zum Ursprung“ – das war für die Familie von J. M. G. Le Clézio die Urlaubsreise in die Bretagne. Denn den Weiler Le Cleuziou betrachtete der Vater des Erzählers „ohne jede Gewissheit“ als den ursprünglichen Heimatort. So ging es zwischen 1948 und 1954 in den Ferien in … Ein „bittersüßer Geschmack“: Nobelpreisträger Le Clézio erinnert sich an die Sommerferien in der Bretagne und den Hunger im Krieg weiterlesen

Hans Benders italienische Reisen: „Erlebnis der Wiederkehr“ ist ein Lesebuch der Sehnsucht nach Kunst und Lebensart

Ja, so sieht es aus in Bella Italia. Foto: Bücheratlas In Rom“, notiert Hans Bender auf einer seiner literarischen „Postkarten“, „sah ich Sonnenuntergänge wie in keiner anderen der großen Städte.“ Den „allerschönsten“ von ihnen an einem Novemberabend oben auf der Spanischen Treppe, über die Balustrade gelehnt und mit der Chiesa Santissima Trinità dei Monti im … Hans Benders italienische Reisen: „Erlebnis der Wiederkehr“ ist ein Lesebuch der Sehnsucht nach Kunst und Lebensart weiterlesen

Eine Mahnung vom Schloss in Franken zum Kreml in Moskau: „Virtute, non sanguine!“

Wandmalerei im Eingangsbereich von Schloss Hohenstein Foto: Bücheratlas Was Wladimir Wladimirowitsch Putin nicht weiß, aber was man früher schon wusste: „Virtute, non sanguine!“.  Das klingt nicht nur lateinisch, sondern ist es auch und bedeutet auf Deutsch, dass „durch Tugend, nicht durch Blut“ das Ziel zu erreichen, der Erfolg zu finden, das Leben zu meistern sei. … Eine Mahnung vom Schloss in Franken zum Kreml in Moskau: „Virtute, non sanguine!“ weiterlesen

Auf den Spuren von Gustave Flaubert (2): Am Strand von Trouville-sur-mer findet der 15-Jährige seine unmögliche Liebe – und das auf den ersten Blick

Gustave Flaubert wurde vor 200 Jahren, am 12. Dezember 1821, in Rouen geboren. Einigen seiner Spuren sind wir in der Normandie nachgegangen. Nicht vergessen wollen wir, dass er sich immer wieder einmal in Paris aufgehalten hat – in der Rue Dauphin, am Boulevard du Temple, im Faubourg Saint-Honoré. Doch sein Zentrum blieb der küstennahe Westen. … Auf den Spuren von Gustave Flaubert (2): Am Strand von Trouville-sur-mer findet der 15-Jährige seine unmögliche Liebe – und das auf den ersten Blick weiterlesen

Auf den Spuren von Gustave Flaubert, der vor 200 Jahren geboren wurde (1): Kindheit in Rouen mit Blick auf den Obduktionssaal des benachbarten Krankenhauses

Gustave Flaubert wurde vor 200 Jahren, am 12. Dezember 1821, in Rouen geboren. Allenthalben wird der Autor der „Madame Bovary“ derzeit aus diesem Grund gewürdigt. Einigen seiner Spuren sind wir in der Normandie nachgegangen. Nicht vergessen wollen wir, dass er sich immer wieder einmal in Paris aufgehalten hat – in der Rue Dauphin, am Boulevard … Auf den Spuren von Gustave Flaubert, der vor 200 Jahren geboren wurde (1): Kindheit in Rouen mit Blick auf den Obduktionssaal des benachbarten Krankenhauses weiterlesen

Strandwanderung von Hiddensee über Ostende nach Lesbos: Bettina Baltschevs meeresfrische Kulturgeschichte „Am Rande der Glückseligkeit“

Foto: Bücheratlas Es ist immer eine gute Idee, an den Strand zu gehen. Klar, im Winter denkt man nicht sofort daran, am Meeressaum zu flanieren. Dabei hat auch das etwas. Ganz bestimmt. Es muss nicht immer Sommer sein. Dass der Strand ein Fall für jede Jahreszeit ist, für jede Witterung und jede Tageszeit, das macht … Strandwanderung von Hiddensee über Ostende nach Lesbos: Bettina Baltschevs meeresfrische Kulturgeschichte „Am Rande der Glückseligkeit“ weiterlesen

Einladung in die Cafés von Paris: Murielle Rousseau empfiehlt große Namen und persönliche Vorlieben

Ein Ort mit ziemlich viel Tradition: Das „Café de Flore“ am Boulevard Saint-Germain. Foto: Bücheratlas Kaffeepreise und ähnliche Banalitäten sucht man vergebens in Murielle Rousseaus wunderbarem Reiseführer „Die Cafés von Paris“. Ach was, Reiseführer! Für Bücher wie dieses gibt es eigentlich keine passende Bezeichnung. Nennen wir es eine Sammlung. Eine Sammlung der Lieblingscafés von Murielle … Einladung in die Cafés von Paris: Murielle Rousseau empfiehlt große Namen und persönliche Vorlieben weiterlesen

„Von Berlin nach Timbuktu“ mit Heinrich Barth: Christoph Marx erzählt das Leben des großen Afrikaforschers, der die Kunst des Reisens beherrschte

Auf seiner Mittelmeerreise (1845 - 1847) kam Heinrich Barth auch ins ägyptische Theben beziehunsgweise Luxor und ins benachbarte Tal der Könige. Für ihn war es der Höhepunkt dieser Reise. Er schreibt etwas gewunden, aber dennoch begeistert: „Zuweilen musste ich in einem ganz engen von Schutt und Moder verfallenen Gang über Leichname in die Gräber hinabkriechen, … „Von Berlin nach Timbuktu“ mit Heinrich Barth: Christoph Marx erzählt das Leben des großen Afrikaforschers, der die Kunst des Reisens beherrschte weiterlesen

Erst die Heirat, dann die Liebeserklärung an die Insel: Stephan Thomes Roman „Pflaumenregen“ und seine „Gebrauchsanweisung für Taiwan“

Straßenszene in der Hauptstadt Taipeh Foto: Bücheratlas Stephan Thome kommt sofort zur Sache. In einem Vorwort zu seinem Roman „Pflaumenregen“ (Suhrkamp) hält er fest: „Heute ist Taiwan eine ebenso lebendige wie gefährdete Demokratie, denn das Regime in Peking betrachtet die Insel – die nie zur Volksrepublik gehört hat – als Teil seines Staatsgebiets und strebt … Erst die Heirat, dann die Liebeserklärung an die Insel: Stephan Thomes Roman „Pflaumenregen“ und seine „Gebrauchsanweisung für Taiwan“ weiterlesen

Der Baum, der wie ein Zombie aussieht: Marc Engelhardt porträtiert in der Reihe Naturkunden den Baobab

Warum der Baobab in Deutschland auch Flaschenbaum genannt wird, erschließt sich recht schnell. Diese beiden Exemplare erfreuen im Outback hoch im Norden Australiens. Foto: Bücheratlas Nahrungsspender, Wasserspeicher, Sonnenschirm – der fassförmige Baobob ist ein Baum für alle Fälle, nicht wegzudenken aus den Landschaften Afrikas und Australiens. Selbst als Gefängnis taugt der Einzelgänger, wie ein westaustralisches … Der Baum, der wie ein Zombie aussieht: Marc Engelhardt porträtiert in der Reihe Naturkunden den Baobab weiterlesen

Plötzlich weltberühmt: Speyers „Judenhof“ freut sich mit Mainz und Worms über die neue Aufmerksamkeit als Weltkulturerbe

Die Mikwe, das jüdische Ritualbad, ist eine der Attraktionen des „Judenhofs“ in Speyer. Foto: Bücheratlas Die Flyer auf Deutsch sind alle vergriffen. Doch auf Englisch, Polnisch, Hebräisch, Französisch, Russisch, Spanisch, Italienisch und Ungarisch ist noch ausreichend Informationsmaterial über den „Judenhof“ in Speyer vorrätig. Das ist gut so. Denn das mittelalterliche Ensemble aus Synagoge, Frauenschul (ohne … Plötzlich weltberühmt: Speyers „Judenhof“ freut sich mit Mainz und Worms über die neue Aufmerksamkeit als Weltkulturerbe weiterlesen

Japan im Bild (3): Kengo Kuma, der Architekt des neuen Nationalstadions, hatte sein Erweckungserlebnis bei den Sommerspielen 1964

Das Schöne an den Olympischen Spielen ist, dass der Sport nicht alles beherrscht. So bietet das Großereignis einen guten Anlass, sich auf den Austragungsort einzulassen. Wer es noch nicht wissen sollte: In diesem Jahr lädt Japan - wie man so sagt – die Jugend der Welt ein. Der Taschen Verlag steigt mit vier Bildbänden ein, … Japan im Bild (3): Kengo Kuma, der Architekt des neuen Nationalstadions, hatte sein Erweckungserlebnis bei den Sommerspielen 1964 weiterlesen

Japan im Bild (2): Frühe Fotografien laden ein zu einer handkolorierten Zeitreise durchs Land

Das Schöne an den Olympischen Spielen ist, dass das Großereignis alle vier (bis fünf) Jahre einen guten Anlass bietet, sich auf das Gastgeberland einzulassen. So steigt nun der Taschen Verlag aus Köln mit vier Japan-Bildbänden ein. Nachdem wir zunächst Hokusais Fuji-Ansichten vorgestellt haben, geht es nun um Fotografie um 1900. Den Pilger am heiligen Berg … Japan im Bild (2): Frühe Fotografien laden ein zu einer handkolorierten Zeitreise durchs Land weiterlesen

Japan im Bild (1): Das berühmteste Kunstwerk des Landes findet sich in Hokusais Serie der „36 Ansichten vom Berg Fuji“

Das Schöne an den Olympischen Spielen ist, dass der Sport nicht alles beherrscht. So bietet das Großereignis alle vier (bis fünf) Jahre einen guten Anlass, sich auf den Austragungsort einzulassen. Wer es noch nicht wissen sollte: In diesem Jahr lädt Japan - wie man so sagt – die Jugend der Welt ein. Der Taschen Verlag … Japan im Bild (1): Das berühmteste Kunstwerk des Landes findet sich in Hokusais Serie der „36 Ansichten vom Berg Fuji“ weiterlesen

Erfahrungen beim Warten auf die nächste Reise: Bildschirmschoner statt Boarding in pandemischer Zeit

Auf diesem Blog soll es um Bücher und Reisen gehen. Das mit den Büchern klappt ganz gut. Nur die Sache mit dem Reisen hakt. Hakt gewaltig. Da ist man damit beschäftigt, die Reisepläne der neuesten Corona-Lage anzupassen – und zuhause zu bleiben. Eine Juist-Woche, die an diesem Wochenende beginnen sollte, habe ich streichen müssen. Gewiss … Erfahrungen beim Warten auf die nächste Reise: Bildschirmschoner statt Boarding in pandemischer Zeit weiterlesen

Raus aus dem Nest! Francesca Buoninconti verfolgt „Die erstaunlichen Wanderungen der Tiere“

Pinguine gehören zu den Tieren, die ganz schön rumkommen im Leben. Unser Modell macht gerade Station auf der Isla Valdez im patagonischen Argentinien. Foto: Bücheratlas Im eigenen Nest hocken und auf bessere Zeiten hoffen? Von wegen! Raus in die Welt ist das Motto von Millionen Vögeln und anderem Getier, die zweimal im Jahr zur großen … Raus aus dem Nest! Francesca Buoninconti verfolgt „Die erstaunlichen Wanderungen der Tiere“ weiterlesen

Arnold Stadler schildert seine Sehnsuchtsreise zum Kilimandscharo: „Am siebten Tag flog ich zurück“

Zuhause in Tansania Foto: Bücheratlas Den Kilimandscharo hatte Arnold Stadler in seiner Kindheit stets im Blick. Da hing der Gipfel über dem heimischen Esstisch. Ein Ölgemälde des Künstlers Fritz Lang, allerdings nicht identisch mit dem Film-Regisseur. Dieses Bild hat die Sehnsucht geweckt. Das ist lange her. Doch die Sehnsucht blieb. Da traf es sich dann … Arnold Stadler schildert seine Sehnsuchtsreise zum Kilimandscharo: „Am siebten Tag flog ich zurück“ weiterlesen

Jessica J. Lee erkundet eine unruhige Insel: „Zwei Bäume machen einen Wald“ ist das poetische Porträt Taiwans

Natürliche Schönheit in Fülle bietet der Taroko-Nationalpark, der älteste in Taiwan. Foto: Bücheratlas „Taiwan ist ein Ort“, schreibt Jessica J. Lee, „der Zeit und genaues Hinschauen verlangt, den aber ein unterirdisches Beben jeden Moment auslöschen kann.“ Mit der Autorin stehen wir auf einem Grund, der sich stetig millimeterweise weiterbewegt, steigen über glitschige Felsen und bücken … Jessica J. Lee erkundet eine unruhige Insel: „Zwei Bäume machen einen Wald“ ist das poetische Porträt Taiwans weiterlesen

Frankreichs Seele im Feuer: Agnès Poirier über die Kathedrale Notre-Dame und die Katastrophe

Notre-Dame - eingerüstet nach dem verheerenden Brand . Foto: Bücheratlas In der Sicherheitszentrale von Notre-Dame in Paris wird der erste Feueralarm um 18.18 Uhr ausgelöst. Doch der Angestellte, der den Posten noch nicht lange innehat, glaubt an einen Fehlalarm. Um 18.42 Uhr ertönt die Sirene erneut. Nun läuft der Mann die 300 Stufen zum Hauptdachstuhl hinauf und öffnet … Frankreichs Seele im Feuer: Agnès Poirier über die Kathedrale Notre-Dame und die Katastrophe weiterlesen