„Die deutsche Gegenwartsliteratur sollte viel experimenteller sein“: So sieht es Karosh Taha („Im Bauch der Königin“) in der Reihe „Zwischenmiete“

Karosh Taha in ihrer Essener Wohnung Screenshot: Bücheratlas Das ist mal eine Ansage: „Die deutsche Gegenwartsliteratur sollte viel experimenteller sein.“ So sieht es Karosh Taha, deren zweiter Roman „Im Bauch der Königin“ im vergangenen ersten Corona-Jahr im DuMont Buchverlag erschienen ist. Nun war sie in der virtuellen Ausgabe der „Zwischenmiete“-Reihe zu Gast, die vom Center … „Die deutsche Gegenwartsliteratur sollte viel experimenteller sein“: So sieht es Karosh Taha („Im Bauch der Königin“) in der Reihe „Zwischenmiete“ weiterlesen

Die Farben der Felle: Durian Sukegawas Roman „Die Katzen von Shinjuku“ erzählt von Streunern und Strauchlern

Foto: Bücheratlas Das ist gar nicht gut gelaufen. Der junge Fernsehautor Yama sollte für den japanischen Sender TV Akasaka 50 Quizfragen entwickeln. Doch nur eine einzige seiner Fragen wird vom Produktionsteam für wert befunden, in der Rateshow berücksichtigt zu werden: „Auf welche Art Tier beziehen sich die Bezeichnungen Hachiware, Sabatora und Kijitora?“ Diese Abfuhr ist … Die Farben der Felle: Durian Sukegawas Roman „Die Katzen von Shinjuku“ erzählt von Streunern und Strauchlern weiterlesen

„Vielleicht sogar eine Autobiographie“: Haruki Murakamis Kurzgeschichtenband „Erste Person Singular“ mit Baseball, Bruckner, Bossa Nova

Die Irritationen des Alltags sind das Spezialgebiet von Haruki Murakami. Foto: Bücheratlas Sonderbare Geschichten gehören zum Welterfolg von Haruki Murakami. Dass sich das Sonderbare inmitten unseres ganz „normalen“ Alltags zuträgt, ist dabei der Clou. Kurze Erschütterungen des Fundaments, die lange nachwirken. Der neue Erzählungen-Band „Erste Person Singular“ macht dieses Murakami-Prinzip vielfach deutlich. An mysteriösen Begegnungen … „Vielleicht sogar eine Autobiographie“: Haruki Murakamis Kurzgeschichtenband „Erste Person Singular“ mit Baseball, Bruckner, Bossa Nova weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (18): Gudrun Fähndrich über den atemberaubenden Roman „Spiegel und Licht“ von Hilary Mantel

Gudrun Fähndrich leitet die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Verlags Kiepenheuer & Witsch in Köln. Foto: Melanie Grande / KiWi Eigentlich bin ich keine Leserin historischer Romane. Aber bei Hilary Mantel mache ich eine Ausnahme. Ihre preisgekrönte Romantrilogie hat nichts mit dem herkömmlichen Genre gemein. Bereits überaus erfolgreich, verrate ich hier also keinen Geheimtipp. Mir bleibt leider … Empfehlung vor dem Fest (18): Gudrun Fähndrich über den atemberaubenden Roman „Spiegel und Licht“ von Hilary Mantel weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (11): Cay Rademacher über „Das Rätsel von Zimmer 622“ von Joel Dicker – ein Krimi wie aus der Goldenen Ära

Im Dezember 2020 präsentieren Gastautorinnen und Gastautoren Bücher, die ihnen besonders am Herzen liegen. Mal sind es Neuerscheinungen, mal sind es Klassiker. Tag für Tag und exklusiv auf dem „Bücheratlas“ - bis kurz vorm Tannenbaum. Cay Rademacher, 1965 in Flensburg geboren, lebt mit seiner Familie in der Provence. Dort spielen auch seine Kriminalromane um den … Empfehlung vor dem Fest (11): Cay Rademacher über „Das Rätsel von Zimmer 622“ von Joel Dicker – ein Krimi wie aus der Goldenen Ära weiterlesen

Empfehlung vor dem Fest (9): Marie Claire Lukas über inspirierende Gespenster und verlockende Wes-Anderson-Orte

Im Dezember 2020 präsentieren Gastautorinnen und Gastautoren Bücher, die ihnen besonders am Herzen liegen. Mal sind es Neuerscheinungen, mal sind es Klassiker. Tag für Tag und exklusiv auf dem „Bücheratlas“ - bis kurz vorm Tannenbaum. Marie Claire Lukas, die in Köln und Cork studiert hat, leitet seit 2016 die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des DuMont Buchverlags. … Empfehlung vor dem Fest (9): Marie Claire Lukas über inspirierende Gespenster und verlockende Wes-Anderson-Orte weiterlesen

Michel Houellebecq macht Schluss: „Ein bisschen schlechter“ ist der dritte und finale Band seiner „Interventionen“

Foto: Bücheratlas Michel Houellebecq will nicht mehr. Mit dem Essayband „Ein bisschen schlechter“, der soeben im DuMont Buchverlag erschienen ist, sollen seine „Interventionen“ ein Ende haben. Auf dem Umschlag dieses dritten Bandes steht geschrieben: „Eine weitere Ausgabe wird es nicht geben.“ Allerdings hält sich Houellebecq ein Schlupfloch offen: „Ich verspreche nicht unbedingt, mit dem Denken … Michel Houellebecq macht Schluss: „Ein bisschen schlechter“ ist der dritte und finale Band seiner „Interventionen“ weiterlesen

Der Tatortreiniger des Königs: Hilary Mantel beschließt ihre triumphale Trilogie über Thomas Cromwell

„Der Schmerz ist durchdringend, ein wilder Stich, ein Reißen, ein Pulsieren. Er schmeckt seinen Tod, langsam, metallisch, noch nicht ganz da.“ Eine, vielleicht zwei Sekunden später ist Thomas Cromwell, Earl of Essex und Lordsiegelbewahrer Heinrichs VIII., tot. „Der Boden unter ihm hebt sich. Der Fluss reißt an ihm. Von einem Pulsschlag zum nächsten treibt er … Der Tatortreiniger des Königs: Hilary Mantel beschließt ihre triumphale Trilogie über Thomas Cromwell weiterlesen

Zwischen Himmel und Hölle: Heinrich Böll und die Bildende Kunst

Heinrich Bölls frühes Gedicht mit dem (durchgestrichenen) Titel "Bild im Wallraf-Richartz-Museum" ist leider verschollen. Gleichwohl steht außer Frage, dass dieses Museum wie so manches andere für den Schriftsteller von großer Bedeutung war. Zumal die Kölner Museen hat Böll (1917-1985) schon als Kind kennengelernt. Der Vater habe damals „alles“ erklärt, sagte er 1962 in einem Werkstattgespräch … Zwischen Himmel und Hölle: Heinrich Böll und die Bildende Kunst weiterlesen

Die preisgekrönte Übersetzerin Ursula Gräfe über Haruki Murakami, Reisbällchen und ihr erstes japanisches Schriftzeichen

Frau Gräfe, wie wurde Ihr Interesse für Japan und die japanische Literatur geweckt? Das kam daher, dass ich gerne eine außereuropäische Philologie studieren wollte. Schon als Kind mochte ich die Geschichten aus fernen Ländern. Für mich sollte die Weltliteratur nicht nur aus europäischen Werken bestehen. Ich habe dann eher zufällig Japanologie studiert. Es hat aber … Die preisgekrönte Übersetzerin Ursula Gräfe über Haruki Murakami, Reisbällchen und ihr erstes japanisches Schriftzeichen weiterlesen