Haruki Murakami zieht immer. Auch beim Tag der Japanischen Sprache, den das Japanische Kulturinstitut in Köln anlässlich seines 50-jährigen Bestehens ausrichtete. Umso verlockender war der Termin, da die großartige Übersetzerin Ursula Gräfe über den Autor sprach, dessen Prosa sie seit vielen Jahren ins Deutsche überträgt. Vor wenigen Wochen erst wurde die Frankfurterin für ihre Kunst … Haruki Murakami ist ein Revolutionär, sagt seine Übersetzerin Ursula Gräfe weiterlesen
Köln
Mit Thrillerautor Marc Raabe vom Pan-Brunnen bis zum Bahnwärterhäuschen
Der Verkehrslärm der Aachener Straße liegt hinter uns. Ruhig ist es in der kleinen Seitenstraße, in der Thriller-Autor Marc Raabe und seine Familie wohnen. Gepflegte Altbauhäuser, kleine Vorgärten, im Laub rascheln ein paar Vögel. Vor 17 Jahren hat es den gebürtigen Erftstädter nach Braunsfeld verschlagen. „Ich mag dieses Viertel sehr“, sagt der Mann, dessen Bücher … Mit Thrillerautor Marc Raabe vom Pan-Brunnen bis zum Bahnwärterhäuschen weiterlesen
Als der Krieg zu Ende war: Fotograf Alfred Tritschler sucht die Nähe der Heiligen
Als der Krieg zu Ende war, hat der Fotograf Alfred Tritschler einige Sammlungsstücke des Museum Schnütgen in Köln mit seiner Kamera in schwarz-weißen Aufnahmen eingefangen. Das heißt: Er hat sie ansatzweise eingefangen. Erkennbar ging es ihm nicht um die Dokumentation von gerettetem, aber noch in der Notaufnahme befindlichen Kulturgut. Die Heiligen hat er nicht in … Als der Krieg zu Ende war: Fotograf Alfred Tritschler sucht die Nähe der Heiligen weiterlesen
Rafik Schami erzählt seinen Kardinals-Roman von A bis W und dann noch ein Zipfelchen vom Z
„Was will ein Autor mehr?“ fragte Rafik Schami am Ende der Vorstellung seines neuen Romans „Die geheime Mission des Kardinals“ (Hanser) in Köln. Groß war die finale Zustimmung des Publikums und ausverkauft das Teerstegenhaus der Evangelischen Kirchengemeinde in Klettenberg. Seit bald zwei Jahrzehnten ist der Schriftsteller dort auf Einladung der Buchhandlung Olitzky regelmäßig zu Gast … Rafik Schami erzählt seinen Kardinals-Roman von A bis W und dann noch ein Zipfelchen vom Z weiterlesen
Eduard Prüssen, Grafiker und Bibliomane aus Köln, ist gestorben
Eduard Prüssen liebte die Literatur und liebte die Bücher. Davon zeugt seine lebenslange Tätigkeit als Grafiker. Seine Porträts von Schriftstellern, mit wenigen kräftigen Konturen in schwarz-weiße Form gebracht, sind zahlreich. Seine literarischen Editionen in der von ihm gegründeten Handpresse "Donkey-Press" sind bibliophile Schätze – handgebunden, gesetzt im Bleisatz aus Einzelbuchstaben, mit signierten Grafiken. Und seine … Eduard Prüssen, Grafiker und Bibliomane aus Köln, ist gestorben weiterlesen
Josef Snobls Kölner Taxinächte mit Trinkern, Philosophen und Sigmar Polke
Es ist eine lange Taxifahrt durch die Kölner Nacht, zu der uns Josef Snobl einlädt. Wer bei ihm einsteigt, sollte allerdings gewarnt sein: romantisch oder heimelig wird es unterwegs nicht werden. Es ist „ein Taxi Blues“, den der studierte Fotograf hier anstimmt – und er tut es auf eindrucksvolle Weise. So ungeschminkt, so offenherzig, so … Josef Snobls Kölner Taxinächte mit Trinkern, Philosophen und Sigmar Polke weiterlesen
Preisfreude am Tag der Bibliotheken für Berlin und Köln
Schon gehört? Heute ist der „Tag der Bibliotheken“. Wie an jedem 24. Oktober seit 1995. Damals hatte Bundespräsident Richard von Weizsäcker die Initiative ergriffen und diesen Tag ausgerufen. Es ist die Gelegenheit für die rund 10.000 Bibliotheken in Deutschland, darauf aufmerksam zu machen, dass sie da sind - und wie sie da sind. Bekanntlich ist … Preisfreude am Tag der Bibliotheken für Berlin und Köln weiterlesen
Stecker gezogen: Arno Strobels Thriller über fünf mörderische Tage ohne Handy
Fünf Tage ohne Handy. Fünf Tage keine E-Mails checken, keine WhatsApp-Nachrichten schicken. Fünf Tage nicht telefonieren. Geht das? Zehn Menschen wollen es ausprobieren. Und buchen ein Event namens „Digital-Detox“. In einem abgelegenen Berghotel in den Berchtesgadener Alpen sollen sie lernen, ohne moderne Kommunikationsmittel auszukommen. Sämtliche Handys werden vorab konfisziert, im Hotel gibt es weder ein … Stecker gezogen: Arno Strobels Thriller über fünf mörderische Tage ohne Handy weiterlesen
Katrine Engberg mixt einen kriminellen Drink für ihren Thriller „Blutmond“
Drei Jahre ist es her, dass die Tänzerin, Choreografin und Schauspielerin Katrine Engberg mit ihrem Debütroman „Krokodilwächter“ erst die dänische und anschließend die deutsche Krimiszene aufmischte. In diesem Jahr ist der zweite Band ihrer Kopenhagen-Serie in deutscher Übersetzung erschienen: „Blutmond“. Und - auch Nummer zwei ist ein Volltreffer. Katrine Engberg erzählt die Geschichte einer grausamen … Katrine Engberg mixt einen kriminellen Drink für ihren Thriller „Blutmond“ weiterlesen
Hans Bender, der große Förderer der deutschen Literatur, war ein Glückskind, meint Arnold Stadler
Es war einmal: Eine Frau tritt im vergangenen Jahrhundert in einem Café in Köln an den Tisch, an dem Heinrich Böll mit einem Kollegen sitzt. Vorsichtig fragt sie den Schriftsteller, ob er ihr ein Autogramm geben möge. „Natürlich“, sagt Böll, „aber dann müssen sie auch eins von Hans Bender nehmen, der hier neben mir sitzt. … Hans Bender, der große Förderer der deutschen Literatur, war ein Glückskind, meint Arnold Stadler weiterlesen
Helge Malchow erhält Ehrenpreis bei Verleihung des Kölner Kulturpreises
Man könnte sich Helge Malchow an so mancher Schaltstelle des intellektuellen Lebens vorstellen. Mit seiner Neugier, Kreativität und ausgeprägten Kommunikations-Kompetenz wäre er womöglich auch am Theater oder im Journalismus eine Größe geworden. Gleichwohl darf davon ausgegangen werden, dass er als Verleger von Kiepenheuer & Witsch den für ihn idealen Lebensjob ausgeübt hat. Viele Jahre stand … Helge Malchow erhält Ehrenpreis bei Verleihung des Kölner Kulturpreises weiterlesen
Husch Josten erhält Konrad-Adenauer-Literaturpreis – und erzählt Erstaunliches
„Konrad Adenauer hat bei uns in Köln gewohnt.“ teilt Husch Josten mit, als wäre dies keine mittelgroße Sensation. „Er hat bei uns am Tisch gesessen, mit uns gefrühstückt und zu Abend gegessen und manchmal, im Sommer, hat er uns im Garten gezeigt, wie man Boule spielt.“ Das eine oder andere ist mittlerweile schon bekannt über … Husch Josten erhält Konrad-Adenauer-Literaturpreis – und erzählt Erstaunliches weiterlesen
„Wir füllen eine Lücke“ – Bettina Fischer und Uwe Kalkowski über die erste Kölner Literaturnacht
Die 1. Kölner Literaturnacht findet am Samstag, 4. Mai 2019, zwischen 16 Uhr und Mitternacht statt.Geboten werden 137 Veranstaltungen an 42 Orten. Initiator ist der vor einem Jahr gegründete Verein Literaturszene Köln. Ein Interview mit Bettina Fischer und Uwe Kalkowski. Was war die Initialzündung für die 1. Kölner Literaturnacht? Bettina Fischer: Ausgangspunkt war, dass sich … „Wir füllen eine Lücke“ – Bettina Fischer und Uwe Kalkowski über die erste Kölner Literaturnacht weiterlesen
„Zeichen einer literarischen Auferstehung“ – Teil 2 der Kölner Autoren-Umfrage
Die 1. Kölner Literaturnacht findet am Samstag, 4. Mai 2019, zwischen 16 Uhr und Mitternacht statt. Initiator ist der vor einem Jahr gegründete Verein Literaturszene Köln. Geboten werden 137 Veranstaltungen an 42 Orten. Wie beurteilen Kölner Autorinnen und Autoren die Entwicklung der Literaturstadt Köln? Zweiter Teil der Umfrage. Den ersten gibt es hier. … „Zeichen einer literarischen Auferstehung“ – Teil 2 der Kölner Autoren-Umfrage weiterlesen
Der vergöttlichte Hofdichter im Museum für Ostasiatische Kunst
Auf der Buchspur lässt sich wunderbar wandeln. Da gelangt man auch ins Museum für Ostasiatische Kunst in Köln, das derzeit mit einer Ausstellung daran erinnert, dass es seit 40 Jahren am Aachener Weiher residiert. Das Museum selbst wurde schon 1909 gegründet, also vor 110 Jahren. Und der Neubau nach Plänen des Architekten Kunio Maekwa wurde … Der vergöttlichte Hofdichter im Museum für Ostasiatische Kunst weiterlesen
Judith Schalansky über Monster, Verluste und ihren Sprung aus dem Fenster
Einen „Naturführer der Monster“ hatte Judith Schalansky ursprünglich im Sinn gehabt. Bei der Recherche wurde ihr klar, so sagte sie es beim Auftritt auf der lit.Cologne in Köln, dass die Monster erfunden worden seien, um die Leere zu füllen: „Denn nichts ist schlimmer als das Nichts.“ Solche Lücken gebe es zudem, wenn ein Mensch sterbe. … Judith Schalansky über Monster, Verluste und ihren Sprung aus dem Fenster weiterlesen
Melanie Raabe möchte Köln mit niemandem teilen – und deshalb spielen ihre Krimis ganz woanders. Ein Spaziergang durchs Agnesviertel.
"Vielleicht sollten wir die Tour im Sommer machen", sagt Melanie Raabe. Wir haben im Eingang des "Metropolis" Schutz gesucht, ihrem Lieblingskino am Kölner Ebertplatz. Regen pladdert aus einem grauen Himmel. Die Wolken hängen tief. Gerade hat sich die Krimiautorin in einem nahen Drogeriemarkt noch schnell einen Regenschirm besorgt. "Was soll's?" Melanie Raabe zurrt den Gürtel … Melanie Raabe möchte Köln mit niemandem teilen – und deshalb spielen ihre Krimis ganz woanders. Ein Spaziergang durchs Agnesviertel. weiterlesen
„Er ist der Stolz Ägyptens“ – Luxor in sechs Etappen (4)
4. Zur Lage der Nation Über den Staatspräsidenten Sisi werden auch Witze gemacht. Aber Politik ist kein Thema, über das mit Fremden gerne geredet wird. Verständlich. Ägypten wird autokratisch regiert. Und es herrscht der Ausnahmezustand. Da ist ein offenes Wort auch schon mal lebensgefährlich. Menschenrechtsorganisationen weisen auf Folter und Willkür hin. Doch die internationale Staatengemeinschaft … „Er ist der Stolz Ägyptens“ – Luxor in sechs Etappen (4) weiterlesen
Kölner Literaturfestival Poetica im Rauschzustand
Die „Poetica“ ist in Köln angekommen. Anders lässt sich der Zustrom zu den Veranstaltungen des Festivals kaum erklären, das vom Internationalen Kolleg Morphomata an der Universität zu Köln und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt veranstaltet wird. Das ist gewiss bei dieser fünften Ausgabe, die am 26. Januar endet. Dieser folgten der Rumäne … Kölner Literaturfestival Poetica im Rauschzustand weiterlesen
Shibasaki Tomokas Blick auf Tokio vor den Spielen von 2020
Ein japanisches Kammerspiel erzählt Shibasaki Tomoka in ihrem Roman „Frühlingsgarten“, der auf Japanisch tendenziell so zu lesen ist: "Haru no Niwa". Auf den ersten Blick ereignet sich nur wenig in dieser Geschichte um Taro, die Manga-Zeichnerin Nishi und das hellblaue Haus in Tokio. Doch bald schon spürt der Leser, dass sich im Hintergrund die … Shibasaki Tomokas Blick auf Tokio vor den Spielen von 2020 weiterlesen