Preisfreude am Tag der Bibliotheken für Berlin und Köln

Schon gehört? Heute ist der „Tag der Bibliotheken“. Wie an jedem 24. Oktober seit 1995. Damals hatte Bundespräsident Richard von Weizsäcker die Initiative ergriffen und diesen Tag ausgerufen. Es ist die Gelegenheit für die rund 10.000 Bibliotheken in Deutschland, darauf aufmerksam zu machen, dass sie da sind – und wie sie da sind. Bekanntlich ist die Zeit der schlichten Bücherausleihe schon lange vorbei.

Das wird auf unübersehbare Weise deutlich in der Begründung, mit der der Deutsche Bibliotheksverband die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) zur diesjährigen „Bibliothek des Jahres“ gekürt hat. Die Jury würdigt, so heißt es, „dass diese Bibliothek auf beispielhaft strategische Weise mit ihren neu entwickelten partizipativen Angeboten und digitalen Services laufend auf die gesellschaftlichen und medialen Veränderungen reagiert und sich so als öffentlichen Ort mitten in der Stadtgesellschaft positioniert.“ Die ZLB unterstütze sowohl die individuelle Entwicklung des Einzelnen als auch die Weiterentwicklung des demokratischen Gemeinwesens. Gepriesen werden „Community-Projekte“, Streaming-Angebote und die Tatsache, dass die Bibliothek seit Herbst 2017 auch sonntags geöffnet sei.

Diese „Bibliothek des Jahres“-Auszeichnung hat Hannelore Vogt bereits zweimal in Empfang nehmen dürfen – 2003 als Leiterin der Stadtbücherei Würzburg und 2015 als Direktorin der Stadtbibliothek Köln. Nun darf sich Hannelore Vogt über eine weitere Ehrung freuen: Der Dachverband aller Bibliotheksverbände, Bibliothek & Information Deutschland (BID) verleiht ihr die Karl-Preusker-Medaille. Die Auszeichnung „gilt als die höchste persönliche Auszeichnung im deutschen Bibliothekswesen“, teilt der BID mit. Sie erinnert an Karl Benjamin Preusker (1786 – 1871), der 1828 die erste öffentliche Bibliothek in Deutschland gegründet hat – in Großenhain in Sachsen. Vogt wird dafür gewürdigt, dass sie „die Stadtbibliothek Köln zu einer der attraktivsten Kultur- und Bildungsreinrichtungen vergleichbarer Art in Europa gemacht hat“. Sie habe „risi­kofreudig und mit unkonventionellen Denkansätzen viele innovative Ent­wicklungen angestoßen“, von MINT und Makerspace ist die Rede, von Junior-Experten und Science Slam, Kalk und Virtual Reality und auch hier – wie bei der ZLB – von Partizipation und Digital Services.

Während die Zentral- und Landesbibliothek an diesem Donnerstag in Berlin geehrt wurde, findet die Kölner Feier am 31. Oktober um 16 Uhr in der Stadtbibliothek Köln statt.

Schönen Bibliotheks-Tag noch!

M. Oe.

2 Gedanken zu “Preisfreude am Tag der Bibliotheken für Berlin und Köln

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