Ein schönes Buch zum Geburtstag. Mit Anekdoten aus einem intensiven Dichterleben. Das war vermutlich die Überlegung gewesen, als sich Christoph Hein an den Band „Gegenlauschangriff“ machte. Der liegt nun vor. Aber die Freude darüber ist nicht völlig ungetrübt, jetzt, da der Schriftsteller am 8. April seinen 75. Geburtstag begeht. Es gibt einige kräftige Geschichten. Die … Christoph Heins „Anekdoten aus dem letzten deutsch-deutschen Kriege“ weiterlesen
Autor: Der Bücheratlas von Martin Oehlen und Petra Pluwatsch
Das Standardwerk zum Bauhaus, das vor 100 Jahren gegründet wurde
Gefeiert wird das Bauhaus-Jubiläum schon eine ganze Weile. Doch jetzt ist das historische Datum tatsächlich erreicht. Es war der Aufbruch in eine neue Zeit, den diese Kunstschule bei ihrer Gründung am 12. April 1919 in Weimar wagte. Das Bauhaus wollte Kunst und Kunsthandwerk, Schönheit und Einfachheit vereinen. Walter Gropius, der erste Direktor, hatte als Ziel ausgegeben, … Das Standardwerk zum Bauhaus, das vor 100 Jahren gegründet wurde weiterlesen
Feridun Zaimoglu über den Kampf der Frauen und das Unrecht der Männer
*** Feridun Zaimoglu trat mit seinem Roman "Die Geschichte der Frau" auf dem Kölner Literaturfestival lit.Cologne auf. Gemeinsam mit Karen Duve war er auf dem Literaturschiff zu erleben. Am darauffolgenden Tag trafen wir den Autor in seinem Hotel. Der Roman lässt in zehn sprachmächtigen Kapiteln Frauen aus Sage und Geschichte zu Wort kommen, die von … Feridun Zaimoglu über den Kampf der Frauen und das Unrecht der Männer weiterlesen
Jochen Schmidts groteske Exkursion mit Otto Kwant durchs wilde Urfustan
Nach Urfustan? Otto Kwant ist überrascht. Um das mindeste zu sagen. Auf die Idee, in die ehemalige Sowjetrepublik zu reisen, wäre er so schnell nicht gekommen. Überhaupt ist Otto Kwant, Sohn des bekannten Baumeisters Nepomuk Kwant, von defensivem Wesen. Eher Oblomow als Marco Polo. Auch leidet er unter Darmkrämpfen. Immerzu. Aber dann sitzt er bereits … Jochen Schmidts groteske Exkursion mit Otto Kwant durchs wilde Urfustan weiterlesen
Karen Duve und Feridun Zaimoglu über starke Frauen und bange Männer
Sie war anders als die anderen Frauen: Annette von Droste-Hülshoff (1797-1848), die Autorin der Novelle „Die Judenbuche“, von der Karen Duve sich und uns in ihrem Roman „Fräulein Nettes kurzer Sommer“ ein Bild macht. Aber auch diese Frauen waren anders als die anderen: Zippora, „die schwarzhäutige Frau des Moses“, dann Antigone, Judith, Brunhild, die … Karen Duve und Feridun Zaimoglu über starke Frauen und bange Männer weiterlesen
Judith Schalansky über Monster, Verluste und ihren Sprung aus dem Fenster
Einen „Naturführer der Monster“ hatte Judith Schalansky ursprünglich im Sinn gehabt. Bei der Recherche wurde ihr klar, so sagte sie es beim Auftritt auf der lit.Cologne in Köln, dass die Monster erfunden worden seien, um die Leere zu füllen: „Denn nichts ist schlimmer als das Nichts.“ Solche Lücken gebe es zudem, wenn ein Mensch sterbe. … Judith Schalansky über Monster, Verluste und ihren Sprung aus dem Fenster weiterlesen
Ursula Poznanski startet Thrillerserie mit der Polizei-Agentin Carolin
Junge Leser werden ihren Namen kennen. Ehe sie 2012 ins Erwachsenengeschäft einstieg, machte sich Ursula Poznanski als Kinder- und Jugendbuchautorin einen Namen. Inzwischen ist die Österreicherin, die 2011 dem Deutschen Jugendliteraturpreis erhielt, eine renommierte Krimiautorin. Auch der Auftakt zu ihrer neuen Thrillerserie liest sich vielversprechend. „Vanitas – Schwarz wie Erde“ ist spannend, gut erzählt und … Ursula Poznanski startet Thrillerserie mit der Polizei-Agentin Carolin weiterlesen
Der einzigartige Julian Barnes beim einzigen Auftritt mit „Die einzige Geschichte“
Das gibt's nur einmal: Diese Lesung, so sagte es Werner Köhler von der lit.Cologne zur Begrüßung im Börsensaal der Industrie- und Handelskammer in Köln, ist die einzige, die der britische Schriftsteller mit seinem neuen Roman in Deutschland absolviert. Die Literaturfreunde, die sich für diese Veranstaltung entschieden hatten, werden es nicht bedauert haben. Unterhaltsam und … Der einzigartige Julian Barnes beim einzigen Auftritt mit „Die einzige Geschichte“ weiterlesen
Bernhard Jaumann eröffnet eine Detektei für Kunstkriminalität
Eine dunkle Nacht im Mai. Ein Eisenbahnwaggon mit „entarteter Kunst“. Zwei Hitlerjungen, die auch im Jahr 1945 noch an den Endsieg glauben. Die Versuchsanordnung endet mit einem Toten. Und bildet gleichzeitig den Auftakt zu einem ungewöhnlichen und spannenden Krimi, der auf realen Gegebenheiten basiert. „Der Turm der blauen Pferde“ ist der erste Band einer … Bernhard Jaumann eröffnet eine Detektei für Kunstkriminalität weiterlesen
Eva Menasse über die spektakuläre Wirkung der Doderer-Lektüre auf Herz und Hirn
Immer noch ist Franz Carl Heimito Ritter von Doderer (1896-1966) einer der großen Unbekannten der modernen Literatur. Dabei hat er namhafte Fürsprecher, ja, Fans unter den zeitgenössischen Autoren. Sybille Lewitscharoff, Daniel Kehlmann und Martin Mosebach gehören dazu. Und selbstverständlich Eva Menasse. Schon vor drei Jahren hat die österreichische Schriftstellerin mit dem Wohnsitz in Berlin ihre … Eva Menasse über die spektakuläre Wirkung der Doderer-Lektüre auf Herz und Hirn weiterlesen
Miriam Toews erzählt von acht Frauen, die vor ihren Vergewaltigern in einer Mennoniten-Gemeinschaft fliehen – nach einer wahren Begebenheit
Miriam Toews kennt sich aus in der klaustrophobisch engen Welt, in der ihr jüngster Roman spielt. Schauplatz von „Die Aussprache“ ist ein mennonitisches Dorf irgendwo in der Einsamkeit Boliviens. Die kanadische Bestsellerautorin, die heute in Toronto lebt, wuchs selbst in einer mennonitischen Gemeinschaft auf. Ihr Elternhaus stand zwar nicht in Südamerika, sondern in Steinbach, einem … Miriam Toews erzählt von acht Frauen, die vor ihren Vergewaltigern in einer Mennoniten-Gemeinschaft fliehen – nach einer wahren Begebenheit weiterlesen
Melanie Raabe möchte Köln mit niemandem teilen – und deshalb spielen ihre Krimis ganz woanders. Ein Spaziergang durchs Agnesviertel.
"Vielleicht sollten wir die Tour im Sommer machen", sagt Melanie Raabe. Wir haben im Eingang des "Metropolis" Schutz gesucht, ihrem Lieblingskino am Kölner Ebertplatz. Regen pladdert aus einem grauen Himmel. Die Wolken hängen tief. Gerade hat sich die Krimiautorin in einem nahen Drogeriemarkt noch schnell einen Regenschirm besorgt. "Was soll's?" Melanie Raabe zurrt den Gürtel … Melanie Raabe möchte Köln mit niemandem teilen – und deshalb spielen ihre Krimis ganz woanders. Ein Spaziergang durchs Agnesviertel. weiterlesen
Gunther Geltinger über Afrika, Seitensprünge und seinen Roman „Benzin“ im Kölner Literaturhaus
Am Ende lobte Gunther Geltinger die „knisternde Dichte“, die am Großen Griechenmarkt geherrscht habe. Was vollkommen korrekt war. Die Aufmerksamkeit des Publikums im bis auf den letzten Platz besetzten Literaturhaus Köln war tatsächlich aufs Schönste gespannt. Das lag am Autor selbst, der seinen neuen Roman „Benzin“ klug und anschaulich erläuterte. Unterstützt wurde er dabei von … Gunther Geltinger über Afrika, Seitensprünge und seinen Roman „Benzin“ im Kölner Literaturhaus weiterlesen
Linus Geschkes Thriller „Tannenstein“ ist nichts für schwache Nerven
Wie viele Tote? 15, 16, vielleicht sogar 20. Keine Frage - Linus Geschkes Thriller „Tannenstein“ ist nichts für schwache Nerven. Die Ausgangslage: Alexander Born, ein korrupter Berliner Polizist, wird aus dem Knast entlassen. Sein Job ist weg, seine Geliebte wurde von einem Mann getötet, den man nur als den „Wanderer“ kennt. Nun wird Born den … Linus Geschkes Thriller „Tannenstein“ ist nichts für schwache Nerven weiterlesen
Das Römergrab in Köln-Weiden, eine Einzigartigkeit nördlich der Alpen, wird ab Juli regelmäßig geöffnet sein
Das gibt's nur einmal in Köln, in Deutschland, in der Welt nördlich der Alpen: Eine große unterirdische Grabkammer aus der Antike. Jahrzehntelang war das Bodendenkmal, das eine Liegenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen ist, zumeist verschlossen. Zuletzt wurde es immerhin einmal im Monat für Sonderführungen geöffnet. Dafür sorgten die ehrenamtlich tätigen Fachleute und Freunde eines Fördervereins, … Das Römergrab in Köln-Weiden, eine Einzigartigkeit nördlich der Alpen, wird ab Juli regelmäßig geöffnet sein weiterlesen
Gunther Geltingers packende Road-Novel „Benzin“ führt in den Süden Afrikas und durch eine Beziehungskrise
Vielleicht hätte Nyami Nyami helfen können. Der Flussgott mit dem Fischkopf und dem Schlangenkörper, der im Zambezi zuhause ist. Im Süden Afrikas erzählt man sich, dass die mythologische Gestalt einst für Schutz gesorgt habe, wenn die Not groß gewesen sei. Doch nach dem Bau eines Staudamms in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts habe … Gunther Geltingers packende Road-Novel „Benzin“ führt in den Süden Afrikas und durch eine Beziehungskrise weiterlesen
Julian Barnes erzählt von der ersten großen Liebe und was aus ihr wurde
Später? „Nun ja, was später kam, kam später.“ Erst einmal war da nichts als Glück. Jugendliches Glück. Und unbedingte, ewige, vollkommene, nicht zu beschreibende Liebe. So hatte noch nie, nie, nie zuvor ein Mann eine Frau geliebt. Vor „über 50 Jahren“ in einem Ort südlich von London. Und was später kam? Das wird der Leser … Julian Barnes erzählt von der ersten großen Liebe und was aus ihr wurde weiterlesen
Besuch bei Lien de Jong, die als Kind in Holland den Holocaust überlebt hat
Es gibt eine wichtige Adresse im Leben der Lien de Jong. Sie lautet „Bilderdijkstraat Nr. 10, 3314 RB Dordrecht, Niederlande“. Heute steht hier ein Gebilde aus Stahl. Dahinter liegt eine kleine Rasenfläche. Moderne Backsteinhäuser säumen die Straße. Lien de Jong hat andere Bilder im Kopf. Ein einstöckiges Haus, durch das vier Kinder toben. Eine Frau … Besuch bei Lien de Jong, die als Kind in Holland den Holocaust überlebt hat weiterlesen
Christoph Peters jagt mit der japanischen Mafia durch Berlin und Tokio
Dass Christoph Peters ein formidabler Japankenner ist, hat er bereits mit Romanen wie „Mitsukos Restaurant“ und „Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln“ bewiesen. Mit seinem Krimi „Das Jahr der Katze“ hat der Mann aus Kalkar noch einmal nachgelegt. Das Yakuza-Mitglied Fumio Onishi, bekannt aus „Der Arm des Kraken“ (2015), hat die Freundin seines getöteten „Arbeitskollegen“ Yukio übernommen. … Christoph Peters jagt mit der japanischen Mafia durch Berlin und Tokio weiterlesen
Maxim Leo erzählt die packende Geschichte seiner „verschwundenen Familie“
„Eine Familie ist eine merkwürdige Sache“, sagt Maxim Leo. „Man trifft Menschen, die einem ähnlich und doch sehr fremd sind.“ Bei der Hochzeit seines Bruders Moritz vor einigen Jahren sei ihm das so ergangen. „Alles Leos.“ Leos aus Großbritannien, aus Israel, aus Österreich und Frankreich. Leos, deren Urgroß- und Ururgroßeltern wie er selber aus Berlin … Maxim Leo erzählt die packende Geschichte seiner „verschwundenen Familie“ weiterlesen