Suhrkamp
Paul Celan 2020: Ein Klagebrief für Böll, Liebesgrüße an Ingeborg Bachmann
„Eigentlich tät ich nichts lieber als Briefe schreiben“, heißt es in einem Brief von Paul Celan aus dem Jahre 1968. Nur komme ihm halt „so manches Gegenbriefliche in die Quere“. Das steht außer Frage. Gleichwohl pflegt Celan seine Kontakte. Der Output ist enorm. Im Buchhandel liegen bald 20 Briefbände des Mannes vor, der 1920 als … Paul Celan 2020: Ein Klagebrief für Böll, Liebesgrüße an Ingeborg Bachmann weiterlesen
Best of Bücheratlas 2019 (2): Petra Pluwatschs Geschenktipps kurz vor Toresschluss
Listen sind prima. Aber auch brutal. Weil - man muss sich halt entscheiden. Daher gilt beim Betrachten der folgenden Empfehlungen: Da sind noch so viele Titel mehr auf dem Bücheratlas, die die Lektüre und das Verschenken lohnen. Am besten: einfach mal durchscrollen. An dieser Stelle nun die Liste von Petra Pluwatsch. Und die zehn Empfehlungen … Best of Bücheratlas 2019 (2): Petra Pluwatschs Geschenktipps kurz vor Toresschluss weiterlesen
Best of Bücheratlas 2019 (1): Martin Oehlens Geschenktipps kurz vor Toresschluss
Listen sind prima. Aber auch brutal. Weil - man muss sich halt entscheiden. Daher gilt beim Betrachten der folgenden Empfehlungen: Da sind noch so viele Titel mehr auf dem Bücheratlas, die die Lektüre und das Verschenken lohnen. Am besten: einfach mal durchscrollen. Petra Pluwatschs Liste gibt es HIER. An dieser Stelle erst einmal die von … Best of Bücheratlas 2019 (1): Martin Oehlens Geschenktipps kurz vor Toresschluss weiterlesen
Kroetz wütet, Bernhard schikaniert: Rudolf Rach über seine Theater-Zeit bei Suhrkamp
Rudolf Rach hatte sich die erste Begegnung ganz anders vorgestellt. Als der Leiter des Suhrkamp-Theaterverlags dem jungen Dramatiker Franz-Xaver Kroetz in München einen Vertragsentwurf vorlegte, polterte der Bayer los: „Ausbeuter seids, ranzige Ausbeuter.“ Der Furor war umso erstaunlicher, da Kroetz zu dem Zeitpunkt noch nichts veröffentlicht hatte und auch noch keines seiner Werke aufgeführt worden … Kroetz wütet, Bernhard schikaniert: Rudolf Rach über seine Theater-Zeit bei Suhrkamp weiterlesen
Haruki Murakami ist ein Revolutionär, sagt seine Übersetzerin Ursula Gräfe
Haruki Murakami zieht immer. Auch beim Tag der Japanischen Sprache, den das Japanische Kulturinstitut in Köln anlässlich seines 50-jährigen Bestehens ausrichtete. Umso verlockender war der Termin, da die großartige Übersetzerin Ursula Gräfe über den Autor sprach, dessen Prosa sie seit vielen Jahren ins Deutsche überträgt. Vor wenigen Wochen erst wurde die Frankfurterin für ihre Kunst … Haruki Murakami ist ein Revolutionär, sagt seine Übersetzerin Ursula Gräfe weiterlesen
Sarah Kirsch und Christa Wolf schreiben sich drei Jahrzehnte lang Briefe – und dann kommt der Mauerfall
„Es ist schwer auszuhalten“, schreibt Sarah Kirsch am 14. Juni 1990 in einem Brief an Gerhard Wolf. Schwer auszuhalten sei, was seine Ehefrau Christa Wolf in den Medien sage: „Dieser Kinderglaube, dass in der BRD die Barbaren sitzen – und ich habe mich dem Markt angepasst und schreibe nun harte Pornos.“ Als ob „die Grenzen … Sarah Kirsch und Christa Wolf schreiben sich drei Jahrzehnte lang Briefe – und dann kommt der Mauerfall weiterlesen
Frankfurter Buchmesse 2019: All die großen Namen
Als Flaneur auf der Frankfurter Buchmesse fühlt man sich nicht selten wie eine Billardkugel, die hin- und herflippert und immerzu einen neuen Anstoß erhält. Da sind die vielen unbekannten Titel und die vielen verlockenden Namen von Autorinnen und Autoren, deren Werke man sogleich (wieder) zur Hand nehmen möchte. Da gucke man sich nur einige Nobelpreisträger … Frankfurter Buchmesse 2019: All die großen Namen weiterlesen
Nora Bossong erzählt in „Schutzzone“ eindrucksvoll vom Scheitern in Politik und Liebe
Nichts ist im Lot - nicht unter den Diplomaten und nicht unter den Liebenden. Nora Bossong widmet sich in ihrem Roman "Schutzzone" dem Politischen und dem Privaten, und man weiß nicht, auf welchem Feld es spannender zuginge. Der Autorin gelingt es vorzüglich, beides miteinander zu verbinden. Zum einen: Miras Frustration über das immer wieder aufs … Nora Bossong erzählt in „Schutzzone“ eindrucksvoll vom Scheitern in Politik und Liebe weiterlesen
Jochen Schimmangs melan-komische Suche nach Adorno & Co.
„Die Abwesenden sind ein Kaliber für sich“, sagt Valerie Voss. „Auf mich üben sie eine besondere Anziehungskraft aus, eben weil sie nicht da sind und ich sie unter Umständen auch nie kennenlernen werde.“ Die „Abwesenheitspflegerin“ Valerie Voss ist eine der Figuren, die Jochen Schimmang in seinen neuen Erzählungen „Adorno wohnt hier nicht mehr“ auftreten lässt. … Jochen Schimmangs melan-komische Suche nach Adorno & Co. weiterlesen
Gottfried Keller, vor 200 Jahren geboren, machte mit neuem Finale aus einem Ladenhüter einen Klassiker
Der Trauerzug ist gigantisch. Es scheint, als wolle ganz Zürich dabei sein, wenn der Staatsschreiber, Dichter und Schriftsteller Gottfried Keller im Juli 1890 seine letzte Reise antritt. Mag sein, dass bei den zahlreichen Trauergästen neben Bewunderung für den Verfasser des „Grünen Heinrich“ auch ein gehöriges Quantum Neugierde im Spiel ist: Der bekennende Atheist will verbrannt … Gottfried Keller, vor 200 Jahren geboren, machte mit neuem Finale aus einem Ladenhüter einen Klassiker weiterlesen
Friedrich Ani schickt gleich vier Ermittler in die Schattenwelt von München
Das Projekt ist ehrgeizig, das Ergebnis – um kurz vorzugreifen – höchst gelungen: In seinem jüngsten Buch „All die unbewohnten Zimmer“ lässt Friedrich Ani, Deutschlands wohl wortmächtigster und bekanntester Krimiautor, gleich drei seiner Serienhelden gemeinsam antreten. Der Ex-Mönch Polonius Fischer, Hauptfigur in drei von Anis mehr als 30 Kriminalromanen, ermittelt Seite an Seite mit Vermisstenfahnder … Friedrich Ani schickt gleich vier Ermittler in die Schattenwelt von München weiterlesen
Johannes Groschupfs Thriller aus dem Deutschland der Reichsbürger
Walter Noack macht einen Job, den keiner haben will. Er ist Content-Moderator bei einer Berliner Tageszeitung. Ein Ausputzer, der tagtäglich tausende von Hassmails löscht, die auf der Homepage der Zeitung eingehen. "Der Islam ist keine Religion, sondern Kinderschändung." Oder: "Die Zonenwachtel verscherbelt unser geliebtes Deutschland." "Mediennutte" und "Propagandasau" nennen ihn die Reichsbürger und ihre Gesinnungsgenossen, … Johannes Groschupfs Thriller aus dem Deutschland der Reichsbürger weiterlesen
Kein Schreiben ohne Scheitern – Kölner Literaturnacht revisited (6)
Die 1. Kölner Literaturnacht, veranstaltet vom Verein Literaturszene Köln, bot 137 Veranstaltungen an 42 Orten. Weil immer alles so schnell verrauscht, soll hier in einer kleinen Reihe an einige Veranstaltungen erinnert werden. 6. Fuck-up-Night im Weltempfänger Ein fabelhaftes Format: Die Fuck-up-Night. Entstanden in der Business-Welt und angeblich erstmals praktiziert in Mexiko-Stadt, vor Jahren schon. Darum geht … Kein Schreiben ohne Scheitern – Kölner Literaturnacht revisited (6) weiterlesen
Zum Geburtstag: Volker Brauns Texte über sein Leben mit dem Widerspruch
Oft sind die kürzesten Fragen die heikelsten: „Lebe ich wirklich? Habe ich es verwirkt?“ Volker Braun formuliert dieses Doppel in seinem neuen Prosaband „Handstreiche“. Darin enthalten sind Notate und Miniaturen, keinesfalls „Maximen und Moritzen“, wie er zu scherzen weiß. Veröffentlicht werden sie nun zum 80. Geburtstag des Schriftstellers, der in Dresden geboren wurde und … Zum Geburtstag: Volker Brauns Texte über sein Leben mit dem Widerspruch weiterlesen
„Zeichen einer literarischen Auferstehung“ – Teil 2 der Kölner Autoren-Umfrage
Die 1. Kölner Literaturnacht findet am Samstag, 4. Mai 2019, zwischen 16 Uhr und Mitternacht statt. Initiator ist der vor einem Jahr gegründete Verein Literaturszene Köln. Geboten werden 137 Veranstaltungen an 42 Orten. Wie beurteilen Kölner Autorinnen und Autoren die Entwicklung der Literaturstadt Köln? Zweiter Teil der Umfrage. Den ersten gibt es hier. … „Zeichen einer literarischen Auferstehung“ – Teil 2 der Kölner Autoren-Umfrage weiterlesen
Eine Fundsache: I. B. Singers wiederentdeckter Roman über die Prostituierte Keila, die raus will aus dem Sumpf
„Es kam selten vor, dass eine Frau, die schon in drei Bordellen gearbeitet hatte, noch heiratete, und dazu einen gebildeten Mann, einen Halbintellektuellen wie Jarmy Stachel.“ Dies sei, so lesen wir, „ein Omen für alle Warschauer Huren, nicht die Hoffnung aufzugeben, ein Zeichen, dass die Liebe noch immer die Welt regierte, auch wenn man bis … Eine Fundsache: I. B. Singers wiederentdeckter Roman über die Prostituierte Keila, die raus will aus dem Sumpf weiterlesen
Christoph Heins „Anekdoten aus dem letzten deutsch-deutschen Kriege“
Ein schönes Buch zum Geburtstag. Mit Anekdoten aus einem intensiven Dichterleben. Das war vermutlich die Überlegung gewesen, als sich Christoph Hein an den Band „Gegenlauschangriff“ machte. Der liegt nun vor. Aber die Freude darüber ist nicht völlig ungetrübt, jetzt, da der Schriftsteller am 8. April seinen 75. Geburtstag begeht. Es gibt einige kräftige Geschichten. Die … Christoph Heins „Anekdoten aus dem letzten deutsch-deutschen Kriege“ weiterlesen
Judith Schalansky über Monster, Verluste und ihren Sprung aus dem Fenster
Einen „Naturführer der Monster“ hatte Judith Schalansky ursprünglich im Sinn gehabt. Bei der Recherche wurde ihr klar, so sagte sie es beim Auftritt auf der lit.Cologne in Köln, dass die Monster erfunden worden seien, um die Leere zu füllen: „Denn nichts ist schlimmer als das Nichts.“ Solche Lücken gebe es zudem, wenn ein Mensch sterbe. … Judith Schalansky über Monster, Verluste und ihren Sprung aus dem Fenster weiterlesen
Gunther Geltinger über Afrika, Seitensprünge und seinen Roman „Benzin“ im Kölner Literaturhaus
Am Ende lobte Gunther Geltinger die „knisternde Dichte“, die am Großen Griechenmarkt geherrscht habe. Was vollkommen korrekt war. Die Aufmerksamkeit des Publikums im bis auf den letzten Platz besetzten Literaturhaus Köln war tatsächlich aufs Schönste gespannt. Das lag am Autor selbst, der seinen neuen Roman „Benzin“ klug und anschaulich erläuterte. Unterstützt wurde er dabei von … Gunther Geltinger über Afrika, Seitensprünge und seinen Roman „Benzin“ im Kölner Literaturhaus weiterlesen