Gustave Flaubert wurde vor 200 Jahren, am 12. Dezember 1821, in Rouen geboren. Allenthalben wird der Autor der „Madame Bovary“ derzeit aus diesem Grund gewürdigt. Einigen seiner Spuren sind wir in der Normandie nachgegangen. Nicht vergessen wollen wir, dass er sich immer wieder einmal in Paris aufgehalten hat – in der Rue Dauphin, am Boulevard … Auf den Spuren von Gustave Flaubert, der vor 200 Jahren geboren wurde (1): Kindheit in Rouen mit Blick auf den Obduktionssaal des benachbarten Krankenhauses weiterlesen
Autor: Der Bücheratlas von Martin Oehlen und Petra Pluwatsch
Der Roman zum Literaturnobelpreis: „Das verlorene Paradies“ von Abdulrazak Gurnah erzählt von einer Kindheit in Sansibar
Abdulrazak Gurnah sprach in seiner Literaturnobelpreis-Rede, die vor der Verleihung am 10. Dezember gehalten wurde, über seine Anfänge als Autor. Mitte der 1960er Jahre war er vor der Gewalt in Sansibar nach England geflohen. Dort begann er mit dem Schreiben. Auslöser waren die Erinnerungen an die Grausamkeiten der Revolution in seiner Heimat, die Unterdrückung als … Der Roman zum Literaturnobelpreis: „Das verlorene Paradies“ von Abdulrazak Gurnah erzählt von einer Kindheit in Sansibar weiterlesen
„Nirgendwo sonst sind die Bedingungen so gut wie in Deutschland, um Gehör zu bekommen“ – Felicitas Hoppe stellt im Literaturhaus Köln ihren Roman „Die Nibelungen“ vor
Felicitas Hoppe gibt Auskunft über die „Hoppe-Werkstatt“. Screenshot: Bücheratlas Dicht am Wasser gebaut ist Felicitas Hoppes Roman „Die Nibelungen – Ein deutscher Stummfilm“. Das liegt nahe bei einem Stoff, der von der Nordsee bis ans Schwarze Meer führt und zumal an Rhein und Donau spielt. Jetzt erläuterte die Autorin, 2012 mit dem Büchnerpreis geadelt, im … „Nirgendwo sonst sind die Bedingungen so gut wie in Deutschland, um Gehör zu bekommen“ – Felicitas Hoppe stellt im Literaturhaus Köln ihren Roman „Die Nibelungen“ vor weiterlesen
„Tra Ra Ra Ta Ta“: Heinrich Bölls Gedichte – darunter einige bislang unveröffentlichte – in einem Band
Der Köln-Zyklus zählt zu den besonders attraktiven Texten in der Lyrik von Heinrich Böll. Foto: Bücheratlas In der Unterprima ging es los. Als Schüler des Staatlichen Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums zu Köln schrieb Heinrich Böll (1917-1985) den ersten überlieferten Text. In dem Gedicht „Mir träumte heut“ taumelt der junge Katholik, gerade 18 Jahre alt geworden, zunächst durch Brei … „Tra Ra Ra Ta Ta“: Heinrich Bölls Gedichte – darunter einige bislang unveröffentlichte – in einem Band weiterlesen
Julia Franck räumt gründlich auf mit der Vergangenheit: „Welten auseinander“ ist der Roman einer nicht funktionierenden Familie
Foto: Bücheratlas Vierzehn Jahre sind vergangen seit Julia Francks letztem großen Erfolg. Ihr Roman „Die Mittagsfrau“, in dem sie die Lebensgeschichte der Halbjüdin Helene Würsich alias Alice Sehmisch erzählt, wurde mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet und in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Ihr nächstes Buch „Rücken an Rücken“, die Geschichte eines vernachlässigten Geschwisterpaares in der DDR, begeisterte … Julia Franck räumt gründlich auf mit der Vergangenheit: „Welten auseinander“ ist der Roman einer nicht funktionierenden Familie weiterlesen
Strandwanderung von Hiddensee über Ostende nach Lesbos: Bettina Baltschevs meeresfrische Kulturgeschichte „Am Rande der Glückseligkeit“
Foto: Bücheratlas Es ist immer eine gute Idee, an den Strand zu gehen. Klar, im Winter denkt man nicht sofort daran, am Meeressaum zu flanieren. Dabei hat auch das etwas. Ganz bestimmt. Es muss nicht immer Sommer sein. Dass der Strand ein Fall für jede Jahreszeit ist, für jede Witterung und jede Tageszeit, das macht … Strandwanderung von Hiddensee über Ostende nach Lesbos: Bettina Baltschevs meeresfrische Kulturgeschichte „Am Rande der Glückseligkeit“ weiterlesen
Phänomenales Romandebüt von Elizabeth Wetmore: „Wir sind dieser Staub“ über Frauen in Texas, die das Aufbegehren noch lernen müssen
Nicht viel los in der texanischen Provinz - jedenfalls nicht hier und auch nicht in Odessa in den 1970er Jahren, in denen der Roman von Elizabeth Wetmore spielt. Foto: Bücheratlas Gloria Ramírez gehört zu den Mädchen, über die man in Odessa, Texas, noch Jahre später spricht. Ramírez, das ist doch die Kleine, die zu einem … Phänomenales Romandebüt von Elizabeth Wetmore: „Wir sind dieser Staub“ über Frauen in Texas, die das Aufbegehren noch lernen müssen weiterlesen
Vom Manuskript zum Buch: „Kalmann“-Autor Joachim B. Schmidt spricht an der Kölner Universität über Wege und Umwege
Joachim B. Schmidt antwortet in einem Zoom-Seminar auf die Fragen von Germanistik-Studierenden der Kölner Universität. Screenshot: Bücheratlas Gammelhai und Raufarhöfn, „Forrest Gump und „cultural appropriation“ – das waren nur einige Eckpunkte des Seminars an der Kölner Universität, in dem Joachim B. Schmidt über Leben und Schreiben informierte. Im Jahre 1981 in Graubünden in der Schweiz … Vom Manuskript zum Buch: „Kalmann“-Autor Joachim B. Schmidt spricht an der Kölner Universität über Wege und Umwege weiterlesen
Die SWR-Bestenliste für den Dezember: Emine Sevgi Özdamar steht an der Spitze mit ihrem autobiographischen Roman über Stationen in Istanbul, Paris und Berlin
Es ist mal wieder Zeit, die SWR-Bestenliste ins Bild zu rücken. Sie gehört bekanntlich zu jenen Listen, die immer wieder Aufmerksamkeit verdienen, weil sie Substanz haben. Was hier von Kritikerinnen und Kritikern empfohlen wird, kann sich lesen lassen. Die aktuelle Liste für den Dezember gefällt uns mal wieder besonders gut, weil vier der dort favorisierten … Die SWR-Bestenliste für den Dezember: Emine Sevgi Özdamar steht an der Spitze mit ihrem autobiographischen Roman über Stationen in Istanbul, Paris und Berlin weiterlesen
Der Kühlschrank des Toreros: José F. A. Oliver, neuer Träger des Heinrich-Böll-Preises der Stadt Köln, über Dichtung und Doppelpunkt
José F. A. Oliver mit Moderatorin Beate Tröger in der Zentralbibliothek. Foto: Bücheratlas Der Stier war schuld. An ihm lag es, dass Hausach Heimat wurde. In der Gemeinde im Kinzigtal, irgendwo zwischen Stuttgart und Freiburg gelegen, lebt José F. A. Oliver (60), dem an diesem Freitag der Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln verliehen wird. Unmittelbar vor … Der Kühlschrank des Toreros: José F. A. Oliver, neuer Träger des Heinrich-Böll-Preises der Stadt Köln, über Dichtung und Doppelpunkt weiterlesen
Literatur im Schaufenster: „Take away“, die neue Reihe im Literaturhaus Köln, mit herrlichen Geständnissen zu Stadtlust und Stadtfrust
Das ist die Tonprobe mit Jan Brandt (links) und Tilman Strasser im Schaufenster von Arabella Braut- und Abendmoden. Das Foto von der Veranstaltung selbst gibt es weiter unten. Foto: Bücheratlas Das Literaturhaus Köln stellt die Literatur ins Schaufenster. Gleich an drei Tagen im November gab es Gespräche und Lesungen „im Stadtraum über den Stadtraum“. Da … Literatur im Schaufenster: „Take away“, die neue Reihe im Literaturhaus Köln, mit herrlichen Geständnissen zu Stadtlust und Stadtfrust weiterlesen
Karikaturen eines Zwangsarbeiters sind ein außergewöhnliches Zeitdokument: NS-Dokumentationszentrum in Köln würdigt Philibert Charrin
Philibert Charrin mit einem Doppelporträt als Dreijähriger und als Dreiundzwanzigjähriger: "So wird man älter...". Foto: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln Ich hätte gern einen Stift von dem Kaliber“, sagt der Arbeiter und zeigt dabei auf eine nahezu mannshohe Schaufel. Dieser Wunsch ist dem verkappten Künstler gewiss nicht erfüllt worden. Doch auch ein noch so kleiner Stift … Karikaturen eines Zwangsarbeiters sind ein außergewöhnliches Zeitdokument: NS-Dokumentationszentrum in Köln würdigt Philibert Charrin weiterlesen
Crime Cologne Award 2021: Joachim B. Schmidt gewinnt den Krimipreis mit seinem fabelhaften Roman „Kalmann“
Joachim B. Schmidt siegt mit „Kalmann“. Foto: Eva Schram/ © Diogenes Verlag Es ist vollbracht. Stapelweise Bücher gelesen, hitzig darüber diskutiert. Sich schließlich auf eine Shortlist mit sechs Titeln geeinigt Und endlich den Sieger gekürt. Der Träger des Crime Cologne Award 2021 ist – Tusch und Fanfarenklang – Joachim B. Schmidts fabelhafter Roman „Kalmann“, … Crime Cologne Award 2021: Joachim B. Schmidt gewinnt den Krimipreis mit seinem fabelhaften Roman „Kalmann“ weiterlesen
Mit Kent Haruf in der amerikanischen Provinz: „Ein Sohn der Stadt“ handelt vom tiefen Fall des Strahlemannes Jack Burdette
Sieh aus wie Holt in Colorado. Aber das gibt es ja nur in den Romanen von Kent Haruf. Foto: Bücheratlas Jack Burdettte ist ein Stinkstiefel von Kindheit an. Zu laut, zu herrisch, zu selbstverliebt. Zu verwöhnt von einem überforderten Elternpaar. Seine Lehrer fürchten den renitenten Schüler, der kommt und geht, wann es ihm passt. Seine … Mit Kent Haruf in der amerikanischen Provinz: „Ein Sohn der Stadt“ handelt vom tiefen Fall des Strahlemannes Jack Burdette weiterlesen
Die Pest, der Katholizismus und die „kleine Eiszeit“: Gérald Chaix erzählt die Geschichte der Stadt Köln im 16. Jahrhundert
Der Lettner in St. Maria im Kapitol markiert den Beginn der Renaissance in Köln. Foto: Bücheratlas Wenn von Klimawandel, Migration und Epidemie die Rede ist – dann denkt man nicht sofort an das 16. Jahrhundert. Gleichwohl handelt davon der fünfte Band der groß angelegten und stetig wachsenden „Geschichte der Stadt Köln“. Nehmen wir nur die … Die Pest, der Katholizismus und die „kleine Eiszeit“: Gérald Chaix erzählt die Geschichte der Stadt Köln im 16. Jahrhundert weiterlesen
Erst nach dem Tod lernt man sich wirklich kennen: Angelika Klüssendorfs lebenskluger Roman „Vierunddreißigster September“
Der Fall der Mauer spielt keine unerhebliche Rolle für die Menschen in dem Dorf, das Angelika Klüssendorf in ihrem Roman schildert. Foto: Bücheratlas Walter ist tot. In der Silvesternacht hat ihm seine Frau den Schädel eingeschlagen. „Sie hätte das Gewehr nehmen können, entschied sich aber für die Axt. Hilde ließ sie auf seinen Kopf niedersausen, … Erst nach dem Tod lernt man sich wirklich kennen: Angelika Klüssendorfs lebenskluger Roman „Vierunddreißigster September“ weiterlesen
„Die haben alle eine Knall“: Klaus Pohls famoser Roman „Sein oder Nichtsein“ über Peter Zadeks Hamlet-Inszenierung 1999
„Sein oder Nichtsein“ ist ganz großes Theater. Foto: Bücheratlas Die Schauspieler, die ich mag, haben alle einen Knall“, sagt Peter Zadek im Jahre 1999. Da probt der große Theaterregisseur noch einmal den „Hamlet“, über 20 Jahre nach seiner legendären Bochumer Inszenierung. In Straßburg hat er für die Koproduktion mit den Wiener Festwochen ein Dreamteam gewonnen, … „Die haben alle eine Knall“: Klaus Pohls famoser Roman „Sein oder Nichtsein“ über Peter Zadeks Hamlet-Inszenierung 1999 weiterlesen
Auf dem Weg in den Dritten Weltkrieg: Bestsellerautor Ken Follett über seinen neuen Thriller „Never – Die letzte Entscheidung“, der am Dienstag erscheint
Ken Follett bei der per Zoom abgehaltenen Pressekonferenz zu seinem neuen Thriller „Never – Die letzte Entscheidung“. Screenshot: Bücheratlas Ken Follett schreibt im Vorwort zu seinem neuen Thriller „Never – Die letzte Entscheidung“: „Bei meinen Recherchen für ‚Sturz der Titanen‘ stellte ich zu meinem Entsetzen fest, dass niemand den Ersten Weltkrieg gewollt hatte.“ Die europäischen … Auf dem Weg in den Dritten Weltkrieg: Bestsellerautor Ken Follett über seinen neuen Thriller „Never – Die letzte Entscheidung“, der am Dienstag erscheint weiterlesen
Der Nazi-Schatten, die Hauskonzerte und die Schläge des Vaters: „Hast du uns endlich gefunden“ ist das autobiographische Romandebüt des Schauspielers Edgar Selge
Klassische Musik ist ein zentrales Element im Leben der Familie Selge. Das hier abgebildete Saiteninstrument stammt aus der Beethoven-Ausstellung, die im vergangenen Jahr in der Bonner Bundeskunsthalle zu sehen war. Es handelt sich um eine Leihgabe aus der Sammlung alter Musikinstrumente im Kunsthistorischen Museum Wien. Foto: Bücheratlas Was für ein Debüt mit über 70 Jahren! … Der Nazi-Schatten, die Hauskonzerte und die Schläge des Vaters: „Hast du uns endlich gefunden“ ist das autobiographische Romandebüt des Schauspielers Edgar Selge weiterlesen
Literarische Spitzenpreise in London und Paris: Booker Prize und Prix Goncourt verliehen
Der Moment des Glücks: Damon Galgut dankt für den Booker Prize 2021. Das ist ein Screenshot von der Live-Übertragung der BBC. Screenshot: Bücheratlas Damon Galgut erhält für seinen Roman „The Promise“ den diesjährigen Booker Prize, die höchste literarische Auszeichnung in Großbritannien. Der Roman handelt von einer weißen Familie zu Zeiten der verschwindenden Apartheid in Südafrika. … Literarische Spitzenpreise in London und Paris: Booker Prize und Prix Goncourt verliehen weiterlesen