3. Die Sicherheit Wie es um die Sicherheit im Land bestellt ist, merkt der Besucher gleich nach der Landung. Noch warten wir, dass uns der Flughafenbus zum Terminal fährt, da nähert sich ein achtköpfiger Reinigungstrupp der Maschine– und jedes seiner Mitglieder wird, bevor es die rückwärtige Gangway betreten darf, einer Leibesvisitation unterzogen. Gut, die Kontrolle … „Keine Angst“ – Luxor in sechs Etappen (3) weiterlesen
Yannic Han Biao Federers Debütroman „Und alles wie aus Pappmaché“
Die Konjunktion „und“ wird selten gewürdigt. Sie ist die graue Maus im Paradiesgarten der Worte. Was sehr ungerecht ist. Denn dieses Bindewort verdeutlicht wie kein anderes, dass alles miteinander zusammenhängt und sich das eine aus dem anderen ergibt. Das führt Yannic Han Biao Federer in seinem Debütroman „Und alles wie aus Pappmaché“ in bestechender Konsequenz … Yannic Han Biao Federers Debütroman „Und alles wie aus Pappmaché“ weiterlesen
„Es hätte erst gestern sein können“ – Luxor in sechs Etappen (2)
2. Tempel-Tips Jetzt wird es ziemlich bilderreich. Denn einige antike Stätten, die vom Standort Luxor aus leicht zu erreichen sind und Schaumaterial für mindestens eine Woche bieten, gibt es hier im Überblick. Dabei handelt es sich nur um jene Attraktionen, die wir besucht haben. Mehr davon gibt es allemal. Und weiter im Süden (Abu Simbel) … „Es hätte erst gestern sein können“ – Luxor in sechs Etappen (2) weiterlesen
„Diese alten Pharaonen müssen schon phantastische Kerle gewesen sein“ – Luxor in sechs Etappen (1)
1. Das Ziel Simon Doyle sagt es in Agatha Christies Kriminalroman „Tod auf dem Nil“ mit diesen Worten: „Also, ehrlich gesagt, mache ich mir ja nicht viel aus Tempeln und Besichtigungen, aber dies ist wirklich einzigartig! Diese alten Pharaonen müssen schon phantastische Kerle gewesen sein.“ Der Protagonist Simon Doyle ist – Achtung, Spoiler-Alarm – ein … „Diese alten Pharaonen müssen schon phantastische Kerle gewesen sein“ – Luxor in sechs Etappen (1) weiterlesen
Julia Trompeter, das Baby und das Debüt im Kölner Literaturhaus
Das kommt nicht alle Lesungs-Tage vor. Auch nicht im Kölner Literaturhaus. Um 20.12 Uhr schaut Julia Trompeter auf das Display ihres Handys. Derweil beginnt der neben ihr auf dem Podium sitzende Moderator Terry Albrecht, eine Pause anzukündigen. Doch die Autorin unterbricht ihn, gibt Entwarnung und Erläuterung: „Mein kleiner Sohn ist nebenan, und wir wussten nicht, … Julia Trompeter, das Baby und das Debüt im Kölner Literaturhaus weiterlesen
Tana French legt in ihrem Kriminalroman ein Skelett in einem dunklen Garten bei Dublin frei
Manchmal kann ich es noch immer nicht glauben, dass es Menschen gibt, die meine Bücher kaufen“, sagte Tana French einmal in einem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Das ist acht Jahre her, und gerade war ihr dritter Krimi „Sterbenskalt“ in deutscher Übersetzung erschienen. Inzwischen dürfte auch sie davon überzeugt sein, dass sie zu den Großen … Tana French legt in ihrem Kriminalroman ein Skelett in einem dunklen Garten bei Dublin frei weiterlesen
Julia Trompeter erzählt im wunderbaren „Frühling in Utrecht“ von Fietsen und Liebe
Nach diesem Buch weiß der Leser genau, was er bislang verpasst hat, wenn er noch nie in Utrecht gewesen sein sollte. Und er weiß vor allem, was es für ein Versäumnis gewesen wäre, hätte er Julia Trompeters neuen Roman nach Lektüre der Seite 11 beiseitegelegt. Denn auf dieser Seite findet sich gleich viermal das Wörtchen … Julia Trompeter erzählt im wunderbaren „Frühling in Utrecht“ von Fietsen und Liebe weiterlesen
Hanya Yanagiharas Romanheld zwischen Genialität und Versagen in der Südsee
Hanya Yanagiharas zweiter Roman „Ein wenig Leben“ war ein Megaerfolg. Heiß diskutiert, heftig umstritten. Millionenfach verkauft. Jetzt hat der Verlag Hanser Berlin ihren Debütroman „Das Volk der Bäume“ aus dem Jahr 2013 hinterhergeschoben, wohl in der Hoffnung, an den Erfolg von „Ein wenig Leben“ anzuknüpfen. Der Plan könnte durchaus aufgehen, denn auch das erste Werk … Hanya Yanagiharas Romanheld zwischen Genialität und Versagen in der Südsee weiterlesen
T. C. Boyle schickt seine Leser auf einen LSD-Trip (und geht selbst auf Tour)
Achtung, jetzt wird’s mal kurz etwas kompliziert: Lysergsäurediethylamid. Darum geht es. Aber weil das kaum jemand, der kein Chemiker oder Fachwörter-Freak ist, locker-flockig auszusprechen vermag, gibt es gute Gründe für die Abkürzung: LSD. Entdeckt hat diese Mutterkorn-Verbindung der Schweizer Albert Hofmann (1906 – 2008). Seinem Wirken im Basel des Jahres 1943 gilt ein schönes Vorspiel … T. C. Boyle schickt seine Leser auf einen LSD-Trip (und geht selbst auf Tour) weiterlesen
Kölner Literaturfestival Poetica im Rauschzustand
Die „Poetica“ ist in Köln angekommen. Anders lässt sich der Zustrom zu den Veranstaltungen des Festivals kaum erklären, das vom Internationalen Kolleg Morphomata an der Universität zu Köln und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt veranstaltet wird. Das ist gewiss bei dieser fünften Ausgabe, die am 26. Januar endet. Dieser folgten der Rumäne … Kölner Literaturfestival Poetica im Rauschzustand weiterlesen
Goethes Lebensbegleitbuch in einer Hybrid-Ausgabe – ja, was ist das denn?
"Wer kann was Dummes, wer was Kluges denken“, heißt es im zweiten Teil der „Faust“-Tragödie, „das nicht die Vorwelt schon gedacht.“ Was Johann Wolfgang Goethe da dem Mephistopheles in den Mund legt, scheint nichts als wahr zu sein. Nichts Neues mehr unter der Sonne. Oder doch? Immerhin – an eine Hybrid-Ausgabe des „Faust“, wie sie … Goethes Lebensbegleitbuch in einer Hybrid-Ausgabe – ja, was ist das denn? weiterlesen
Shibasaki Tomokas Blick auf Tokio vor den Spielen von 2020
Ein japanisches Kammerspiel erzählt Shibasaki Tomoka in ihrem Roman „Frühlingsgarten“, der auf Japanisch tendenziell so zu lesen ist: "Haru no Niwa". Auf den ersten Blick ereignet sich nur wenig in dieser Geschichte um Taro, die Manga-Zeichnerin Nishi und das hellblaue Haus in Tokio. Doch bald schon spürt der Leser, dass sich im Hintergrund die … Shibasaki Tomokas Blick auf Tokio vor den Spielen von 2020 weiterlesen
Mirjam Pressler, 1940 – 2019
"Als ich ein Kind war, gab es so etwas wie Jugendliteratur überhaupt nicht. Erst als meine Töchter anfingen zu lesen, habe ich zum ersten Mal realistische Kinder- und Jugendbücher in die Hand bekommen. Sie haben mir sehr gut gefallen, und ich dachte mir, irgendwann schreibst du auch solche Bücher. Ich habe allerdings nicht gewusst, wie … Mirjam Pressler, 1940 – 2019 weiterlesen
Kerstin Gleba ist die erste Frau an der Spitze von Kiepenheuer & Witsch
"Da fing ich dann endgültig Feuer" Frau Gleba, seit Jahresbeginn sind Sie Verlegerin von Kiepenheuer & Witsch – wie ist Ihre Stimmungslage? Ich bin erfüllt von Freude und Dankbarkeit, auch von Respekt vor der Aufgabe, und vor allem spüre ich viel Energie. Das große Glück für mich ist, dass Helge Malchow in veränderter Funktion dem … Kerstin Gleba ist die erste Frau an der Spitze von Kiepenheuer & Witsch weiterlesen
Spezialitäten-Trio: Eine verliebte Mondgöttin, Thomas Mann in L.A. und Jules Verne auf dem Amazonas
Thomas Mann hat, angewidert vom Nationalsozialismus, 14 Jahre im kalifornischen Exil verbracht. In der Villa in Los Angeles schrieb er unter anderem den "Doktor Faustus" und wandte sich in Rundfunkansprachen an seine deutschen Landsleute. In Gesprächen, Essays und anhand von Bilddokumenten wird daran in einer Doppelausgabe des immer wieder attraktiven „Marbacher Magazin“ (Band 163/164, 20 … Spezialitäten-Trio: Eine verliebte Mondgöttin, Thomas Mann in L.A. und Jules Verne auf dem Amazonas weiterlesen
Michelle Obama über den „Frauenfeind“ im Weißen Haus und den Literaturfreund an ihrer Seite
Vor allem Ehrgeiz. Das ist der Begriff, den Michelle Obama in ihrer Autobiographie „Becoming – Meine Geschichte“ vorzugsweise propagiert. Kein krankhafter Ehrgeiz, keiner, der einem die Gesichtszüge verzerrt. Vielmehr geht es der US-Amerikanerin darum, sich lebenslang zu bemühen, zu streben, sich weiterzuentwickeln. Das Werden habe nie ein Ende, meint sie. Oder in den Worten … Michelle Obama über den „Frauenfeind“ im Weißen Haus und den Literaturfreund an ihrer Seite weiterlesen
Vladimir Sorokin entzündet ein Grillfeuer mit erlesenen Büchern
Das muss man mögen. Extravagante Speisen sind beileibe nicht jedermanns Sache. Und hier reden wir nicht von Steaks, die mit Goldblättchen verfeinert werden. Sondern von Fisch und Fleisch, die über brennenden Büchern gegrillt werden. Denn das ist der neueste Gourmettrend: „Book ’n’ Grill“. Die verwöhnten Zeitgenossen des Jahres 2037, denen wir in Vladimir Sorokins Roman … Vladimir Sorokin entzündet ein Grillfeuer mit erlesenen Büchern weiterlesen
Ruth Ware konfrontiert vier Freundinnen mit einer alten Schuld
Vier Freundinnen treffen sich nach vielen Jahren in einem verschlafenen englischen Küstenstädtchen wieder. Isa, Kate, Thea und Fatima kennen sich noch aus ihrer gemeinsamen Internatszeit. Und: Sie teilen ein düsteres Geheimnis, das ihr Leben seit 17 Jahren überschattet. In jenem heißen Sommer, der in einer Katastrophe endete, haben sie sich eines Verbrechens schuldig gemacht. Nun … Ruth Ware konfrontiert vier Freundinnen mit einer alten Schuld weiterlesen
Joanne K. Rowling in der Maske des Robert Galbraith: „Weißer Tod“
Wann kommen Cormoran Strike und Robin Ellacott endlich zusammen? Seit dem ersten Band der britischen Krimireihe knistert es gewaltig zwischen dem raubeinigen Ermittler und seiner rothaarigen Geschäftspartnerin. Doch auch in der gerade erschienenen vierten Geschichte sieht es zunächst nicht so aus, als hätten die beiden in absehbarer Zeit eine Chance. „Weißer Tod“, so der Titel, … Joanne K. Rowling in der Maske des Robert Galbraith: „Weißer Tod“ weiterlesen
Michel Houellebecqs Abgesang auf Frankreich und einen Mann wie – nun ja
Doktor Azote versucht sich in Paris an einer Diagnose, und seine Lippen zittern ein wenig, als er sie formuliert: „Ich habe den Eindruck, Sie sind schlicht dabei, vor Kummer zu sterben.“ Florent-Claude Labrouste, der seine beiden Vornamen nicht mag, ist darüber wenig bestürzt. Weiß er doch selbst, wie es um ihn bestellt ist. Aber … Michel Houellebecqs Abgesang auf Frankreich und einen Mann wie – nun ja weiterlesen