Gerade erst hat Cay Rademacher mit „Ein letzter Sommer in Méjean“ einen fabelhaften Stand-Alone-Krimi vorgelegt, da folgt schon der sechste Band seiner Roger-Blanc-Serie. Und auch „Verhängnisvolles Calès“ entpuppt sich schnell als Krimi vom Feinsten. Es ist Winter in der Provence, ganz Gadet ist zugehängt mit Weihnachtskitsch, und Capitaine Blanc friert sich in seiner alten Mühle … Ein Krimi vom Feinsten: „Verhängnisvolles Calès“ von Cay Rademacher weiterlesen
Hegel in der „außergewöhnlichsten Studentenbude“ und im „hochkarätigsten Seminar“ aller Zeiten
Heute schon Hegel gelesen? Nein? Nun, das könnte jetzt in Mode kommen. Denn im kommenden Jahr wird des 250. Geburtstags des Philosophen gedacht werden. Und schon liegt eine monumentale Biografie des Mannes vor, der 1770 in Stuttgart geboren wurde und 1831 in Berlin gestorben ist. Klaus Vieweg, der in Jena philosophiert lehrt, widmet sich Leben … Hegel in der „außergewöhnlichsten Studentenbude“ und im „hochkarätigsten Seminar“ aller Zeiten weiterlesen
Hegels Weinkarte – vom Stiftswein bis zu den Tränen Christi
Klaus Vieweg, der eine monumentale Biografie von Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) vorlegt, hat die Weine zusammengestellt, die der Philosoph geschätzt hat. Der Biograf betont in diesem Zusammenhang, wie wichtig diese Getränke für die Philosophiegeschichte waren: "Der Hegelsche Geist braucht diese Geister aus der Flasche, diese Elixiere des Teufels, sie waren seine treuesten Weggefährten". Ohne … Hegels Weinkarte – vom Stiftswein bis zu den Tränen Christi weiterlesen
Frankfurter Buchmesse 2019: All die großen Namen
Als Flaneur auf der Frankfurter Buchmesse fühlt man sich nicht selten wie eine Billardkugel, die hin- und herflippert und immerzu einen neuen Anstoß erhält. Da sind die vielen unbekannten Titel und die vielen verlockenden Namen von Autorinnen und Autoren, deren Werke man sogleich (wieder) zur Hand nehmen möchte. Da gucke man sich nur einige Nobelpreisträger … Frankfurter Buchmesse 2019: All die großen Namen weiterlesen
Frankfurter Buchmesse 2019: Einmal um die ganze Welt
Die Frankfurter Buchmesse lädt Jahr für Jahr zu einer literarischen Weltreise ein. Wir haben uns an eiigen Stationen umgesehen. Hier eine kleine Ausbeute. Wer selber an den Start gehen will - am kommenden Wochenende sind die Messehallen am Main fürs Publikum geöffnet. Die meisten Besucher streben dann in die Hallen mit deutschsprachigen Verlags-Angeboten. Dabei lohnen … Frankfurter Buchmesse 2019: Einmal um die ganze Welt weiterlesen
R. R. Suls überzeugender Psychotrip in ein Familientrauma
Wolfs Start ins Leben ist nicht der beste. Die Mutter hat psychische Probleme. Er selber muss einen Schutzhelm tragen, weil er angeblich unheilbar krank ist und keine Sonne verträgt. Jahrelang durfte das Kind nur bei Nacht das Haus verlassen, Warzen überziehen seinen Körper und machen ihn zum Gespött seiner Mitschüler. Kein Wunder also, dass aus … R. R. Suls überzeugender Psychotrip in ein Familientrauma weiterlesen
Jussi Adler-Olsen reist mit Sonderermittler Morck durch Deutschland
Ein Rockstar wäre er gern geworden, sagte Jussi Adler-Olsen einmal im Gespräch mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Einer, „der mit seiner E-Gitarre ganz vorn auf der Bühne im Rampenlicht steht und das Publikum zum Toben bringt“. Da war in Deutschland gerade sein zweiter Thriller erschienen. Die Verkaufszahlen sprachen eine deutliche Sprache, auf den Bestsellerlisten besetzte „Schändung“ … Jussi Adler-Olsen reist mit Sonderermittler Morck durch Deutschland weiterlesen
Ein Roman wie ein Stolperstein: Simon Strangers „Vergesst unsere Namen nicht“
Ein Buch wie ein Stolperstein. Der Roman „Vergesst unsere Namen nicht“ des Norwegers Simon Stranger ist ein historisches Puzzle, das vor allem dazu dient, die Erinnerung an die Verbrechen der Nazizeit in Norwegen und das Leid der Opfer in Erinnerung zu behalten. Anlass dazu war dem Ich-Erzähler, den wir wohl mit Simon Stranger gleichsetzen dürfen, … Ein Roman wie ein Stolperstein: Simon Strangers „Vergesst unsere Namen nicht“ weiterlesen
Jochen Schmidt weiß fast alles übers Laufen (und was Peter Handke davon hält)
Jetzt laufen sie wieder. Eben noch beim Berlin-Marathon, jetzt beim Köln-Marathon, bald beim New-York-City-Marathon. Es ist halt Herbst. Dass freilich das Laufen eine Ganzjahres-Beschäftigung ist, wissen Marathon-Läufer besser als alle andere. Einer von ihnen ist Jochen Schmidt, der mit gewitzten und leicht melancholischen Romanen beeindruckt, mit „Schneckenmühle“ oder ein „Auftrag für Otto Kwant“ (eine Besprechung … Jochen Schmidt weiß fast alles übers Laufen (und was Peter Handke davon hält) weiterlesen
Bettina Hesses „Philosophie des Singens“ von Orpheus bis zu Major Tom
Am Anfang war Orpheus. Wenn die griechische Sagengestalt ihre Stimme erhob, dann wurden Steine ganz weich, bogen sich die Bäume und schmolzen die Menschen aus lauter Betörung dahin. Gut, so einen Sänger hat man schon lange nicht mehr gehört. Aber die Zahl derer, die in seine mythischen Fußstapfen treten, sind Legion. Damals, danach und noch … Bettina Hesses „Philosophie des Singens“ von Orpheus bis zu Major Tom weiterlesen
Nina Georges Hymne auf die Liebe und auf die Bücher: „Südlichter“
Was ist die Liebe? Francis, der Trödelhändler, gerät ins Stottern. „Liebe ist. Sie ist alles. Und alles heißt: alles.“. Was die Sache nicht unbedingt klarer macht. Die Liebe ist eine Wohnung, in der man sich erst einrichten muss. Sie kann beglückend sein oder auch verdammt weh tun. Und manchmal lässt sie sich viel, viel Zeit, … Nina Georges Hymne auf die Liebe und auf die Bücher: „Südlichter“ weiterlesen
Sebastião Salgados faszinierender Blick in den Abgrund: „Gold“
Was für eine archaische Kraft die Bildkunst des Sebastião Salgado zu entwickeln vermag, wird womöglich nirgends deutlicher als in seinen Aufnahmen von Goldsuchern im brasilianischen Amazonas-Gebiet. Das ist ein Gewimmel zehntausender halbnackter Männer, allesamt überzogen vom Schlamm der Grube, in die sie auf selbstgezimmerten, gigantischen Leitern auf- und absteigen, dicht an dicht, in einem lebensgefährlichen … Sebastião Salgados faszinierender Blick in den Abgrund: „Gold“ weiterlesen
Kenneth Bonerts Roman über Südafrika im Endstadium der Apartheid
Isaac Helger, der Held in Kenneth Bonerts mehrfach preisgekröntem Debütroman „Der Löwensucher“, ist alt geworden. Das einst feuerrote Haar hat seinen Glanz verloren, Falten und Furchen zeichnen das Gesicht des jüdischen Schrotthändlers, dessen Familie in den 1920er Jahren aus Litauen nach Südafrika floh. Das ist mehr als 60 Jahre her, und längst fühlt sich Helger … Kenneth Bonerts Roman über Südafrika im Endstadium der Apartheid weiterlesen
Vincent van Gogh als Kind und Künstler – Auf den Spuren des Malers in Brabant (2)
Die Ausstellung "Van Goghs innerer Zirkel" in ‘s-Hertogenbosch, über die wir im ersten Teil unseres Zweiteilers berichten (und zwar HIER, gehört zur Offensive der Provinz Nordbrabant, die Heimat des Künstlers stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Tatsächlich lässt es sich auf van Goghs Spuren fabelhaft durch Brabant reisen. Und noch heute lassen sich in den … Vincent van Gogh als Kind und Künstler – Auf den Spuren des Malers in Brabant (2) weiterlesen
Norbert Scheuer erklärt das Überraschungsei der Literatur
Ausverkauft war das Literaturhaus Köln, als Norbert Scheuer dort jetzt seinen gefeierten Roman „Winterbienen“ vorstellte. Der Zuspruch kann kaum überraschen. Denn für den Schriftsteller war dies ein Heimspiel, wenngleich er eine knappe Autostunde entfernt wohnt – wie bekannt in Kall, Eifel. Aber Köln ist eben der Ort, an dem sein Werk mit besonderem Nachdruck gewürdigt … Norbert Scheuer erklärt das Überraschungsei der Literatur weiterlesen
Vincent van Gogh war gar nicht so – Auf den Spuren des Malers in Brabant (1)
Die Ausstellung "Van Goghs innerer Zirkel" in ‘s-Hertogenbosch gehört zur Offensive der Provinz Nordbrabant, die Heimat des Künstlers stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Tatsächlich kann man auf van Goghs Spuren fabelhaft durch Brabant reisen. Und noch heute lassen sich in den südlichen Niederlanden viele Szenerien aus seinem gewaltigen Werk aufspüren, über die wir im … Vincent van Gogh war gar nicht so – Auf den Spuren des Malers in Brabant (1) weiterlesen
Crime-Cologne-Preisträgerin Romy Hausmann: „Ich hatte so oft geschrieben, dass es okay ist zu scheitern, dass ich selber durchhalten musste“
Romy Hausmann hat den Crime Cologne Award 2019 für ihren Kriminalroman "Liebes Kind" erhalten. Im Gespräch äußert sie sich über den schwierigen Weg zu ihrem Bestseller. Hausmann wurde 1981 in der DDR geboren und lebt mit ihrem Sohn Karl in der Nähe von Stuttgart. Petra Pluwatsch hat mit ihr gesprochen. Gratulation zum Crime Cologne-Award, Frau … Crime-Cologne-Preisträgerin Romy Hausmann: „Ich hatte so oft geschrieben, dass es okay ist zu scheitern, dass ich selber durchhalten musste“ weiterlesen
Stecker gezogen: Arno Strobels Thriller über fünf mörderische Tage ohne Handy
Fünf Tage ohne Handy. Fünf Tage keine E-Mails checken, keine WhatsApp-Nachrichten schicken. Fünf Tage nicht telefonieren. Geht das? Zehn Menschen wollen es ausprobieren. Und buchen ein Event namens „Digital-Detox“. In einem abgelegenen Berghotel in den Berchtesgadener Alpen sollen sie lernen, ohne moderne Kommunikationsmittel auszukommen. Sämtliche Handys werden vorab konfisziert, im Hotel gibt es weder ein … Stecker gezogen: Arno Strobels Thriller über fünf mörderische Tage ohne Handy weiterlesen
Stranger in the Night: Jörg Fauser singt den Großstadt-Blues
Jörg Fauser (1944-1987) wird mit der neuen Werkausgabe des Diogenes-Verlags eine großartige Bühne geboten. Das hat sich schon im Sommer bei der Herausgabe seiner Romane „Das Schlangenmaul“ und „Rohstoff“ gezeigt und wird nun mit der Kolumnen-Sammlung „Caliban Berlin“ und vor allem mit der Lyrik-Edition „Ich habe große Städte gesehen“ herausragend bestätigt. Denn erstmals liegen damit, … Stranger in the Night: Jörg Fauser singt den Großstadt-Blues weiterlesen
Dror Mishanis Kriminalroman „Drei“ ist ein trickreiches Verwirrspiel
Ob Avi Avraham, der melancholische Ermittler in Cholon-Ayalon, ausgedient hat, das wird man den Autor selber fragen müssen. Fakt ist: Dror Mishanis neues Buch „Drei“ kommt gänzlich ohne den „melancholischen Sturkopf“ aus. In drei Krimis hat Avraham die Hauptrolle gespielt. Und den israelischen Übersetzer und Literaturdozenten Mishani zum bekanntesten Kriminalschriftsteller seines Landes gemacht. „Drei“, verrät … Dror Mishanis Kriminalroman „Drei“ ist ein trickreiches Verwirrspiel weiterlesen