„Das Lesen übersetzter Bücher“ ist für Olga Radetzkaja „die lustvollste Form der Aneignung anderer Kulturen.“ Auch weil es dabei helfe, „dass wir nicht unter uns bleiben.“ Freilich – um überhaupt in Kontakt mit übersetzter Literatur zu kommen, bedarf es Übersetzerinnen und Übersetzer, unter denen Radetzkaja eine herausragende Vertreterin ist. Und es bedarf einer Öffentlichkeit, die … Straelener Übersetzerpreis 2019 an Olga Radetzkaja und Jan Schönherr weiterlesen
Bücher
Die Unesco-Literaturstadt Utrecht ist das neue Amsterdam
Ohne eine Vorahnung waren wir nicht. Wer liest, weiß manchmal eben mehr. So steht auch das geschrieben über die Fietsfahrer in Utrecht: „Fahren war sowieso der falsche Ausdruck, sie jagten vielmehr in dichten Pulks durch die Stadt, am liebsten zu zweit oder dritt nebeneinander her und völlig ins Gespräch vertieft.“ Julia Trompeter erzählt dies … Die Unesco-Literaturstadt Utrecht ist das neue Amsterdam weiterlesen
Verlag Faber & Faber startet sein zweites Leben mit dem Briefwechsel von Christoph Hein und Elmar Faber
Die Beziehung zwischen einem Autor und einem Verleger ist von besonderer Art. Da kreuzen sich persönliche und professionelle Neigungen und Abneigungen, da geht es um Geist und Geld, um Kunst und Betrieb, um das Private und das Öffentliche. Davon zeugen zahlreiche Briefwechsel, Tagebücher, Memoiren oder Autobiografien. Nun kommt ein schmaler, aber aufschlussreicher Band hinzu: „Ich … Verlag Faber & Faber startet sein zweites Leben mit dem Briefwechsel von Christoph Hein und Elmar Faber weiterlesen
Husch Josten erhält Konrad-Adenauer-Literaturpreis – und erzählt Erstaunliches
„Konrad Adenauer hat bei uns in Köln gewohnt.“ teilt Husch Josten mit, als wäre dies keine mittelgroße Sensation. „Er hat bei uns am Tisch gesessen, mit uns gefrühstückt und zu Abend gegessen und manchmal, im Sommer, hat er uns im Garten gezeigt, wie man Boule spielt.“ Das eine oder andere ist mittlerweile schon bekannt über … Husch Josten erhält Konrad-Adenauer-Literaturpreis – und erzählt Erstaunliches weiterlesen
Peter Godfrey-Smith über den Kraken an sich, sein Bewusstsein – und uns
Dürfen wir persönlich werden? Okay, danke! In einem Aquarium im südlichsten Südfrankreich trafen wir auf einen Kraken, den wir gemeinhin Tintenfisch zu nennen pflegen. Octopus. Pulpo, Je nach Speisekarte. Wie der nun so alleine in seinem engen Wasser-Container saß, fühlten wir von Sekunde zu Sekunde stärker, dass das Tier auf Kontaktsuche war. Nein, nicht … Peter Godfrey-Smith über den Kraken an sich, sein Bewusstsein – und uns weiterlesen
Michael Köhlmeier und Raoul Schrott machen eine literarische Entdeckung
Eine Merkwürdigkeit ersten Ranges ist der Roman „An den Mauern des Paradieses“, gehoben aus dem Nachlass eines gewissen Martin Schneitewind. Wer den Namen des Autors noch nie gehört hat, muss sich keine Sorgen machen. Es handelt sich, so erfahren wir, um das Debüt eines Mannes, der die Urfassung des Textes in Kooperation mit dem … Michael Köhlmeier und Raoul Schrott machen eine literarische Entdeckung weiterlesen
Judith Kerr, 1923 – 2019
„Eigentlich bin ich gar keine Schriftstellerin. Ich bin Zeichnerin und wollte nie etwas anderes sein. Es hat mir daher immer ein wenig leidgetan, dass meine Bilderbücher in Deutschland so wenig bekannt sind. In England ist das ganz anders. Dort kennt jedes Kind den Kater Mog, der eigentlich eine Katze ist, und den Tiger, der zum … Judith Kerr, 1923 – 2019 weiterlesen
Barbara Honigmann erzählt das deutsch-jüdische, bohèmehaft-kommunistische Leben ihres Vaters Georg
„Heirate oder heirate nie, du wirst beides bereuen.“ Diesen Spruch hat der Titelheld des Romans „Georg“ seiner geliebten Großmutter aus „Dammschtadd“ zugeschrieben, obwohl er doch, wie die erzählende Tochter vermerkt, von Kierkegaard stamme. Dieser Georg nun hat sich in der Heiratsfrage für die erste Wahlmöglichkeit entschieden. Und das mehrere Male. Mit einer Besonderheit obendrein: … Barbara Honigmann erzählt das deutsch-jüdische, bohèmehaft-kommunistische Leben ihres Vaters Georg weiterlesen
Es darf gefeiert werden: 30 Jahre Literatur-Atelier Köln
Warum soll ich das lesen? Das sei, schreibt Ulla Lenze, eine im Jahre 2002 „gern geäußerte Frage“ im Kölner Literatur-Atelier gewesen. Womöglich ist sie dies sogar heute noch. Denn so schlecht ist die Frage gar nicht. Zumal dann nicht, wenn sich eine Autorin oder ein Autor noch nicht sicher ist, was vom eigenen Text zu … Es darf gefeiert werden: 30 Jahre Literatur-Atelier Köln weiterlesen
Kein Schreiben ohne Scheitern – Kölner Literaturnacht revisited (6)
Die 1. Kölner Literaturnacht, veranstaltet vom Verein Literaturszene Köln, bot 137 Veranstaltungen an 42 Orten. Weil immer alles so schnell verrauscht, soll hier in einer kleinen Reihe an einige Veranstaltungen erinnert werden. 6. Fuck-up-Night im Weltempfänger Ein fabelhaftes Format: Die Fuck-up-Night. Entstanden in der Business-Welt und angeblich erstmals praktiziert in Mexiko-Stadt, vor Jahren schon. Darum geht … Kein Schreiben ohne Scheitern – Kölner Literaturnacht revisited (6) weiterlesen
„Die Lyrik-Kiste bleibt in Mutters Keller“ – Kölner Literaturnacht revisited (5)
Die 1. Kölner Literaturnacht, veranstaltet vom Verein Literaturszene Köln, bot 137 Veranstaltungen an 42 Orten. Weil immer alles so schnell verrauscht, soll hier in einer kleinen Reihe an einige Veranstaltungen erinnert werden. 5. Mariana Leky in der artothek Knie, Rücken, Zahn, Nebenhöhlen – Arzt-Besuche hielten Mariana Leky eine Weile vom Schreiben ab, bis ihr ein … „Die Lyrik-Kiste bleibt in Mutters Keller“ – Kölner Literaturnacht revisited (5) weiterlesen
„Mal was Richtiges schreiben“ – Kölner Literaturnacht revisited (4)
Die 1. Kölner Literaturnacht, veranstaltet vom Verein Literaturszene Köln, bot 137 Veranstaltungen an 42 Orten. Eine stimulierende Leistungsschau, bei der viele Facetten berücksichtigt wurden. Weil immer alles so schnell verrauscht, soll hier in einer kleinen Reihe an einige Veranstaltungen erinnert werden. 4. Werner Köhler bei Kiepenheuer & Witsch „Eine echte Buchpremiere“, das bestätigte Helga Rese-Fresch … „Mal was Richtiges schreiben“ – Kölner Literaturnacht revisited (4) weiterlesen
„Was alles schwedische Literatur sein kann“ – Kölner Literaturnacht revisited (3)
Die 1. Kölner Literaturnacht, veranstaltet vom Verein Literaturszene Köln, bot 137 Veranstaltungen an 42 Orten. Eine stimulierende Leistungsschau, bei der viele Facetten berücksichtigt wurden. Weil immer alles so schnell verrauscht, soll hier in einer kleinen Reihe an einige Veranstaltungen erinnert werden. 3. Die Kunst des Übersetzens Vom Übersetzen war in dieser Ersten Kölner Literaturnacht einige … „Was alles schwedische Literatur sein kann“ – Kölner Literaturnacht revisited (3) weiterlesen
„Mein Großvater war Goethe“ – Kölner Literaturnacht revisited (2)
Die 1. Kölner Literaturnacht, veranstaltet vom Verein Literaturszene Köln, bot 137 Veranstaltungen an 42 Orten. Eine stimulierende Leistungsschau, bei der viele Facetten berücksichtigt wurden. Weil immer alles so schnell verrauscht, soll hier in einer kleinen Reihe an einige Veranstaltungen erinnert werden. 2. Literaturhaus Köln Wer es darauf anlegte, konnte in der 1. Kölner Literaturnacht … „Mein Großvater war Goethe“ – Kölner Literaturnacht revisited (2) weiterlesen
Zum Geburtstag: Volker Brauns Texte über sein Leben mit dem Widerspruch
Oft sind die kürzesten Fragen die heikelsten: „Lebe ich wirklich? Habe ich es verwirkt?“ Volker Braun formuliert dieses Doppel in seinem neuen Prosaband „Handstreiche“. Darin enthalten sind Notate und Miniaturen, keinesfalls „Maximen und Moritzen“, wie er zu scherzen weiß. Veröffentlicht werden sie nun zum 80. Geburtstag des Schriftstellers, der in Dresden geboren wurde und … Zum Geburtstag: Volker Brauns Texte über sein Leben mit dem Widerspruch weiterlesen
„Nominiert für den Literaturnobelpreis 2054“ – Kölner Literaturnacht revisited (1)
Die 1. Kölner Literaturnacht, veranstaltet vom Verein Literaturszene Köln, bot 137 Veranstaltungen an 42 Orten. Eine stimulierende Leistungsschau, bei der viele Facetten berücksichtigt wurden. Weil immer alles so schnell verrauscht, soll hier in einer kleinen Reihe an einige wenige Veranstaltungen erinnert werden. 1. Kunsthochschule für Medien Heimeligere Leseorte als den Seminarraum 0.18/0.19 der Kunsthochschule … „Nominiert für den Literaturnobelpreis 2054“ – Kölner Literaturnacht revisited (1) weiterlesen
Peter Careys Held fährt quer durch Australien und landet bei seinen Vorfahren
Er habe sich lange davor gedrückt, über die Unterdrückung der Ureinwohner und den Rassismus in seinem Land zu schreiben, bekannte Australiens bester Gegenwartsautor in einem Interview in der Tageszeitung „The Australian“. Ganz einfach, weil er geglaubt habe, es stehe einem Weißen nicht zu, aus dem Leid der Aborigines eine Story zu machen. Erst mit … Peter Careys Held fährt quer durch Australien und landet bei seinen Vorfahren weiterlesen
„Wir füllen eine Lücke“ – Bettina Fischer und Uwe Kalkowski über die erste Kölner Literaturnacht
Die 1. Kölner Literaturnacht findet am Samstag, 4. Mai 2019, zwischen 16 Uhr und Mitternacht statt.Geboten werden 137 Veranstaltungen an 42 Orten. Initiator ist der vor einem Jahr gegründete Verein Literaturszene Köln. Ein Interview mit Bettina Fischer und Uwe Kalkowski. Was war die Initialzündung für die 1. Kölner Literaturnacht? Bettina Fischer: Ausgangspunkt war, dass sich … „Wir füllen eine Lücke“ – Bettina Fischer und Uwe Kalkowski über die erste Kölner Literaturnacht weiterlesen
„Zeichen einer literarischen Auferstehung“ – Teil 2 der Kölner Autoren-Umfrage
Die 1. Kölner Literaturnacht findet am Samstag, 4. Mai 2019, zwischen 16 Uhr und Mitternacht statt. Initiator ist der vor einem Jahr gegründete Verein Literaturszene Köln. Geboten werden 137 Veranstaltungen an 42 Orten. Wie beurteilen Kölner Autorinnen und Autoren die Entwicklung der Literaturstadt Köln? Zweiter Teil der Umfrage. Den ersten gibt es hier. … „Zeichen einer literarischen Auferstehung“ – Teil 2 der Kölner Autoren-Umfrage weiterlesen
Eine Fundsache: I. B. Singers wiederentdeckter Roman über die Prostituierte Keila, die raus will aus dem Sumpf
„Es kam selten vor, dass eine Frau, die schon in drei Bordellen gearbeitet hatte, noch heiratete, und dazu einen gebildeten Mann, einen Halbintellektuellen wie Jarmy Stachel.“ Dies sei, so lesen wir, „ein Omen für alle Warschauer Huren, nicht die Hoffnung aufzugeben, ein Zeichen, dass die Liebe noch immer die Welt regierte, auch wenn man bis … Eine Fundsache: I. B. Singers wiederentdeckter Roman über die Prostituierte Keila, die raus will aus dem Sumpf weiterlesen