Tiefe Kratzer an der Naturschutz-Ikone: John Muirs „Yosemite“-Eloge und die Saat des Rassismus

Über die Sequoias sagt John Muir, dass sie die „Könige der Bäume“ seien. Foto: Bücheratlas John Muir gilt als „Vater der Nationalparks“ in den USA. Diesen Ruf erlangte er vor allem mit seinen Schriften, in denen er die Natur emphatisch feierte, vor allem den Yosemite Park, in dem er sich zehn Jahre lang aufgehalten hat. … Tiefe Kratzer an der Naturschutz-Ikone: John Muirs „Yosemite“-Eloge und die Saat des Rassismus weiterlesen

Erst die Heirat, dann die Liebeserklärung an die Insel: Stephan Thomes Roman „Pflaumenregen“ und seine „Gebrauchsanweisung für Taiwan“

Straßenszene in der Hauptstadt Taipeh Foto: Bücheratlas Stephan Thome kommt sofort zur Sache. In einem Vorwort zu seinem Roman „Pflaumenregen“ (Suhrkamp) hält er fest: „Heute ist Taiwan eine ebenso lebendige wie gefährdete Demokratie, denn das Regime in Peking betrachtet die Insel – die nie zur Volksrepublik gehört hat – als Teil seines Staatsgebiets und strebt … Erst die Heirat, dann die Liebeserklärung an die Insel: Stephan Thomes Roman „Pflaumenregen“ und seine „Gebrauchsanweisung für Taiwan“ weiterlesen

Matinee mit Witz und Wumms: Jackie Thomaes großer Roman „Brüder“ ist das Buch für die Stadt 2021 in Köln und der Region

Jackie Thomae Bilder: BücheratlasModeratorin Anne Burgmer (links) mit Bettina Fischer (Literaturhaus Köln) und Joachim Frank (Kölner Stadt-Anzeiger)Jackie Thomae und Anne BurgmerZum Schluss der Matinee gibt es für die Autorin viel Beifall und eine Erinnerungsurkunde an das "Buch für die Stadt 2021". Wer noch einen Lektüretipp braucht – hier ist er: „Brüder“ von Jackie Thomae. Das … Matinee mit Witz und Wumms: Jackie Thomaes großer Roman „Brüder“ ist das Buch für die Stadt 2021 in Köln und der Region weiterlesen

Drei Leuchtturmwärter verschollen im Atlantik: Emma Stonex erzählt eindringlich ihre Version eines historischen Falles

Foto: Bücheratlas Helen Blacks Erinnerungen an ihren Mann sind nur noch „Bruchstücke, verdorrte Schuppen, die sie umwehten wie Laub, das durch die Küchentür getrieben wurde. Manchmal bekam sie eine zu fassen und konnte sie genauer betrachten, aber meist sah sie nur, wie diese Blätter um ihre Knöchel wehten, und fragte sich, wie um aller Welt … Drei Leuchtturmwärter verschollen im Atlantik: Emma Stonex erzählt eindringlich ihre Version eines historischen Falles weiterlesen

Im Reich der Nibelungen: Felicitas Hoppes Helden-Roman, den sie als „deutschen Stummfilm“ bezeichnet, ist ein verspieltes Literaturkunststück

Felicitas Hoppe öffnet mit Schwung das Tor zum Reich der Nibelungen. Foto: Bücheratlas Einen deutschen Stummfilm haben wir uns anders vorgestellt. Nicht so beredt wie „Die Nibelungen“, die Felicitas Hoppe nun neu in Szene setzt. Immerhin – die grau-schwarzen Tafeln („Hagen geht baden“) mit den Kapitel-Überschriften schaffen ein wenig Stummfilm-Atmosphäre. Aber ansonsten tauchen wir lesend … Im Reich der Nibelungen: Felicitas Hoppes Helden-Roman, den sie als „deutschen Stummfilm“ bezeichnet, ist ein verspieltes Literaturkunststück weiterlesen

Zwei Außenseiter in der irischen Provinz: Tana Frenchs psychologisch starker Kriminalroman „Der Sucher“

Original irische Schafe in original irischer Landschaft - sie spielen, wer hätte es gedacht, eine Rolle in diesem Irland-Krimi. Foto: Bücheratlas Tana French, 1973 im US-Bundesstaat Vermont geboren und seit 1990 im irischen Dublin zu Hause, gehört zu den vielseitigsten Autorinnen der englischsprachigen Krimiszene. Handlungsorte und Protagonisten wechseln von Roman zu Roman. Nur eines ist … Zwei Außenseiter in der irischen Provinz: Tana Frenchs psychologisch starker Kriminalroman „Der Sucher“ weiterlesen

„Mit Comics durch Köln“ – 24 Zeichnerinnen und Zeichner führen zu Traumorten und Alptraumorten rund um den Dom

Martin Böers Blick auf die Zülpicher Straße vor dem großen Party-Sturm. Alle Fotos stammen aus dem besprochenen Band des Emons-Verlags. Garantiert ohne Dom – das war die Verabredung zu diesem Kölner Comic-Stadtführer. „Watt ne Schnapsidee“, schreibt Hella von Sinnen in ihrem Vorwort. Doch tatsächlich kommen die 24 durch die Stadt flanierenden Zeichnerinnen und Zeichner in … „Mit Comics durch Köln“ – 24 Zeichnerinnen und Zeichner führen zu Traumorten und Alptraumorten rund um den Dom weiterlesen

Juan Rulfo ist der Urvater des „Magischen Realismus“ – Die Werke des großen Mexikaners liegen nun in der Neuübersetzung von Dagmar Ploetz vor

Mexikanische Straßenszene - doch bunt und luftballonleicht geht es in Juan Rulfos Werken nicht zu. Foto: Bücheratlas Der Schriftsteller Juan Rulfo ist ein Klassiker der Moderne. Das darf man getrost noch einmal feststellen. Zwar haben schon viele Literaturfreunde das so schmale wie einflussreiche Werk des Mexikaners gepriesen. Allerdings ist sein Name keineswegs überall vertraut. Darum … Juan Rulfo ist der Urvater des „Magischen Realismus“ – Die Werke des großen Mexikaners liegen nun in der Neuübersetzung von Dagmar Ploetz vor weiterlesen

„Ich bin normal. Ein normaler Schriftsteller“: Der fabelhafte Sammelband „Michel Houellebecq“ beleuchtet den Literaturstar aus vielen Perspektiven

Ein großes Rad wird hier gedreht, um Michael Houellebecq auf die Spur zu kommen. Foto: Bücheratlas Eine SMS für Bernhard-Henri Levy in Paris. Der Publizist erhält sie an einem Sonntag im Winter 2007. Ihr Inhalt: „Ich habe beschlossen, heute Abend Selbstmord zu begehen.“ Der Absender: Michel Houellebecq. Levy kennt den Autor kaum. Doch die Sache … „Ich bin normal. Ein normaler Schriftsteller“: Der fabelhafte Sammelband „Michel Houellebecq“ beleuchtet den Literaturstar aus vielen Perspektiven weiterlesen

Zwischen Sibirien und Subbelrath, Tanka und Take That: Die zweite „Kölner Literaturnacht“ im Rückblick und mit Ausblick

Gleich, gleich geht's los. Foto: Bücheratlas Was ist möglich in einer Nacht? Was zumal in einer „Literaturnacht“? Eine solche gab es jetzt in Köln zum zweiten Mal. Nach der Premiere im Mai 2019 fiel die zweite Ausgabe zunächst einmal ins Wasser beziehungsweise wurde sie im Lockdown 2020 versenkt. Nun also auf ein Neues. Und weil … Zwischen Sibirien und Subbelrath, Tanka und Take That: Die zweite „Kölner Literaturnacht“ im Rückblick und mit Ausblick weiterlesen

„Trauer ist das Glück, geliebt zu haben“ – Chimamanda Ngozi Adichie schreibt über den Verlust ihres Vaters

Foto: Bücheratlas Trauer, das sind Tränen, die unaufhörlich fließen, die den Körper auslaugen und die Muskeln zittern lassen. Zu trauern bedeutet, „nie wieder“ zu sagen. Nie wieder die Stimme zu hören - in diesem Falle die des Vaters. Nie wieder dieses bestimmte kleine Lachen zu lachen, wenn er einen Witz macht. Nie wieder nach seinem … „Trauer ist das Glück, geliebt zu haben“ – Chimamanda Ngozi Adichie schreibt über den Verlust ihres Vaters weiterlesen

Nie wieder auf diese Insel: Douglas Skelton erzählt mit archaischer Wucht die Kriminalgeschichte der „Toten von Thunder Bay“

Ist das Rebecca Conolly bei ihren Recherchen? Zumindest handelt sich es sich um ein original schottisches Insel-Setting. Foto: Bücheratlas Thriller und Kriminalromane des DuMont Buchverlags stehen seit Jahren für Hochspannung und literarische Qualität. Man denke an die wunderbaren Geistergeschichten von Jess Kidd, die stimmungsvollen Provence-Krimis von Cay Rademacher oder die Nordseemord-Serie der Niederländerin Isa Maron. … Nie wieder auf diese Insel: Douglas Skelton erzählt mit archaischer Wucht die Kriminalgeschichte der „Toten von Thunder Bay“ weiterlesen

Schreiben in einer zerstückelten Welt: Japans Starautorin Sayaka Murata spricht in Köln über ihren Blick ins Aquarium und die Pandemie

Mit dem traditionellen Rollenbild finden sich Sayaka Muratas Heldinnen nicht so schnell ab. Foto: Bücheratlas Beim dritten Versuch hat es geklappt! Schon vor eineinhalb Jahren sollte Sayaka Murata im Japanischen Kulturinstitut in Köln auftreten. Doch dann kam die Pandemie dazwischen. Auch ein zweiter Anlauf musste abgebrochen werden. Doch nun konnte Japans internationale Starautorin, die mit … Schreiben in einer zerstückelten Welt: Japans Starautorin Sayaka Murata spricht in Köln über ihren Blick ins Aquarium und die Pandemie weiterlesen

Die Welt ist aus den Fugen geraten: Andreas Izquierdo erzählt in „Revolution der Träume“ die Geschichte von Isi, Carl und Arthur weiter

Stillleben mit Blättern auf Schirm in Berlin Foto: Bücheratlas Der Erste Weltkrieg ist verloren, Deutschland steht am Rande einer Revolution. Es wird noch Jahre dauern, bis das geschundene Land scheinbar zu Ruhe kommt. Um bald darauf in die nächste Katastrophe, den nächsten Krieg zu schlittern. Auch die Freunde Isi, Carl und Artur versuchen, sich einzufinden … Die Welt ist aus den Fugen geraten: Andreas Izquierdo erzählt in „Revolution der Träume“ die Geschichte von Isi, Carl und Arthur weiter weiterlesen

Ein Kater trifft Robespierre, mutiert im Kongo zum Leoparden und diskutiert mit Andy Warhol: Michael Köhlmeiers turbulenter Wälzer „Matou“

Wäre Matou ein Tischtennisspieler, der jedem chinesischen Superstar die Bälle um die Ohren fetzte, würde uns das auch nicht mehr wundern. Das müsste uns ja nur mal einer erzählen. Wir sind übrigens nicht sicher, ob die Katze auf unserem Foto ein Kater ist. Sicher sind wir allerdings, dass es sich nicht um Matou handelt, denn … Ein Kater trifft Robespierre, mutiert im Kongo zum Leoparden und diskutiert mit Andy Warhol: Michael Köhlmeiers turbulenter Wälzer „Matou“ weiterlesen

„Sehr, sehr schön und extrem talentiert“: Kunsthochschule für Medien Köln mit der vierten Anthologie zum Literarischen Schreiben

Stillleben mit Fahrrad, Motorhaube und Eingangstür zur KHM in Köln Foto: Bücheratlas Ganz gewiss ist das ungerecht. Aber ein besonderes Vergnügen in „Kurze 04“ sind die minimalistischen Biografien respektive Autobiografien der Autorinnen und Autorinnen, die diese vierte Anthologie des Literarischen Schreibens an der Kunsthochschule für Medien in Köln beschließen. Da wird nämlich nicht selten abgewichen … „Sehr, sehr schön und extrem talentiert“: Kunsthochschule für Medien Köln mit der vierten Anthologie zum Literarischen Schreiben weiterlesen

Natalja Iwanowa ermittelt in St. Petersburg: „Tod in weißen Nächten“ ist das hervorragende Krimidebüt von G. D. Abson

Eine der schönen Seiten von St. Petersburg - die allerdings in G. D. Absons Krimidebüt keine prominente Rolle spielen. Foto: Bücheratlas Die Vornamen des Autors verbergen sich hinter dem Kürzel „G. D.“. Mister Abson, laut Klappentext  aufgewachsen auf Militärbasen in Deutschland und studierter Politologe, traut sich offensichtlich nicht so recht aus der Deckung. Nötig hätte … Natalja Iwanowa ermittelt in St. Petersburg: „Tod in weißen Nächten“ ist das hervorragende Krimidebüt von G. D. Abson weiterlesen

Der Soldat, der das Kriegsende verpasst hat: Werner Herzog erzählt in „Das Dämmern der Welt“ die Geschichte des Japaners Hiroo Onoda

Hiroo Onoda ist in Japan ein Mythos. Seine Uniform wir im Yasukuni-Schrein in Tokio aufbewahrt. Der Schrein ist umstritten, weil unter den zweieinhalb Millionen Soldaten, derer da gedacht wird, schreibt Werner Herzog, „auch die Namen von etwa tausend verurteilten Kriegsverbrechern“ sind. Foto: Bücheratlas Schluss ist erst, wenn der kommandierende Offizier es sagt. Das aber dauert … Der Soldat, der das Kriegsende verpasst hat: Werner Herzog erzählt in „Das Dämmern der Welt“ die Geschichte des Japaners Hiroo Onoda weiterlesen

Der Baum, der wie ein Zombie aussieht: Marc Engelhardt porträtiert in der Reihe Naturkunden den Baobab

Warum der Baobab in Deutschland auch Flaschenbaum genannt wird, erschließt sich recht schnell. Diese beiden Exemplare erfreuen im Outback hoch im Norden Australiens. Foto: Bücheratlas Nahrungsspender, Wasserspeicher, Sonnenschirm – der fassförmige Baobob ist ein Baum für alle Fälle, nicht wegzudenken aus den Landschaften Afrikas und Australiens. Selbst als Gefängnis taugt der Einzelgänger, wie ein westaustralisches … Der Baum, der wie ein Zombie aussieht: Marc Engelhardt porträtiert in der Reihe Naturkunden den Baobab weiterlesen

„Von Kölle lernen“: Ulla Hahn spricht in der Literatur-in-Köln-Reihe über ihr Interview mit Wolfgang Overath, ihren Sehnsuchtsort und die Heimat in der Sprache

Da steht noch ein Paar Schuhe am Rhein: Ausstellungsstück im rekonstruierten „Leseschuppen“ in Monheim am Rhein, gleich neben dem Haus, in dem Ulla Hahn aufgewachsen ist. Foto: Bücheratlas Gleich zwei Sehnsuchtsorte hat Ulla Hahn, die 1945 in Brachthausen im Sauerland geboren wurde und in Hamburg lebt. Der eine ist Monheim, wo sie aufgewachsen ist, und … „Von Kölle lernen“: Ulla Hahn spricht in der Literatur-in-Köln-Reihe über ihr Interview mit Wolfgang Overath, ihren Sehnsuchtsort und die Heimat in der Sprache weiterlesen