Der Widerstand der Weißen Rose: Maren Gottschalk über das Leben der Sophie Scholl, die vor 100 Jahren geboren wurde

Foto: Bücheratlas Brave, herrliche junge Leute!“ sagte Thomas Mann am 27. Juni 1943 im Radioprogramm der BBC. „Ihr sollt nicht umsonst gestorben, sollt nicht vergessen sein.“ Die führenden Mitglieder der Weißen Rose, denen diese Dichterworte galten, waren kurz zuvor hingerichtet worden: Hans Scholl, Sophie Scholl, Kurt Huber, Willi Graf und Alexander Schmorell. Weitere Mitglieder wurden … Der Widerstand der Weißen Rose: Maren Gottschalk über das Leben der Sophie Scholl, die vor 100 Jahren geboren wurde weiterlesen

Universal-Architekt der Leichtigkeit: Prachtband würdigt das Werk des Gio Ponti – vom superleichten Stuhl zum Wolkenkratzer

Seitenansicht des Pirelli-Hochhauses in Mailand, das in den Jahren 1956 bis 1960 errichtet wurde. Die Firma Pirelli hat das Gebäude 1978 an die lombardische Regionalregierung verkauft. Heute ist es Sitz des Regional-Parlaments. Foto: Taschen Verlag Was vor allem beeindruckt: Gio Ponti (1891 - 1979), der Architekt aus Mailand, war ein Mann der zahlreichen Talente. So … Universal-Architekt der Leichtigkeit: Prachtband würdigt das Werk des Gio Ponti – vom superleichten Stuhl zum Wolkenkratzer weiterlesen

Das Sektenhaus im belgischen Wald: Linus Geschke beendet mit „Engelsgrund“ seine erfolgreiche Thriller-Trilogie

Foto: Bücheratlas Es ist vollbracht: Alexander Born hat seinen letzten Fall abgeschlossen. Mit „Engelsgrund“ beendet Linus Geschke seine erfolgreiche Thriller-Trilogie um den Berliner Privatermittler. Das Personal ist das alte: Born, der kantige Ex-Polizist mit der kriminellen Vergangenheit, seine frühere Kollegin Clara Diaz. Und natürlich der zwielichtige russische Restaurantbesitzer Dimitri Saizew und dessen Landsmann Andrej, der … Das Sektenhaus im belgischen Wald: Linus Geschke beendet mit „Engelsgrund“ seine erfolgreiche Thriller-Trilogie weiterlesen

Verfolgt, vergessen und jetzt groß präsentiert: Hermann Borchardts Werkausgabe startet mit Rauswurf aus der UdSSR, Überleben im KZ und Exil in den USA

Fotografie aus dem Reisepass von Hermann Borchardt, mit dem er 1933 nach Frankreich geflohen ist. Foto: Nachlass Hermann Borchardt, Deutsches Exilarchiv 1933-1945, Frankfurt am Main Hermann Borchardt (1888-1951) ist kein Influencer. Kein Garant für erhöhte Aufmerksamkeit bei bloßer Erwähnung. Nicht einmal in literarischen Kreisen ist er gängige Münze. Wer den Namen heute höre, lesen wir … Verfolgt, vergessen und jetzt groß präsentiert: Hermann Borchardts Werkausgabe startet mit Rauswurf aus der UdSSR, Überleben im KZ und Exil in den USA weiterlesen

Schätze aus dem Mustopf: Jochen Schmidt „weiß noch, wie King Kong starb“, lobt die Bommelmütze und guckt sich Union Berlin an

Jochen Schmidt mit Mütze, aber ohne Bommel. Foto: Bücheratlas Kleine Aufheiterung gefällig? Da sind wir bei Jochen Schmidt an der richtigen Adresse. Hauptsache heiter – das gilt für sein Werk im Allgemeinen und für seine druckfrischen Forschungsergebnisse im Besonderen: „Ich weiß noch, wie King Kong starb“. Der Berliner Autor versammelt hier alles, was ihm im … Schätze aus dem Mustopf: Jochen Schmidt „weiß noch, wie King Kong starb“, lobt die Bommelmütze und guckt sich Union Berlin an weiterlesen

Als polnischer Jude unter Nazibonzen: Leopold Tyrmand erzählt in „Filip“ die autobiografische Geschichte eines Überlebenskünstlers

Foto: Bücheratlas Es ist der Sommer im kriegerischen Jahr 1943: Selbst im Frankfurter Parkhotel wird der Kaffee verdünnt, und nachts erschüttern die Bomben der Alliierten die Mauern des renommierten Grandhotels. Ausgerechnet hier, am Wiesenhüttenplatz, hat Filip Vincel Zuflucht gesucht. Denn der smarte Kellner stammt beileibe nicht aus Frankreich, wie er seiner Umgebung mit französischem Zungenschlag … Als polnischer Jude unter Nazibonzen: Leopold Tyrmand erzählt in „Filip“ die autobiografische Geschichte eines Überlebenskünstlers weiterlesen

Bei den Nenzen in Sibirien: Anna Nerkagis Nomadenroman „Weiße Rentierflechte“

Hoch im Norden Sibiriens, mitten im Weißen und nicht weit vom Pol entfernt, wohnen die Nenzen. Foto: Bücheratlas Bei den Nenzen scheint die moderne Welt in sehr weiter Ferne zu wirbeln. Die Tradition spielt bei diesem kleinen Nomadenvolk in Nordsibirien eine große Rolle. Was wir darüber in Anna Nerkagis Roman „Weiße Rentierflechte“ erfahren, ist zuweilen … Bei den Nenzen in Sibirien: Anna Nerkagis Nomadenroman „Weiße Rentierflechte“ weiterlesen

Alles ist gut: Helga Schuberts Triumph mit ihren Lebensgeschichten „Vom Aufstehen“

Einblicke in ihr Leben gewährt Helga Schubert in dem Band „Vom Aufstehen“. Das Foto am Kopf der Seite zeigt die Autorin bei ihrer Lesung für den Bachmannpreis 2020 - im Fernsehen übertragen von 3Sat. Foto und Screenshot: Bücheratlas Den größten Triumph erlebte dieses Buch schon vor seiner Veröffentlichung. Denn im Jahr 2020 gewann Helga Schubert … Alles ist gut: Helga Schuberts Triumph mit ihren Lebensgeschichten „Vom Aufstehen“ weiterlesen

Grandezza und Fulminanz: Die Dieter-Wellershoff-Stipendien 2021 gehen an Gundula Schiffer und Angela Steidele

Gundula Schiffer (Jahrgang 1980) und Angela Steidele (Jahrgang 1968) erhalten die Dieter-Wellershoff-Stipendien für das Jahr 2021. Das teilte die Stadt Köln am Montag mit, aus deren Pressemitteilung wir hier zitieren. Alphabetisch von links nach rechts: Gundula Schiffer (Foto: Falko Alexander) und Angela Steidele (Foto: Angela Steidele) Die Dieter-Wellershoff-Stipendien wurden im Jahr 2018 erstmals vom Literaturhaus … Grandezza und Fulminanz: Die Dieter-Wellershoff-Stipendien 2021 gehen an Gundula Schiffer und Angela Steidele weiterlesen

„Grundsätzliche Erwägungen“ gegen Frauen: Christine Drews Roman „Freiflug“ über die erste Linienflugkapitänin

Foto: Bücheratlas Rita Maiburg will hoch hinaus. Linienflugkapitänin will sie werden. Die großen Passagiermaschinen fliegen. Als erste Frau bei der Deutschen Lufthansa. Als erste Frau auf der ganzen Welt. Doch die junge Pilotin scheitert an den Realitäten des Jahres 1974. Weibliche Flugzeugführer kämen „aus grundsätzlichen Erwägungen nicht zum Einsatz“, teilt ihr die Fluggesellschaft in einem … „Grundsätzliche Erwägungen“ gegen Frauen: Christine Drews Roman „Freiflug“ über die erste Linienflugkapitänin weiterlesen

Insel der Kobolde und des Schweigens: „Schilf im Wind“ ist das Meisterwerk der Nobelpreisträgerin Grazia Deledda

Foto: Bücheratlas Don Giacinto radelt per Fahrrad in die alte Welt. Der Sohn von Lia Pintor besucht zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Ort auf Sardinien, aus dessen Enge die mittlerweile verstorbene Mutter einst geflohen war. Es ist der Wechsel auf eine archaische Insel, geprägt von Armut und Ehre. Weder ist die Malaria ausgerottet noch … Insel der Kobolde und des Schweigens: „Schilf im Wind“ ist das Meisterwerk der Nobelpreisträgerin Grazia Deledda weiterlesen

Auf der Suche nach den Lichtquellen im Leben: Andreas Altmann legt seine „Gebrauchsanweisung für Heimat“ vor

Heimat hat viele Gesichter und Erscheinungsformen Foto: Bücheratlas Seine „natürliche Heimat“ hat Andreas Altmann schon vor mehr als 50 Jahren verlassen. „Im Laufschritt, fluchend, unter Tränen der Freude, unter Tränen frisch bezogener Prügel“ ist er als 18-Jähriger fort aus Altötting, dem Ort seiner Geburt. Weg vom brutalen Vater, weg aus „dieser Brutstätte prügelnder Lehrer, Priester … Auf der Suche nach den Lichtquellen im Leben: Andreas Altmann legt seine „Gebrauchsanweisung für Heimat“ vor weiterlesen

Pocken in der Eifel: Steffen Kopetzkys Roman „Monschau“ erzählt ein Virus-Drama aus dem Jahre 1962

Materielle Spuren des Nationalsozialismus sind noch heute in der Eifel zu besichtigen. Über die Panzersperren hinweg geht der Blick auf Lammersdorf, wo sich 1962 die Pocken-Epidemie zugetragen hat, von der im Roman „Monschau“ die Rede ist. Foto: Bücheratlas Aerosole, Infizierte, Quarantäne – kommt einem das irgendwie bekannt vor? In Steffen Kopetzkys Roman „Monschau“ sind diese … Pocken in der Eifel: Steffen Kopetzkys Roman „Monschau“ erzählt ein Virus-Drama aus dem Jahre 1962 weiterlesen

Raus aus dem Nest! Francesca Buoninconti verfolgt „Die erstaunlichen Wanderungen der Tiere“

Pinguine gehören zu den Tieren, die ganz schön rumkommen im Leben. Unser Modell macht gerade Station auf der Isla Valdez im patagonischen Argentinien. Foto: Bücheratlas Im eigenen Nest hocken und auf bessere Zeiten hoffen? Von wegen! Raus in die Welt ist das Motto von Millionen Vögeln und anderem Getier, die zweimal im Jahr zur großen … Raus aus dem Nest! Francesca Buoninconti verfolgt „Die erstaunlichen Wanderungen der Tiere“ weiterlesen

Islands Frauen, Islands Lyrik: Der Übersetzer Wolfgang Schiffer über den Gedichtband „das kleingedruckte“ von Linda Vilhjálmsdóttir

Linda Vilhjálmsdóttir Foto: Studio Gassi Der Gedichtband „das kleingedruckte“ der Isländerin Linda Vilhálmsdóttir handelt in kraftvollen Versen von den Frauen Islands – nicht zuletzt von den sogenannten Bergfrauen, die „souverän und unabhängig“ hervortreten. Diese Gedichte sind so klar und frisch wie die Luft auf der Insel (wenn nicht gerade ein Vulkan seine Asche ausspeit). Die … Islands Frauen, Islands Lyrik: Der Übersetzer Wolfgang Schiffer über den Gedichtband „das kleingedruckte“ von Linda Vilhjálmsdóttir weiterlesen

Ada ist 22 Jahre alt und ohne Peilung: „Aufregende Zeiten“ ist das schnoddrig-aufregende Erzähldebüt von Noise Dolan

Flaniermeile in Hongkong Foto: Bücheratlas Es hätte jede andere Stadt sein können. Doch Ada verschlägt es nach Hongkong. „In Dublin war ich traurig gewesen, beschloss, dass daran Dublin schuld war, und dachte, Hongkong würde helfen.“ Ein Trugschluss, wie sich schnell herausstellt. Die Mitbewohnerinnen in der Airbnb-Wohnung gehen ihr auf die Nerven, ihr Job an der … Ada ist 22 Jahre alt und ohne Peilung: „Aufregende Zeiten“ ist das schnoddrig-aufregende Erzähldebüt von Noise Dolan weiterlesen

Arnold Stadler schildert seine Sehnsuchtsreise zum Kilimandscharo: „Am siebten Tag flog ich zurück“

Zuhause in Tansania Foto: Bücheratlas Den Kilimandscharo hatte Arnold Stadler in seiner Kindheit stets im Blick. Da hing der Gipfel über dem heimischen Esstisch. Ein Ölgemälde des Künstlers Fritz Lang, allerdings nicht identisch mit dem Film-Regisseur. Dieses Bild hat die Sehnsucht geweckt. Das ist lange her. Doch die Sehnsucht blieb. Da traf es sich dann … Arnold Stadler schildert seine Sehnsuchtsreise zum Kilimandscharo: „Am siebten Tag flog ich zurück“ weiterlesen

Die SWR-Bestenliste für den April: Höhepunkte von Patrick Modiano bis Sharon Dodua Otoo

Screenshot: Bücheratlas Die SWR-Bestenliste, wir sagten es auf diesem Blog schon einmal, gehört zu denjenigen Listen, die immer wieder Aufmerksamkeit verdienen, weil sie Substanz haben. Was hier von Kritikerinnen und Kritikern empfohlen wird, kann sich lesen lassen. Die aktuelle Liste für den April gefällt uns allerdings auch deshalb mal wieder sehr gut, weil einige der … Die SWR-Bestenliste für den April: Höhepunkte von Patrick Modiano bis Sharon Dodua Otoo weiterlesen

Wolfgang Niedecken schreibt in der KiWi-Musikbibliothek: „Bob Dylan war immer da für mich“

Wolfgang Niedecken im Heimathafen Foto: Bücheratlas Zweimal hat Wolfgang Niedecken den Literaturnobelpreisträger und Musikerkollegen Bob Dylan persönlich getroffen. Jeweils backstage nach einem Konzert des Amerikaners in Köln und in Saarbrücken. Bei der Begegnung am Rhein war Niedecken „völlig überrascht, wie unfassbar schlaff sein Händedruck ist “. An der Saar gab es dann kein Händeschütteln, sondern … Wolfgang Niedecken schreibt in der KiWi-Musikbibliothek: „Bob Dylan war immer da für mich“ weiterlesen

„Ras doch nicht so, Jahr, tu langsam!“: Martin Walsers „Sprachlaub“ über Leben und Vergänglichkeit

Martin Walser Foto: Bücheratlas Darauf läuft am Ende alles hinaus. Auf dieses eine Tätigkeitswort. Auch in Martin Walsers jüngstem, wir-wissen-nicht-genau-wievieltem Werk. Ein simples, ein goldenes Tätigkeitswort: „leben“. Zur besseren Sichtbarkeit ist es kursiv gesetzt. Und das kommt so: „Stich mich nicht in die Hüfte, Freund, / zapf mich nicht an, ich wehre mich / nicht, … „Ras doch nicht so, Jahr, tu langsam!“: Martin Walsers „Sprachlaub“ über Leben und Vergänglichkeit weiterlesen