Die Schreckensnacht von Solingen hat sich in Özlem Özgül Dündars Erinnerung fest eingeschrieben. Sie selbst stand 1993 vor dem abgebrannten Haus, als sie zehn Jahre alt war, und hörte, wie die Erwachsenen über den rechtsextremistischen Brandanschlag sprachen, bei dem fünf Menschen türkischer Herkunft ums Leben gekommen waren. Von dieser Mordtat handelt auch ihr Roman-Projekt … Özlem Özgül Dündars Roman „Und ich brenne“ über den Brandanschlag von Solingen weiterlesen
Michael Ondaatje mit „Kriegslicht“ auf Tournee
Vom „Fantasma der Reinigung“ war erst ganz am Schluss die Rede. Also von der Angst vor dem Fremden, welche die Populisten weltweit schüren, nicht zuletzt solche, die selber oder deren Vorfahren einst als Fremde in ihre neue Heimat gezogen sind. Michael Ondaatje, der großartige Autor von Weltliteratur, konnte in Köln nur verständnislos den Kopf schütteln, … Michael Ondaatje mit „Kriegslicht“ auf Tournee weiterlesen
Das Kölner Römergrab: „Mehr Antike geht nicht“
Es ist vermutlich die am wenigsten bekannte Attraktion der an Attraktionen durchaus reichen Römerstadt Köln: Das Römergrab an der Aachener Straße in Weiden. Schon in der Antike war die Via Belgica eine herausragende Verkehrsachse. Auf dem Gutsgelände, einer Villa, ist die Grabkammer im dritten Jahrhundert nach Christus errichtet worden, damals neun Kilometer vom antiken Zentrum … Das Kölner Römergrab: „Mehr Antike geht nicht“ weiterlesen
Galerie 10: Menindee Lakes, New South Wales
Foto: Bücheratlas
Jennifer Egan über Donald Trumps amerikanische Psyche
Noch ist Amerika nicht verloren. Nicht, solange es so helle Köpfe gibt wie Jennifer Egan einer ist. Es dauert bei der Lesung in Köln fast eine Stunde, bis der Name das erste Mal fällt: Donald Trump. Die amerikanische Schriftstellerin, die mit ihrem Roman „Manhattan Beach“ derzeit auf Lesereise in Deutschland ist, skizziert da im Kölnischen … Jennifer Egan über Donald Trumps amerikanische Psyche weiterlesen
Maxim Biller packt „Sechs Koffer“
Maxim Biller ist kein Harmonie-Virtuose. Das ist nicht nur bei seinen Fernsehauftritten zu bemerken, sondern auch seiner Literatur eingeschrieben. Exemplarisch steht dafür der Roman „Esra“, der weiterhin dem Buchhandel vorenthalten wird, weil die Justiz die Persönlichkeitsrechte einer real nachweisbaren Romanheldin verletzt sieht. Zwar hat nahezu jedes Werk eine autobiographische Grundierung – und sei es, … Maxim Biller packt „Sechs Koffer“ weiterlesen
Galerie (9): Montmajour
Foto: Bücheratlas
Galerie (8): Castasegna
Foto: Bücheratlas
Jane Harper führt „Ins Dunkel“ des australischen Outback
Ein Betriebsausflug in die australische Wildnis. Keine gute Idee, die der Chef von Bailey-Tennants da hatte. Erst recht nicht, wenn sich die Kollegen alles andere als grün sind. Und eine Mitarbeiterin ihre Arbeitgeber gerade wegen des Verdachts auf Geldwäsche bei der Polizei verpfiffen hat. All das lässt das Schlimmste befürchten, als die zickige Alice Russel … Jane Harper führt „Ins Dunkel“ des australischen Outback weiterlesen
Olivier Guez erzählt vom „Verschwinden des Josef Mengele“
Den Anfang macht ein Zitat des polnischen Dichters Czeslaw Milosz: „Ihr, die ihr Leid über den einfachen Mann brachtet,/ ihr, die ihr über sein Leid lachtet, fühlt euch nicht sicher./ Der Dichter erinnert sich.“ Einer, der Leid über viele Menschen gebracht hat, war Josef Mengele; und einer, der nun an den Nazi-Arzt erinnert, … Olivier Guez erzählt vom „Verschwinden des Josef Mengele“ weiterlesen
Galerie (7): Cap Béar
Foto: Bücheratlas
Kurz und gut: Jack Kerouac
Kurz und gut (10): Jack Kerouac mit "Gammler, Zen und hohe Berge" Okay, die Geschichte ist uralt. Und trotzdem so taufrisch wie eben erst in den Computer gehauen. Die Kurzfassung: Japhy Ryder kifft sich die amerikanische Westküste hoch. Jazz, Frauen, Joint und seinen Schlafsack – mehr braucht der Mann nicht. Jack Kerouac hat die fantastische … Kurz und gut: Jack Kerouac weiterlesen
Galerie (6): Tokio
Alles so schön blau hier: Mindestens einen Titel auf diesem Bücherregal kann auch der Leser erkennen, der des Japanischen ganz und gar nicht mächtig ist. Oder? Werke von Haruki Murakami in einer Buchhandlung in Tokio.Foto: Bücheratlas
Auch Deutsche unter den Opfern: Rom zur Goethezeit
Franz Wercker hatte einen Traum. Von dem erzählt der Kölner Schriftsteller Christian Schnalke in seinem Debütroman „Römisches Fieber“: „Jahrelang hatte Franz davon geträumt, aufzusteigen vom Sohn eines Tagelöhners zu einem respektierten, vielleicht sogar angesehenen Dichter, doch seine geduldigen heimlichen Studien, all die durchlesenen und durchschriebenen Nächte, in denen er mit fiebernden Augen und glühendem Herzen … Auch Deutsche unter den Opfern: Rom zur Goethezeit weiterlesen
Galerie (5): Köln
Kurz und gut: Hilary Mantel
Kurz und gut (9): Hilary Mantel mit "Der Hilfsprediger" Ein Mann mischt ein Dorf auf. Bringt die Nonnen des nahen Klosters auf dumme und den abtrünnigen Father Angwin auf noch viel dümmere Gedanken. Ist der neue Hilfsprediger von Fetherhoughton, der eines nachts tropfnass vor dem Pfarrhaus steht, der Teufel? Ein Engel? Oder ein stinknormaler Betrüger, … Kurz und gut: Hilary Mantel weiterlesen
Galerie (4): Lourmarin
Comic-Zeichnerinnen erzählen von der Arbeit: „Spring“ mit Jubiläumsausgabe
„Spring“ bleibt, was es war: Ein Illustrationsmagazin, das ausschließlich von Zeichnerinnen organisiert wird. Jetzt schon zum 15. Mal. Einmal im Jahr kommt es in Hamburg heraus, mittlerweile erscheint es im mairisch-Verlag. Und zum Jubiläum machen sich die Frauen an die „Arbeit“ – im doppelten Sinne. Aber wieso müssen Männer draußen bleiben? Auf diese Frage … Comic-Zeichnerinnen erzählen von der Arbeit: „Spring“ mit Jubiläumsausgabe weiterlesen
Galerie (3): Florenz
Nobelpreisträgerlesung: Performance vor dem Auftritt von Bob Dylan (Literaturnobelpreisträger 2015) im Forum Nelson Mandela (Friedensnobelpreisträger 1993) in Florenz. Der Glaskasten hat die Größe der einstigen Zelle des Südafrikaners. Foto: Bücheratlas
Kurz und gut: Iori Fujiwara
Kurz und gut (8): Iori Fujiwara mit "Der Sonnenschirm des Terroristen" In einem Park in Tokio geht eine Bombe hoch. Mehrere Tote, zahlreiche Verletzte. Und mittendrin Shimamura, ein abgehalfterter Barbesitzer und bekennender Alkoholiker. Glücklicherweise funktionieren noch ein paar Gehirnzellen in seinem weichgesoffenen Whisky-Hirn, und Shimamura macht sich auf die Suche nach dem Drahtzieher des Anschlags. … Kurz und gut: Iori Fujiwara weiterlesen