Jürgen Heimbach und Lioba Werrelmann siegen beim Glauser-Preis für Kriminalliteratur

Werrelmann (2)

Jurorin Katja Kleiber begründet die Debüt-Auszeichnung für Lioba Werrelmann. Foto: Bücheratlas

Überall im Netz statt allein in Hannover – so sah es diesmal aus bei der Verleihung des Glauser-Preises für Kriminalliteratur im Rahmen der „Criminale“. Das Virus machte es möglich. Hauptgewinner des Samstagabends war Jürgen Heimbach, dessen Roman „Die Rote Hand“ (weissbooks) von der Jury gepriesen wird als „ein moderner Noir“. Ein Kriminalroman von erschreckender Aktualität sei das, in dem alles zusammenpasse. Auf der Shortlist standen ansonsten noch Ludwig Cardano mit „Die Glocke“ (braumüller), Hoeps & Toes mit „Cannabis-Connection“ (Unionsverlag) und Romy Hausmann mit „Liebes Kind“ (dtv) – ein Roman, der bereits im vergangenen Jahr den Hauptpreis der Crime Cologne in Köln erhalten hat (mehr dazu HIER).

Der Preis für das beste Debüt ging an Lioba Werrelmann aus Köln, die schon wenige Minuten nach der Bekanntgabe auf Facebook mitteilen konnte, dass sie „im Himmel“ sei. Ihr Roman „Hinterhaus“ (Lübbe) erzählt die Geschichte der Journalistin Carolin, die von ihrem Lebensgefährten vor die Tür gesetzt wird und in einem Berliner Hinterhaus Zuflucht findet. Wo ihr alsbald im Badezimmer eine eingemauerte Leiche vor die Füße fällt. Die Jury überzeugte nicht nur der wunderbar schnoddrige Erzählstil, sondern auch „dieses eine Schamhaar im Badezimmer“. Das fand zwar keine Erwähnung in unserer Besprechung auf diesem Blog, gepriesen haben wir das „frech-famose Krimi-Debüt“  gleichwohl – und zwar HIER.

Dann noch zwei weitere Gewinner! In der Kategorie Kurzkrimi siegte Sunil Mann mit „Der Watschenmann“ (Ventura). Und einen Ehren-Preis gab es für Nina George. Sie wird nicht nur als Autorin gewürdigt, was auch wir HIER und im Rahmen eines Hausbesuchs HIER getan haben. Zudem loben die Preis-Veranstalter ihr „herausragendes Engagement in der Literaturbranche“.

Ausrichter des Glauser-Preises ist der Verein „Das Syndikat“, der aus einer Autorenvereinigung hervorgegangen ist und dessen oberstes Ziel die „Förderung deutschsprachiger Kriminalliteratur“ ist. Friedrich Glauser (1896-1938) war ein Schweizer Schriftsteller, der bekannt geworden ist mit seinen Kriminalromanen um den Wachtmeister Studer.

Petra Pluwatsch

2 Gedanken zu “Jürgen Heimbach und Lioba Werrelmann siegen beim Glauser-Preis für Kriminalliteratur

  1. Hallo,

    „Hinterhaus“ hat mich voll und ganz überzeugt – und „Die rote Hand“ wandert jetzt mal auf die Wunschliste, die wahrscheinlich irgendwann so lang ist wie die Nachkommastellen von π…

    LG,
    Mikka

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