Shibasaki Tomokas Blick auf Tokio vor den Spielen von 2020

  Ein japanisches Kammerspiel  erzählt Shibasaki Tomoka in ihrem Roman „Frühlingsgarten“, der auf Japanisch tendenziell so zu lesen ist: "Haru no Niwa". Auf den ersten Blick ereignet sich nur wenig in dieser Geschichte um Taro, die Manga-Zeichnerin Nishi und das hellblaue Haus in Tokio. Doch bald schon spürt der Leser, dass sich im Hintergrund die … Shibasaki Tomokas Blick auf Tokio vor den Spielen von 2020 weiterlesen

Kerstin Gleba ist die erste Frau an der Spitze von Kiepenheuer & Witsch

"Da fing ich dann endgültig Feuer" Frau Gleba, seit Jahresbeginn sind Sie Verlegerin von Kiepenheuer & Witsch – wie ist Ihre Stimmungslage? Ich bin erfüllt von Freude und Dankbarkeit, auch von Respekt vor der Aufgabe,  und vor allem spüre ich viel Energie. Das große Glück für mich ist, dass Helge Malchow in veränderter Funktion dem … Kerstin Gleba ist die erste Frau an der Spitze von Kiepenheuer & Witsch weiterlesen

Edgar Hilsenrath, sein wahnwitziger Schelmenroman und der Holocaust – ein Nachruf

  Kennt die deutschsprachige Literatur einen zweiten bedeutenden Roman, der  den Horror des Holocausts als derart pechschwarzes Schelmenstück erzählt? Nein. Und die Frage, ob man das überhaupt so wie  Edgar Hilsenrath in  „Der Nazi &  der Friseur“ machen dürfe, haben sich Ende der 70er Jahre sehr viele deutsche Verlage gestellt. Angeblich waren es über 60, … Edgar Hilsenrath, sein wahnwitziger Schelmenroman und der Holocaust – ein Nachruf weiterlesen

Nur einer kam durch: Carsten Niebuhrs Malaria-Reise nach Arabien

Carsten Niebuhr (1733-1815) fasst zusammen: „Überhaupt muss man eine Reise nach Arabien nicht als eine Lustreise ansehen.“ Wer die drei Bände gelesen hat, in denen Niebuhr von genau einer solchen Reise erzählt, weiß, was der Forschungsreisende damit gemeint hat. Am 7. Januar 1761 war er in Kopenhagen als Mitglied einer sechsköpfigen Spezialistengruppe aufgebrochen und erst … Nur einer kam durch: Carsten Niebuhrs Malaria-Reise nach Arabien weiterlesen

Sankt Martin reitet zum Weltkulturerbe

  Auf dem Weg zum Weltkulturerbe, dem immateriellen, zieht Sankt Martin durch Kempen, gefolgt von den Laternen der ortsansässigen und umliegenden Schulen und beobachtet und abgelichtet von Tausenden Besuchern. Die Umzüge zu Ehren des spätantiken Heiligen – der seinen Mantel mit einem Bettler teilte und der nicht zuletzt Schutzheiliger der Reisenden ist – sind seit … Sankt Martin reitet zum Weltkulturerbe weiterlesen

Michael Ondaatje mit „Kriegslicht“ auf Tournee

Vom „Fantasma der Reinigung“ war erst ganz am Schluss die Rede. Also von der Angst vor dem Fremden, welche die  Populisten  weltweit schüren, nicht zuletzt  solche, die selber oder deren Vorfahren einst als Fremde in ihre neue Heimat gezogen sind. Michael Ondaatje, der großartige Autor von Weltliteratur, konnte in Köln nur verständnislos den Kopf schütteln, … Michael Ondaatje mit „Kriegslicht“ auf Tournee weiterlesen

Das Kölner Römergrab: „Mehr Antike geht nicht“

Es ist vermutlich die am wenigsten bekannte Attraktion der an Attraktionen durchaus reichen Römerstadt Köln: Das Römergrab an der Aachener Straße in Weiden. Schon in der Antike war die Via Belgica eine herausragende Verkehrsachse. Auf dem Gutsgelände, einer Villa, ist die Grabkammer im dritten Jahrhundert nach Christus errichtet worden, damals neun Kilometer vom antiken Zentrum … Das Kölner Römergrab: „Mehr Antike geht nicht“ weiterlesen

Immer noch Fanpost für Antonio Machado – Reisenotizen aus Südfrankreich (7)

  Den Briefkasten am Grab gibt es tatsächlich. Wir hatten davon gehört. Aber wer glaubt denn so etwas? Antonio Machado, 1875 in Sevilla geboren und für einige der bedeutendste Lyriker Spaniens, liegt in Collioure begraben, nicht allzu weit entfernt von der Grenze seines Heimatlandes. Dieses hatte er, vor Francos Schergen flüchtend, 1939 verlassen. Einen Koffer … Immer noch Fanpost für Antonio Machado – Reisenotizen aus Südfrankreich (7) weiterlesen