„Zeichen einer literarischen Auferstehung“ – Teil 2 der Kölner Autoren-Umfrage

  Die 1. Kölner Literaturnacht findet am Samstag, 4. Mai 2019, zwischen 16 Uhr und Mitternacht statt. Initiator ist der vor einem Jahr gegründete Verein Literaturszene Köln. Geboten werden 137 Veranstaltungen an 42 Orten.   Wie beurteilen Kölner Autorinnen und Autoren die Entwicklung der Literaturstadt Köln? Zweiter Teil der Umfrage. Den ersten gibt es hier. … „Zeichen einer literarischen Auferstehung“ – Teil 2 der Kölner Autoren-Umfrage weiterlesen

Eine Fundsache: I. B. Singers wiederentdeckter Roman über die Prostituierte Keila, die raus will aus dem Sumpf

„Es kam selten vor, dass eine Frau, die schon in drei Bordellen gearbeitet hatte, noch heiratete, und dazu einen gebildeten Mann, einen Halbintellektuellen wie Jarmy  Stachel.“ Dies sei, so lesen wir, „ein Omen für alle Warschauer Huren, nicht die Hoffnung aufzugeben, ein Zeichen, dass die Liebe noch immer die Welt regierte, auch wenn man bis … Eine Fundsache: I. B. Singers wiederentdeckter Roman über die Prostituierte Keila, die raus will aus dem Sumpf weiterlesen

Christoph Heins „Anekdoten aus dem letzten deutsch-deutschen Kriege“

Ein schönes Buch zum Geburtstag. Mit Anekdoten aus einem intensiven Dichterleben. Das war vermutlich die Überlegung gewesen, als sich Christoph Hein an den Band „Gegenlauschangriff“ machte. Der liegt nun vor. Aber die Freude darüber ist nicht völlig ungetrübt, jetzt, da der Schriftsteller am 8. April seinen 75. Geburtstag begeht. Es gibt einige kräftige Geschichten. Die … Christoph Heins „Anekdoten aus dem letzten deutsch-deutschen Kriege“ weiterlesen

Judith Schalansky über Monster, Verluste und ihren Sprung aus dem Fenster

Einen „Naturführer der Monster“ hatte Judith Schalansky ursprünglich im Sinn gehabt. Bei der Recherche wurde ihr klar, so sagte sie es beim Auftritt auf der lit.Cologne in Köln, dass die Monster erfunden worden seien, um die Leere zu füllen: „Denn nichts ist schlimmer als das Nichts.“ Solche Lücken gebe es zudem, wenn ein Mensch sterbe. … Judith Schalansky über Monster, Verluste und ihren Sprung aus dem Fenster weiterlesen

Gunther Geltinger über Afrika, Seitensprünge und seinen Roman „Benzin“ im Kölner Literaturhaus

Am Ende lobte Gunther Geltinger die „knisternde Dichte“, die am Großen Griechenmarkt geherrscht habe. Was vollkommen korrekt war. Die Aufmerksamkeit des Publikums im bis auf den letzten Platz besetzten Literaturhaus Köln war tatsächlich aufs Schönste gespannt. Das lag am Autor selbst, der seinen neuen Roman „Benzin“ klug und anschaulich erläuterte. Unterstützt wurde er dabei von … Gunther Geltinger über Afrika, Seitensprünge und seinen Roman „Benzin“ im Kölner Literaturhaus weiterlesen

Gunther Geltingers packende Road-Novel „Benzin“ führt in den Süden Afrikas und durch eine Beziehungskrise

  Vielleicht hätte Nyami Nyami helfen können. Der Flussgott mit dem Fischkopf und dem Schlangenkörper, der im Zambezi zuhause ist. Im Süden Afrikas erzählt man sich, dass die mythologische Gestalt einst für Schutz gesorgt habe, wenn die Not groß gewesen sei. Doch nach dem Bau eines Staudamms in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts habe … Gunther Geltingers packende Road-Novel „Benzin“ führt in den Süden Afrikas und durch eine Beziehungskrise weiterlesen

Yannic Han Biao Federers Debütroman „Und alles wie aus Pappmaché“

Die Konjunktion „und“ wird selten gewürdigt. Sie ist die graue Maus im Paradiesgarten der Worte. Was sehr ungerecht ist. Denn dieses Bindewort verdeutlicht wie kein anderes, dass alles miteinander zusammenhängt und sich das eine aus dem anderen ergibt. Das führt Yannic Han Biao Federer in seinem Debütroman „Und alles wie aus Pappmaché“ in bestechender Konsequenz … Yannic Han Biao Federers Debütroman „Und alles wie aus Pappmaché“ weiterlesen

Literaturhaus Köln startet durch ins Jahr 2037

Das Kölner Literaturhaus blickt entschieden optimistisch ins neue Jahr. Bettina Fischer, die Leiterin der Institution am Großen Griechenmarkt,  sieht  die Entwicklung ihres Hauses wie auch der gesamten Kölner Literaturlandschaft „positiv“. Vom Publikum und aus der Szene selbst gebe es „viel motivierenden Zuspruch“.  Überhaupt sei zu beobachten: „Literatur in Köln wird  sichtbarer.“ Und im Literaturhaus wisse … Literaturhaus Köln startet durch ins Jahr 2037 weiterlesen

Amos Oz, 1939 – 2018

"Die beste Art, ein Land kennen zu lernen, ist es, seine Literatur zu lesen. So ist es mir beispielsweise mit dem Werk meines Freundes Mario Vargas Llosa gegangen. Würde ich eines Tages als Tourist nach Peru reisen, dann würde ich sicherlich ein paar Attraktionen des Landes besichtigen, doch ich hätte nicht die Gelegenheit, in die … Amos Oz, 1939 – 2018 weiterlesen

Judith Schalansky rettet Sappho und den Kaspischen Tiger

  „Am Leben zu sein bedeutet, Verluste zu erfahren“ schreibt Judith Schalansky. Mag dieser Satz aus dem Vorwort noch wenig überraschend sein, so sind es dann doch viele Belege, die die Autorin in ihrem rundum verlockenden „Verzeichnis einiger Verluste“ vorstellt. Das gilt für die Geschichten, die sie erzählt, wie auch für die Gestaltung des Buches, … Judith Schalansky rettet Sappho und den Kaspischen Tiger weiterlesen