Ein Macho verschwindet im Regenwald: „Der flüsternde Abgrund“ ist das vielversprechende Krimidebüt der Australierin Veronica Lando

Regenwald in Australien Foto: Bücheratlas Dreißig Jahre sind vergangen, seit Callum Haffenden Granite Creek verlassen hat. Granite Creek im australischen Regenwald, wo Kinder von einer Felskante in den Tod springen und er als Jugendlicher bei einem Sturz in das „Meer aus Stein“ ein halbes Bein verlor. Nie wieder, schwor der 17-Jährige damals, werde er nach Granite … Ein Macho verschwindet im Regenwald: „Der flüsternde Abgrund“ ist das vielversprechende Krimidebüt der Australierin Veronica Lando weiterlesen

Der Schmerz, der Kitt und die Pampelmuse aus Jaffa: Bertrand Badious Bildbiographie über Paul Celan schöpft aus dem Vollen

Gisèle Celan-Lestrange hat um 1958/1959 einige Porträtaufnahmen ihres Ehemannes Paul Celan in der Wohnung in der Rue de Longchamp in Paris gemacht. Über den Dichter ist im vorliegenden Band zu lesen, dass er bildscheu gewesen sei. Foto: Gisèle Celan-Lestrange, Gemeinsamer Pariser Privatnachlass von Paul Celan oder von Gisèle Celan-Lestrange, Privatbesitz von Éric Celan Paul Celan … Der Schmerz, der Kitt und die Pampelmuse aus Jaffa: Bertrand Badious Bildbiographie über Paul Celan schöpft aus dem Vollen weiterlesen

Die Bücheratlas-Bestenlisten 2023 (Dritter Teil): Sachbücher mit scharfem Blick auf Dichter und Denker, auf Dom und Druckkunst

Nun wird es sachlich! Nach der zweifachen Ladung mit Belletristik-Empfehlungen von Petra Pluwatsch (HIER) und Martin Oehlen (HIER) gibt es nun fünf Sachbuch-Highlights des Jahres. Zum Abschluss kommt dann noch ein Quintett mit Spannungs-Favoriten aus der Krimi- und Thrillerwelt. Die Links zu den ausführlichen Besprechungen sind jeweils in den Bildzeilen platziert. Foto: Bücheratlas Sachbuch-Highlights 2023 … Die Bücheratlas-Bestenlisten 2023 (Dritter Teil): Sachbücher mit scharfem Blick auf Dichter und Denker, auf Dom und Druckkunst weiterlesen

Die Bücheratlas-Bestenlisten 2023 (Zweiter Teil): Allerlei Frauenleben, eine einsame Insel und vier großartige Debüts

Weiter geht’s! Kurz vor Weihnachten gibt es hier vier Bücheratlas-Bestenlisten 2023. Da findet sich, was uns besonders gut gefallen hat – aufwärts sortiert nach dem Datum der Rezensions-Veröffentlichung. Jeweils zehn Spitzentitel von Petra Pluwatsch und zehn von Martin Oehlen, dann noch je eine Zugabe mit fünf Sachbuch-Highlights und fünf Spannungstiteln aus der Abteilung Thriller und … Die Bücheratlas-Bestenlisten 2023 (Zweiter Teil): Allerlei Frauenleben, eine einsame Insel und vier großartige Debüts weiterlesen

Die Bücheratlas-Bestenlisten 2023 (Erster Teil): Lese- und Geschenktipps von der Antike über die Hohlwelt bis irgendwo am Meer

Da sind wir wieder: Kurz vorm Jahresende, nah an Weihnachten! Zeit mithin für die Bücheratlas-Bestenlisten 2023. Hier findet sich, was uns besonders gut gefallen hat – aufwärts sortiert nach dem Datum der Veröffentlichung. Jeweils zehn Spitzentitel von Martin Oehlen und zehn von Petra Pluwatsch, dann noch eine Zugabe mit fünf Sachbuch-Highlights und mit fünf Spannungstiteln … Die Bücheratlas-Bestenlisten 2023 (Erster Teil): Lese- und Geschenktipps von der Antike über die Hohlwelt bis irgendwo am Meer weiterlesen

Die Welt am Abgrund: Andreas Pflügers packender Spionage-Thriller „Wie Sterben geht“ führt in den Kalten Krieg

Als Russland noch sowjetisch war: Straßenszene mit Kino-Attraktion. Foto: Bücheratlas Wer hat die Glienicker Brücke in die Luft gesprengt? Der sowjetische KGB? Die amerikanische CIA? Der deutsche BND? Oder war es ein durchgeknallter Einzeltäter, der die Sprengsätze an den Brückenpfeilern zündete und damit – im Jahr 1983 – fast den Dritten Weltkrieg auslöste? Nina Winter, … Die Welt am Abgrund: Andreas Pflügers packender Spionage-Thriller „Wie Sterben geht“ führt in den Kalten Krieg weiterlesen

Lesefreuden, Intrigen und Reich-Ranickis Umarmung: Michael Krüger, lange Zeit Hanser-Verleger, erinnert sich an die eine oder andere „Verabredung mit Dichtern“

Ein Löwe in München, wo Michael Krüger 45 Jahre lang für den Hanser-Verlag tätig war - zunächst als Lektor und zuletzt als Verleger. Foto: Bücheratlas Vor zehn Jahren hat sich Michael Krüger als Verleger des Hanser-Verlags verabschiedet. Nun legt der Schriftsteller, der am 9. Dezember 80 Jahre alt wird, einen Band mit autobiographischen Texten vor. … Lesefreuden, Intrigen und Reich-Ranickis Umarmung: Michael Krüger, lange Zeit Hanser-Verleger, erinnert sich an die eine oder andere „Verabredung mit Dichtern“ weiterlesen

„Ein Buch für die Stadt“ feiert Jubiläum (3): Jürgen Becker fixiert vergehende Augenblicke, Norbert Scheuer erweitert den Kall-Kosmos und Jovan Nikolić serviert eine Muschel

Norbert Scheuer in seinem Garten Foto: Bücheratlas Die Kölner Lesereihe „Ein Buch für die Stadt“ hatte vor 20 Jahren Premiere. Auf diesem Blog wollen wir an die ausgewählten Bücher und ihre Autorinnen und Autoren in einer kleinen-schnellen Reihe erinnern. Die ersten sechs Jahrgänge haben wir HIER und HIER vorgestellt. Nun geht es zum nächsten Trio. … „Ein Buch für die Stadt“ feiert Jubiläum (3): Jürgen Becker fixiert vergehende Augenblicke, Norbert Scheuer erweitert den Kall-Kosmos und Jovan Nikolić serviert eine Muschel weiterlesen

„Irgendwie sogar sympathisch“: Österreichischer Buchpreis für „Monde vor der Landung“ von Clemens J. Setz

Foto: Bücheratlas Clemens J. Setz ist am Montag für „Monde vor der Landung“ (Suhrkamp) mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet worden. Den Roman haben wir auf diesem Blog HIER vorgestellt. Der Debütpreis ging an Arad Dabiri für den Titel „Drama“ (Septime Verlag). Was wir am Werk gepriesen haben, ist die eine Sache. Aber was sagt die Jury? Genau … „Irgendwie sogar sympathisch“: Österreichischer Buchpreis für „Monde vor der Landung“ von Clemens J. Setz weiterlesen

In einem „gewissen Zusammenhang“ mit dem Krieg im Nahen Osten: Susanne Klingenstein spricht in Köln über ihre „Kulturgeschichte der jiddischen Literatur“

Susanne Klingenstein vor ihrem Auftritt in Köln Foto: Bücheratlas Vor ein paar Tagen“, sagte Susanne Klingenstein, sei es ihr „surreal“ vorgekommen, ein Buch über die jiddische Literatur zwischen 1105 und 1597 vorzustellen. Zu groß das Leid, zu tief das Entsetzen unmittelbar nach dem Überfall der Hamas-Terroristen auf den Staat Israel. Doch dann sei ihr bewusst … In einem „gewissen Zusammenhang“ mit dem Krieg im Nahen Osten: Susanne Klingenstein spricht in Köln über ihre „Kulturgeschichte der jiddischen Literatur“ weiterlesen

Auf der Suche nach dem Platz in der Welt: Adèle Rosenfelds preisgekrönter Debütroman „Quallen haben keine Ohren“

Foto: Bücheratlas Was hat die Mutter gerade gesagt? „Bär“, versteht Louise, „Wald. Das war wirklich köstlich.“ Auch ein Blick auf die Lippenbewegungen lässt sie ratlos zurück. „Auf ihren Lippen verformten sich die Worte.“ So nickt sie, ohne zu verstehen, während ihre Fantasie, wie die Ich-Erzählerin schreibt, „in die Zwischenräume drängt“ und die Lücken zwischen den … Auf der Suche nach dem Platz in der Welt: Adèle Rosenfelds preisgekrönter Debütroman „Quallen haben keine Ohren“ weiterlesen

„In der Feuerkette der Epoche“: Friederike Heimann über die Dichterin Gertrud Kolmar, die vor 80 Jahren in Auschwitz ermordet wurde

Das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin. In nächster Nähe befindet sich die Gertrud-Kolmar-Straße. Foto: Bücheratlas Gertrud Kolmars Gedicht „Die Dichterin“ beginnt mit einer Ansprache an die Leserinnen und Leser: „Du hältst mich in den Händen ganz und gar. // Mein Herz wie eines kleinen Vogels schlägt / In deiner Faust. Der du dies … „In der Feuerkette der Epoche“: Friederike Heimann über die Dichterin Gertrud Kolmar, die vor 80 Jahren in Auschwitz ermordet wurde weiterlesen

Guck an, wir leben in einer Kugel: Clemens J. Setz erzählt in „Monde vor der Landung“ von Peter Bender, der an die Hohlwelt glaubte

So (ungefähr) sieht die Weltkugel von innen aus. Die Blickrichtung in diesem Fall: Nordpol. Foto: Bücheratlas Peter Bender ist begeistert: „Sie drohen mir mit Irrenhaus. Ist das nicht wunderbar?“ Ehefrau Charlotte nimmt die Frage auf und reagiert beglückt: „Ich bin so stolz auf dich.“ Ja, da weiß man doch gleich, dass hier beim Blick auf … Guck an, wir leben in einer Kugel: Clemens J. Setz erzählt in „Monde vor der Landung“ von Peter Bender, der an die Hohlwelt glaubte weiterlesen

Susanne Klingenstein hebt einen Schatz: „Es kann nicht jeder ein Gelehrter sein – Eine Kulturgeschichte der jiddischen Literatur – 1105-1597“

In Worms befindet sich gleich neben der Synagoge das jüdische Lehrhaus (Jeschiwa) mit dem sogenannte Raschi-Stuhl. Mit dieser Bezeichnung wird an den bedeutenden Gelehrten erinnert, der in Worms gewirkt hat und der am Anfang der jiddischen Sprachgeschichte steht. Foto: Bücheratlas Man muss kein Gelehrter sein, um Susanne Klingensteins „Kulturgeschichte der jiddischen Literatur“ genießen zu können. … Susanne Klingenstein hebt einen Schatz: „Es kann nicht jeder ein Gelehrter sein – Eine Kulturgeschichte der jiddischen Literatur – 1105-1597“ weiterlesen

Die SWR-Bestenliste für den Januar: Vom Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Max Frisch bis zu Dincer Gücyeters „Deutschlandmärchen“

Immer wieder reizvoll ist der Blick auf die SWR-Bestenliste! Was die 30 Kritikerinnen und Kritiker dort zusammenstellen, hat in aller Regel Hand und Fuß. Also – auf diese Empfehlungen kann man sich recht zuverlässig einlassen. Soeben wurde die neueste Liste, nämlich die für den Januar 2023, veröffentlicht. Aber selbstverständlich stammen alle Titel aus diesem unserem … Die SWR-Bestenliste für den Januar: Vom Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Max Frisch bis zu Dincer Gücyeters „Deutschlandmärchen“ weiterlesen

Die Bücheratlas-Bestenliste 2022 (Zweiter Teil): Lese- und Geschenktipps mit Kummer aller Art, heiterem Nebel und dem Licht der Aufklärung

Zweiter (und schon letzter) Teil unserer Bücheratlas-Bestenliste 2022: Nach den zehn Spitzentiteln, die Petra Pluwatsch HIER zusammengestellt hat, gibt es nun zehn Spitzentitel, die Martin Oehlen in den vergangenen zwölf Monaten auf diesem Blog rezensiert hat. Die Reihenfolge ist keine Rangfolge: Es wird aufwärts sortiert nach dem Datum der Veröffentlichung. All das mit Bedauern für … Die Bücheratlas-Bestenliste 2022 (Zweiter Teil): Lese- und Geschenktipps mit Kummer aller Art, heiterem Nebel und dem Licht der Aufklärung weiterlesen

Der Feuerteufel ist ein verklemmtes Kerlchen: Johannes Groschupfs dritter Berlin-Thriller „Die Stunde der Hyänen“

Berlin bei Nacht - das sind der favorisierte Ort und die favorisierte Zeit in Johannes Groschupfs neuem Thriller. Foto: Bücheratlas Es brennt in Berlin-Kreuzberg. Nacht für Nacht stehen Autos in Flammen: Luxuskarossen, Lieferwagen, abgewrackte alte Möhrchen, denen der TÜV ohnehin bald den Garaus gemacht hätte. Und der Bulli von Radek Malarczyk, dem polnischen LKW-Fahrer, der … Der Feuerteufel ist ein verklemmtes Kerlchen: Johannes Groschupfs dritter Berlin-Thriller „Die Stunde der Hyänen“ weiterlesen

„Ich habe viel gesehen“: Peter Handkes Notizbuch „Die Zeit und die Räume“ erscheint zum 80. Geburtstag des Autors

Wörthersee, Enten, Fische – welche Worte fände wohl Peter Handke zu diesem Motiv? In Klagenfurt am Wörthersee besuchte er das Humanistische Bundesgymnasium, in Klagenfurt druckte die Kärntner Volkszeitung 1959 zwei Texte des Jugendlichen ab, und in Klagenfurt hat er auf seiner Sommerreise im Jahre 1978 Station gemacht. Foto: Bücheratlas Das war doch alles eben erst. … „Ich habe viel gesehen“: Peter Handkes Notizbuch „Die Zeit und die Räume“ erscheint zum 80. Geburtstag des Autors weiterlesen

„Ein gegenseitiges Verhängnis“: Der spektakuläre Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Max Frisch schärft den Blick auf ein berühmtes Paar

Das einzige gemeinsame Foto von Max Frisch und Ingeborg Bachmann entstand 1962 in Rom. Es wird in dem vorliegenden Band erstmals veröffentlicht. Quelle: Max-Frisch-Archiv, Zürich, Foto: Mario Dondero/Suhrkamp Verlag Am Ende sollten keine Spuren zurückbleiben. Jedenfalls nicht solche, die mitten in die Intimsphäre führen. Das hatte Ingeborg Bachmann (1926-1973) gegenüber Max Frisch (1911-1991) mehrfach zum … „Ein gegenseitiges Verhängnis“: Der spektakuläre Briefwechsel von Ingeborg Bachmann und Max Frisch schärft den Blick auf ein berühmtes Paar weiterlesen

Wie ein Papagei auf Koks: Sibylle Ruge stellt ihr verblüffendes Krimidebüt „Davenport 160 x 90“ auf der Crime Cologne vor

Frankfurter Fingerabdruck - ob der zur Klärung des Falles beiträgt, ist allerdings fraglich. Foto: Bücheratlas Die Frankfurter Inkasso-Agentin Sonja Slanski macht keine Gefangenen. Die Lady ist knallhart, beruflich wie privat. Bloß keine Emotionen! Doch als eines Abends eine zerzauste junge Frau vor ihrer Tür steht, wird sie schwach. Luna, psychisch labil und so abgedreht wie … Wie ein Papagei auf Koks: Sibylle Ruge stellt ihr verblüffendes Krimidebüt „Davenport 160 x 90“ auf der Crime Cologne vor weiterlesen