Yann Sola mit dem besten Perez aller Zeiten: „Johannisfeuer“

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Das Café des Platanes am zentralen Platz von Banyuls-sur-Mer ist Vorbild für das Café Catalan im Roman, in das Perez gerne einkehrt.  Foto: Bücheratlas

Perez will eigentlich nur ein wenig Höhentraining machen. Schließlich hat er Ziehtochter Stéphanie versprochen, mit ihr zur Sommersonnenwende auf den Canigou, den heiligen Berg der Katalanen, zu steigen. Und der ist immerhin 3000 Meter hoch. Doch natürlich kommt alles ganz anders. Der kleine dicke Katalane stolpert bei seinem Spaziergang durch die Berge über eine dehydrierte junge Frau. Und schon steckt der Hobbyermittler aus dem südfranzösischen Örtchen Banyuls-sur-Mer mitten in einem komplizierten Fall.

Autor Yann Sola, hinter dem sich der Kölner lit.Cologne-Macher Werner Köhler verbirgt, kennt sich aus in dieser Ecke Frankreichs. Schließlich hat er dort, nahe der Grenze zu Spanien, seit vielen Jahren eine Wohnung. Und so lebt auch „Johannisfeuer“, der vierte Band der Perez-Reihe, von den wunderbaren Beschreibungen südfranzösischen Lebens. Da wird nach Herzenslust gekocht und gegessen. Perez sei „ein Fresssack“, sagte der Autor bei der Buchpremiere (mehr dazu: hier) über seinen unermüdlich mampfenden Protagonisten.

„Johannisfeuer“ ist zweifellos der bislang beste Band der Reihe: geschickter Spannungsaufbau, locker im Ton und mit viel Lokalkolorit. Sola nimmt sich darin eines prekären Themas an und entführt seine Leser in die Welt der militanten Sekten. Die junge Frau, die Perez in den Bergen findet, scheint Mitglied einer obskuren religiösen Gruppe zu sein, die auch vor Mord nicht zurückschreckt. Schon bald wird ein Priester tot auf dem Altar einer Kirche von Banyuls gefunden. Und das ist beileibe nicht der letzte Tote in diesem rundum gelungenen Krimi.

Petra Pluwatsch

Yann Sola: „Johannisfeuer“, Kiepenheuer & Witsch, 352 Seiten, 10 Euro. E-Book: 9,99 Euro.

Sola

 

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