Taiwan (3): Buchspuren vom Konfuzius-Tempel bis zum Luxushotel

Drei Teile hat unser Reisebericht aus Taiwan. Im ersten Teil ging es unter anderem um Erfahrungen am Lenkrad eines Pkw. Im zweiten Teil guckten wir unter anderem in die Kochtöpfe. Und nun fanden wir nach Bücherspuren im Land. Hier einige einschlägige Schnappschüsse.

Erhellende Lektüre

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Beim Laternenfest wird alles illuminiert imitiert, was schön und wichtig ist. Paläste und Tiere aus Licht gehören dazu. Jedes Jahr ist eine andere Region oder Stadt der zentrale Austragungsort für besonders spektakuläre Inszenierungen. Dieses aufgeschlagene Buch haben wir beim nationalen Fest in Pingtung gesehen. Wer hineinschaut, wird erhellt. Foto: Bücheratlas

Weisheit in Krügen

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Die Legende sagt, dass die Anhänger des Konfuzianismus die Schriften ihres Lehrmeisters in solchen Krügen versteckt hatten. Auf diese Weise wollten sie die Überlieferung vor der Vernichtung durch Kaiser Qin Shi Huang bewahren. Auf dem Dach des Konfuzius-Tempel in Tainan – aber nicht nur da – sind solche Krüge als symbolträchtiger Zierrat zu entdecken. Dieses Prachtstück fanden wir im kleinen Museum gleich nebenan. Foto: Bücheratlas

Grüne Stadtbibliothek

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Die öffentliche Bibliothek im Stadtteil Beitou in Taipeh ist die erste „grüne“ Bibliothek des Landes gewesen. Den Titel verdankt sie nicht nur den Solarzellen auf dem Dach, sondern wohl auch der vergleichsweise naturnahen Platzierung – unter Bäumen und neben einer heißen Quelle. Sehr viele Leseplätze sind besetzt, als wir uns dort umsehen. Da werden die Tageszeitungen studiert, aber auch die Netz-Neuigkeiten geprüft. Wohnzimmer-Gemütlichkeit macht sich in der einen oder anderen Ecke des holzreichen Hauses breit. Foto: Bücheratlas

Foyer mit Aussicht

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Sieht aus wie eine Theaterkulisse, aber ist tatsächlich das Foyer des Gaia-Hotels in Taipeh. Der rundum bestückte Bücherturm zieht sich über mehrere Stockwerke nach oben – und ermöglicht Ein- und Ausblicke. Im Erdgeschoss sind die Werke nicht Attrappe, sondern werden auch aufgeschlagen. Ein Hingucker, der zum Reingucken animiert. Foto: Bücheratlas

Der Mann der Mücken

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Die Pagoden von Koahsiung im Westen der Insel sind gepflastert mit Reliefs, die berühmte Legenden illustrieren. In diesem Fall geht es um den sich aufopfernden Sohn der Familie: Der Junge hat den Oberkörper entblößt und lockt so all die Mücken im Haus an, damit die Eltern ungestört schlafen können. So jedenfalls wurde es uns erzählt. Aber vielleicht ist der Zerstochene auch nur derart fasziniert von der Lektüre, dass er die Plagegeister nicht wahrnimmt. Doch nein – wir wollen die Geschichten des chinesischen Volkes nicht umschreiben. Ein Held, ganz gewiss, dieser Mann der Mücken.  Foto: Bücheratlas

Literaturmuseum für Lesefreude

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Das Nationale Literaturmuseum in Taipeh weiß, wie heiß es in der Hauptstadt werden kann. Darum stehen am Eingang Ablagen für mitgebrachte Getränke. Das Haus erinnert in einem kurzen Rundgang an die Entwicklung der chinesischen Literatur unter besonderer Berücksichtigung des taiwanesischen Sonderwegs. Da wird auch auf Herausforderungen verwiesen, auf Sprachenvielfalt und Nostalgie. Und es wird das Ziel des Museums genannt: Die Freude am Lesen und an der Literatur zu fördern. Foto: Bücheratlas

Martin Oehlen

Der erste Teil der Taiwan-Tour findet sich HIER.

Der zweite Teil der Taiwan-Tour findet sich HIER.

Die Reise wurde unterstützt vom Taiwan Tourism Bureau.

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