Anna Katharina Hahns wunderbarer Roman „Aus und davon“ über vier Frauen im Familiengulasch (mit Pietkong-Würze)

Schon im ersten Satz klebt ein Pfannkuchen an der Decke. Und danach geht es nicht viel entspannter zu in der schwäbischen Familiengeschichte "Aus und davon". Von vier Frauen aus vier Generationen ist die Rede. Von Gertrud, die 1923 als junges Mädchen zu Verwandten in die USA geschickt wurde und nach allerlei Plackerei mit dem strenggläubigen … Anna Katharina Hahns wunderbarer Roman „Aus und davon“ über vier Frauen im Familiengulasch (mit Pietkong-Würze) weiterlesen

Die „Musketiere“ aus der Hippiezeit müssen noch eine Sache klären: Richard Russos „Jenseits der Erwartungen“

Sie galten als die vier Musketiere: Lincoln, Teddy, Mickey – und Jacy. Als 1971 der Hippietraum blühte und der Vietnamkrieg wütete, waren sie scheinbar unzertrennlich. Alle für einen und einer für alle. Aber auch: Alle für eine. Denn in Jacy - sozusagen die D'Artagnienne in dem Quartett - waren die drei Jungs vom Minerva College … Die „Musketiere“ aus der Hippiezeit müssen noch eine Sache klären: Richard Russos „Jenseits der Erwartungen“ weiterlesen

Der letzte Zeuge: Lektor Klaus Reichert erinnert sich an Paul Celan

Klaus Reichert war der Lektor, den Paul Celan unbedingt haben wollte, als der Lyriker 1966 beim Suhrkamp Verlag untergekommen war. Doch schon zuvor war Reichert mit Celan vertraut, hatte er ihm doch noch als frisch gebackener Abiturient im April 1958 in Paris – Rue de Longchamp 78, fünfter Stock – einen ersten Besuch abgestattet. Nun … Der letzte Zeuge: Lektor Klaus Reichert erinnert sich an Paul Celan weiterlesen

Literaturland NRW (2): Irmgard Keuns Spuren in Köln

Literarische Orte in Nordrhein-Westfalen besuchen wir in lockerer Folge: Schauplätze, Wohnorte, Institutionen. Diesmal sind wir auf den Kölner Spuren von Irmgard Keun unterwegs. Nur ein schlichter Schriftzug im Pflaster erinnert an die Autorin: Irmgard Keun. Kein Geburts-, kein Sterbedatum. Irmgard Keun (1905 - 1982). Schauspielschülerin, Schriftstellerin. Verfolgte des NS-Regimes. Hier, vor dem Haupteingang der Technischen … Literaturland NRW (2): Irmgard Keuns Spuren in Köln weiterlesen

Literaturland NRW (1): Der Heinrich-Böll-Wanderweg rund um Marienfeld im Bergischen Land

Literarische Orte in Nordrhein-Westfalen wollen wir in lockerer Folge besuchen: Schauplätze, Wohnorte, Institutionen. Und zum Auftakt: einen Wanderweg. Heinrich Bölls kritische Verbundenheit mit seiner Heimatstadt Köln ist bekannt. Auch seine Fluchten in die Ruhe Irlands und die der Eifel mögen in Erinnerung geblieben sein. Doch von den zwei entbehrungsreichen Jahren, die Böll und seine Ehefrau … Literaturland NRW (1): Der Heinrich-Böll-Wanderweg rund um Marienfeld im Bergischen Land weiterlesen

Martin Walker schenkt nach: Brunos zwölfter Fall ist ein Genuss

Zugegeben, nach der Anfangseuphorie über die Schreiblust des Martin Walker wurde die Lektüre seiner heiter-sinnlichen Périgord-Krimis in den letzten Jahren zunehmend mühsam. Zu viele Kochrezepte, zu viele Elogen auf feine Weine und saftig gegarte Perlhuhn-Brüstchen. Ein neuer Walker? Na, schau‘n wir mal, ob wir den nicht schon kennen. Jetzt liegt er also vor uns: „Connaisseur. … Martin Walker schenkt nach: Brunos zwölfter Fall ist ein Genuss weiterlesen

Theres Essmanns Erzähldebüt über Väter und Söhne, Taxen und Takte: „Federico Temperini“

„Und dann begann die Musik mit einem riesigen Wumms!“ Das klingt nicht nach dem feinen Besteck, mit dem ein Musikkritiker ein Konzert zu sezieren pflegt. Aber Jürgen Krause, der da gerade im Block B der Kölner Philharmonie sitzt, sagt selbst von sich, dass er mit klassischer Musik wenig vertraut sei. Zu diesem Kunst-Erlebnis ist er … Theres Essmanns Erzähldebüt über Väter und Söhne, Taxen und Takte: „Federico Temperini“ weiterlesen

„So etwas macht doch in der DDR keiner“: Max Annas über einen Mordfall, der nicht sein darf

Oktober 1983: Ein junger Schwarzer wird tot an einer Bahnstrecke in der Nähe von Jena aufgefunden. Teo Macamos Hände sind zerschunden, der Schädel weist schwere Verletzungen auf.  Keine Frage, der afrikanische „Fremdarbeiter“ ist eines grausamen Todes gestorben. Doch wer in der Deutschen Demokratischen Republik ist zu einer solchen Tat fähig? „So etwas macht doch in … „So etwas macht doch in der DDR keiner“: Max Annas über einen Mordfall, der nicht sein darf weiterlesen

Dem Nobelpreis einen Schritt näher: Brinkmann-Stipendium für Literatur vergeben

Es geht voran! Vor einem Jahr trat Kamala Dubrovnik im Rahmen der ersten Kölner Literaturnacht auf – zu einer Uhrzeit, als die Sonne noch ins Seminargebäude der Kunsthochschule für Medien schien und die Menschen sich dicht an dicht zusammensetzen konnten. Damals erklärte die Autorin, dass sie für den Nobelpreis im Jahre 2054 nominiert sei (den … Dem Nobelpreis einen Schritt näher: Brinkmann-Stipendium für Literatur vergeben weiterlesen

„Klare Antworten sind systemrelevant“ – Husch Josten im virtuellen Literaturhaus Köln

Viel aktueller kann eine literarische Erzählung kaum grundiert sein. Husch Josten, die bei der vierten Veranstaltung des „Literaturhaus Köln virtuell“ zu Gast war, landete mit ihrer zweifellos frisch vom Schreibtisch kommenden Kurzgeschichte „Bar jeder Kritik“ mitten in der pandemischen Gegenwart. Denn da ist zügig vom US-Präsidenten die Rede, der alles auf sich beziehe und immer … „Klare Antworten sind systemrelevant“ – Husch Josten im virtuellen Literaturhaus Köln weiterlesen