Achtung, Australien (10): Die fitten Korallen von Coral Bay

Auf unserer Reise im Bushcamper von Perth in Western Australia nach Darwin im Northern Territory haben wir ein Reisetagebuch geführt. Darin küren wir auch jedes Mal einen „Mensch des Tages“. Hier erreichen wir die nächste Station. 

Sunset am Ningaloo Reef

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Die Sonne hat mal wieder genug vom Tag.  Foto: Bücheratlas

Zwei Pelikane gleiten lautlos durch das türkisfarbene Wasser, der Himmel glüht in Gelb- und Rot- und in Orangetönen. Touristen mit Bierdosen und gut gefüllten Weingläsern in der Hand sitzen in dem noch sonnenwarmen Sand. Wir zelebrieren den Sunset, den Sonnenuntergang in Coral Bay.

Die abgelegene Siedlung an der Bill‘s Bay, kaum mehr als 200 Einwohner stark, platzt in der Hauptsaison aus allen Nähten. Dicht an dicht stehen die Wohnwagen und Wohnmobile auf den Campingplätzen – wer vorher einen Stellplatz reserviert hat, ist klar im Vorteil. Im Patio von Bill‘s Bar, untergebracht in einer kleinen Shopping Mall, ist nach Sonnenuntergang die Hölle los.

Die Hauptattraktion des Örtchens: das zum Greifen nahe Ningaloo Reef. Kaum 100 Meter ist es bei Coral Bay vom Festland entfernt, bei Ebbe kann man fast hinüberwaten. Das subtropische Korallenriff ist mit seiner Länge von 260 Kilometern um einiges kleiner als das weitaus berühmtere Great Barrier Reef an der Ostküste Australiens. Klimaschwankungen und Umweltsünden gegenüber hat es sich bislang allerdings als weitaus widerstandfähiger erwiesen als sein großer Bruder. Noch sind die mehr als 200 Korallenarten gesund. Der einzige Nachteil für Taucher und Schnorchler: Die Korallen des Ningaloo Reefs sind nicht so bunt wie die des Great Barrier Reef.

Petra Pluwatsch

Mensch des Tages: Jack weiß, was Schwalben so wertvoll macht

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Blau in vielen Tönungen – so schimmert’s, wenn ein Riff darunter liegt. Foto: Bücheratlas

Am Heck steht Jack. Er ist bei unserem Boots-Ausflug auf dem Ningaloo-Riff für die Weiterbildung zuständig. Dabei geht es allein um das Leben im Wasser und das subtropische Riff, das sich anders als das tropische Great Barrier Riff an der Ostküste bester Gesundheit erfreut – siehe oben.

Frappierend ist allerdings auch das Tierleben an Bord. Ein und aus fliegen zwei Schwalben in einen Hohlraum gleich neben Jacks tätowierten Waden. Was ist da los? „Wir lassen den Schwalben ihr Nest!“ sagt Jack. „Die beiden verteidigen ihr Territorium gegen andere Vögel. Damit halten sie uns die Möwen von Bord. Und auch die Pelikane haben keine Lust, sich mit den Schwalben zu streiten.“

Der schöne Effekt ist, dass das Boot nicht von Vogelkot befreit werden muss – abgesehen von dem, den die Schwalben hinterlassen. Aber die sind ja hier zu Hause. Die finden das Boot, wo immer es fährt. Nicht mit GPS, sondern mit Instinkt.

Martin Oehlen

⊕ Unser Campground:

„Ningaloo Lighthouse Holiday Park“ am North West Cape bei Exmouth, Site #47

Was bisher geschah

läst sich alles locker nachlesen auf diesem Blog. Los ging es in Perth – und zwar HIER. Zuletzt hingen wir HIER im Sand fest und flogen HIER mit Apollo 11 zum Mond.

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