Matthias Edvardsson über den Bestsellerautor, der beim Schreibseminar verschwindet

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Zack Levin ist ein versierter Mann des Wortes. Doch plötzlich steht er auf schwankendem Grund. Foto: Bücheratlas

Schlechte Zeiten für Journalisten. Das muss Zack Levin erfahren: Er verliert seinen Job bei einer Stockholmer Tageszeitung, etwas Neues findet sich nicht. Also zieht er zu seiner Mutter aufs Land und beschließt, einen Roman zu schreiben. Thema: der Sommer vor zwölf Jahren, als Zack und seine Clique bei der charismatischen Li Karpe ein Schreibseminar belegten und der Bestsellerautor Leo Stark spurlos verschwand.

Dessen Leiche wurde zwar nie gefunden. Dennoch geriet Zacks Freund Adrian unter Verdacht, den Schriftsteller ermordet zu haben. Nun plant Zack die Reinwaschung seines Kumpels – und muss bald feststellen, dass Erinnerungen trügerisch sind und die Wahrheit grausam sein kann.

Mattias Edvardsson, der sein Geld als Lehrer für Schwedisch und Psychologie verdient, legt mit „Der unschuldige Mörder“ bereits seinen zweiten gelungenen Thriller vor.  In zahlreichen Rückblenden erzählt er die Geschichte jenes verhängnisvollen Sommers, der Zack die Unschuld nahm und einen Menschen das Leben kostete. Er spielt dabei virtuos mit den Erwartungen seiner Leser und lässt sie am Entstehungsprozess von Zacks Werk teilnehmen.

All das liest sich ausgesprochen spannend. Und verrät eine Menge über das Schreiben von Krimis.

Petra Pluwatsch

http://www.ksta.de

Matthias Edvardsson: „Der unschuldige Mörder“, dt. von Annika Krummacher, Limes, 464 Seiten, 15 Euro. E-Book: 11,99 Euro.

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