Die Hände zum Himmel: Parkplatz-Gestaltung auf dem Gelände der Klosterfrau Group in Köln. Alle Fotos: Bücheratlas / M. Oe.
In eigener Sache melden wir uns hier! Ausnahmsweise. Versprochen. Aber der Hinweis ist jetzt einfach fällig: Unser Buch „Klosterfrau – Eine Nonne erobert die Welt“ ist ab sofort im Buchhandel erhältlich. Die kulturhistorische Erzählung handelt von einer berühmten Frau, deren Name und Biografie kaum einer kennt. Maria Clementine Martin (1775-1843) wurde als Wilhelmine Martin in Brüssel geboren und machte als Start-up-Unternehmerin im frühen19. Jahrhundert in Köln Karriere. Vor 200 Jahren gründete sie in unmittelbarer Nähe des Doms eine Firma und destillierte ihren Melissengeist. Noch heute ergeht es beiden wohl – dem Melissengeist ebenso wie dem Unternehmen Klosterfrau Group.
Der aufwändig gestaltete und reich bebilderte Band erscheint im Greven Verlag. Darin wird auch die Geschichte des Unternehmens bis in die Gegenwart fortgeschrieben. Zudem gibt es Exkursionen in die Sozial- und Medizingeschichte sowie eine Darstellung der kölnischen Verhältnisse zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Auch die 13 Kräuter, die im Melissengeist ihre Wirkung tun, werden von uns porträtiert.
Hier also ein paar Aufnahmen, die bei der Arbeit an dem „Klosterfrau“-Buch entstanden sind. (M. Oe. / P. P.)
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Elisabeth Pergers Skulptur der Maria Clementine Martin gib es in Köln mittlerweile in drei Ausführungen. Der jüngste Abguss steht am Maria-Clementine-Martin-Platz im Rheinauhafen und wurde von der Klosterfrau Group gestiftet.
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Die Urfassung der Klosterfrau-Skulptur, die zunächst am Kölner Ratsturm angebracht war und dann (wie auch rund 100 weitere Figuren) wegen drohender Steinschäden ausgetauscht wurde, befindet sich heute auf dem Firmengelände der Klosterfrau Group (linkes Foto). Dort wurde für die Bronzeversion am Rheinufer die millimetergenaue Fassung abgenommen (Mitte). Rechts oben im Bild die aktuelle Figur am Ratsturm.
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Nicht gerade heimelig, aber spannend: Das Firmenarchiv der Klosterfrau Group beherbergt viele Regalmeter zur Geschichte des Hauses.
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Selbstverständlich finden sich im Klosterfrau-Archiv einige Dokumente zur Vita der Maria Clementine Martin. Darunter das Urteil des Königlichen Stadtphysikus Dr. Elkendorf von 1826, der feststellt, dass das „Cölnisch Wasser“ der Klosterfrau „von äußerst guter und feiner Qualität“ sei (links). Und im Jahre 1831 loben und empfehlen die Doctores D’hame (rechts oben) und Grahn (rechts unten) den Melissengeist der „Klosterjungfrau“.
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Am Hauptsitz der Klosterfrau Group in der Gereonsmühlengasse in Köln dient ein Konferenzsaal als kleines Museum zur Geschichte des Hauses. Nicht mehr im Einsatz für die Medizin, aber immer noch ein Hingucker ist die Destillationsanlage aus dem Jahr 1962.
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Orientierung im öffentlichen Raum: Links der Maria-Clementine-Martin-Platz in Köln (bitte das Schild am linken Bildrand beachten), rechts der Maria-Clementine-Martin-Weg im Neubaugebiet von Jever.
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Das bescheidene Grab der Maria Clementine Martin befindet sich auf dem Kölner Melaten-Friedhof (links). Von dort geht man nur ein paar Schritte bis zur deutlich größeren Grabstätte ihres Nachfolgers Peter Gustav Schaeben und seiner Familie.
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Viele haben mitgewirkt, um das Buch auf den Weg zu bringen. Auf diesen Abbildungen sind nur einige Personen zu sehen, denen wir im Anhang des Bandes ausdrücklich danken. Links eine Momentaufnahme von der Qual der Wahl, welche Motive ins Buch gehören. Rechts leuchtet Fotografin Nina Gschlößl eine Vitrine mit einer Jesuskind-Darstellung aus, die der Klosterfrau gehört hat.
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Die Buchvorstellung
findet am kommenden Mittwoch, 27. Mai 2026, um 18 Uhr im Greven Verlag (Neue Weyerstraße 1-3, 50676 Köln) statt. Der Eintritt ist frei. Anmeldung erwünscht bis zum 25. Mai an info@greven-verlag.de
Mit dabei: Martin Oehlen und Petra Pluwatsch, die den Band vorstellen, sowie Jordana Schmidt, die über das Selbstverständnis von Ordensfrauen gestern und heute informiert. Die Moderation übernimmt Helmut Frangenberg vom Kölner Stadt-Anzeiger.
Martin Oehlen und Petra Pluwatsch: „Klosterfrau – Eine Nonne erobert die Welt“, Greven Verlag, 200 Seiten, zahlreiche Abbildungen, 40 Euro.
4 Gedanken zu “Bilder einer Buchwerdung: Unsere Zeit mit Maria Clementine Martin zwischen Kloster, Schlachtfeld und Start-up-Unternehmen”
Super! So ein Buch ist längst überfällig – eine meiner frühestenKindheitserinnerungen: Meine Oma hatte immer eine Miniflasche vom Klostergeist in ihrer schwarzen Oma-Handtasche und wir Enkelinnen haben darum gerangelt, die für unseren Puppen-Einkaufsladen zu bekommen. Als ich das letzte Mal in Köln im Bahnhof war und die Werbung sah, kam auch nach fast 55 Jahren noch das Kind in mir raus 🙂 Ich wünsche viel Erfolg mit dem Buch und eine tolle Premiere!
Vielen Dank,
liebe Birgit Böllinger!
Was für eine schöne Erinnerung an die Kindheit. Und ich bin sicher, von der Art gibt’s noch einige mehr. Früher gehörte der Melissengeist ja nahezu zur Standardausrüstung eines deutschen Haushalts.
Herzliche Grüße,
M. Oe.
Seit Wochen gehe ich mir dem Vorhaben schwanger, ein Fläschchen Klosterfrau Melissengeist zu kaufen, um auszuprobieren, ob es auf mich Alte noch die Wirkung hat wie auf mich als junge (damals leicht gestresste) Mutter: Träume wie aus Grimms Märchenbuch. Und bei jedem Einkauf vergesse ich es, weil ich es nicht auf dem Zettel habe. Wird halt nicht dringend benötigt. Jetzt kann ich das eingesparte Geld ja in das Buch investieren.
Super! So ein Buch ist längst überfällig – eine meiner frühestenKindheitserinnerungen: Meine Oma hatte immer eine Miniflasche vom Klostergeist in ihrer schwarzen Oma-Handtasche und wir Enkelinnen haben darum gerangelt, die für unseren Puppen-Einkaufsladen zu bekommen. Als ich das letzte Mal in Köln im Bahnhof war und die Werbung sah, kam auch nach fast 55 Jahren noch das Kind in mir raus 🙂
Ich wünsche viel Erfolg mit dem Buch und eine tolle Premiere!
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Vielen Dank,
liebe Birgit Böllinger!
Was für eine schöne Erinnerung an die Kindheit. Und ich bin sicher, von der Art gibt’s noch einige mehr. Früher gehörte der Melissengeist ja nahezu zur Standardausrüstung eines deutschen Haushalts.
Herzliche Grüße,
M. Oe.
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Seit Wochen gehe ich mir dem Vorhaben schwanger, ein Fläschchen Klosterfrau Melissengeist zu kaufen, um auszuprobieren, ob es auf mich Alte noch die Wirkung hat wie auf mich als junge (damals leicht gestresste) Mutter: Träume wie aus Grimms Märchenbuch. Und bei jedem Einkauf vergesse ich es, weil ich es nicht auf dem Zettel habe. Wird halt nicht dringend benötigt. Jetzt kann ich das eingesparte Geld ja in das Buch investieren.
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Oh, wie schön! Womöglich ist die Lektüre ja ähnlich entspannend wie ein paar Tropfen Melissengeist. Beste Grüße!
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