Post von der Täterin: Anna Mette Hancock startet mit „Leichenblume“ eine neue Skandinavien-Krimireihe

Foto: Bücheratlas

Der Boom der Skandinavien-Krimis scheint ungebrochen. Mit Anne Mette Hancocks Thriller „Leichenblume“ ist jetzt eine weitere Serie nordeuropäischer Mordgeschichten an den Start gegangen. Schauplatz: die beschauliche dänische Hauptstadt Kopenhagen. Es ist der erste Fall für die junge Investigativ-Journalistin Heloise Kaldan und den Kommissar Erik Schäfer.

Heloise Kaldan, mit der es privat wie beruflich nicht zum Besten steht, erhält Post von einer gesuchten Mörderin. Anna Kiel hat vor Jahren einen Kopenhagener Rechtsanwalt umgebracht. Die Hintergründe der blutigen Tat konnten nie aufgeklärt werden. Anna Kiel, die aus ihrer Tat nie einen Hehl gemacht hat, ist seitdem spurlos verschwunden. Warum nimmt sie ausgerechnet jetzt Kontakt zu der Reporterin auf? Will sie gefunden werden? Heloise Kaldan wittert eine Chance, sich beruflich zu rehabilitieren, und beginnt zu recherchieren. Schon bald sieht sie sich mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.

Die Geschichte ist solide, ohne große literarische Ansprüche erzählt. Eine gute Lektüre für graue Corona-Tage: spannend, temporeich, auch wenn die Auflösung etwas weit hergeholt scheint. Alles in allem ein vielversprechender Auftakt von einer Autorin, die auf ein aktuelles Thema und eine sympathische, leicht verpeilte Protagonistin setzt.

Petra Pluwatsch

Anna Mette Hancock: „Leichenblume“, dt. von Karoline Hippe, Scherz, 398 Seiten, 15 Euro. E-Book: 4,99 Euro. 

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