Ken Follett lässt grüßen: Vorstellung seines neuen Historienromans „Kingsbridge“ im Lübbe-Verlag

Ken Follett im Video während der Buchpräsentation im Bastei-Lübbe-Verlag in Köln-Mülheim Foto: Bücheratlas

„Sie werden zum Schluss nicht enttäuscht sein“, verspricht der Autor. Gewinnend lächelt Ken Follett von der Leinwand ins Publikum, das Haar schlohweiß, das Gesicht ein wenig ausgezehrt. Drei Jahre habe er an seinem neuen Werk gearbeitet. „Drei Jahre – in dieser Zeit machen Studierende ihr Examen, und manche Ehe wird nicht einmal so alt.“ Jetzt, endlich, liegt das Mammutwerk in deutscher Übersetzung vor: An diesem Dienstag kommt „Kingsbridge – Der Morgen einer neuen Zeit“, Folletts jüngstes Werk, auf den Markt.

Vor der Tür des imposanten Verlagsgebäudes von Lübbe im Kölner Schanzenviertel stapeln sich am Vorabend meterhoch die ersten druckfrischen Exemplare. „Wikinger“ in härenen Roben schwingen martialisch aussehende Waffen, Fackeln flackern in der Dunkelheit. Drinnen im Foyer schmücken putzige Wikingerschiffe die Tische, und die „unterwürfige Ursula“, die im wahren Leben ganz andere Aufgaben hat, serviert süßen Met und köstliches, selbstbemachtes Birnenkompott.  

Er sei zurückgekehrt nach Kingsbridge, verrät Follett in seiner Videobotschaft an das Publikum. Die fiktive englische Stadt begründete vor 30 Jahren seinen Ruf als Autor spannender und quicklebendig geschriebener Historienromanen. Im Jahre 1990 erschien in Deutschland der erste Band der inzwischen vierbändigen Reihe und verschaffte dem Thriller-Autor ein völlig neues Publikum. „Die Säulen der Erde“, die Geschichte vom Bau der Kathedrale in Kingsbridge, wurde ein Megaerfolg. Allein die Taschenbuchausgabe verkaufte sich bis heute rund drei Millionen Mal.

Ja, es stimmt ganz und gar: Das Bild wackelt und der Ton hallt aus tiefstem Kellerverließ – aber Ken Follett formuliert hier ein schönes Versprechen, das wir nicht verschweigen wollen. Video: Bücheratlas/ Bastei-Lübbe

In „Der Morgen einer neuen Zeit“ ist Follett zurückgegangen in das Jahr 997. In England wüten die Wikinger. Unter anderem wird das Hafenstädtchen Combe von den rauen Gesellen aus dem Norden dem Erdboden gleichgemacht. Viele Menschen verlieren ihre Existenz, darunter auch der junge Bootsbauer Edgar. Noch viel mehr geschieht in diesem schicksalhaften Jahr kurz vor der Jahrtausendwende: Eine stolze normannische Prinzessin verliebt sich in einen sächsischen Adeligen und geht mit ihm nach England. Der fiese Bischof Wynstan geht über Leichen, um seine Macht zu festigen, wenn nicht gar zu vergrößern.

Ragna, die normannische Prinzessin, sei seine Lieblingsfigur, verrät Follett: „Smart und sexy“ sei sie.  Mit Wynstan hingegen habe er einen seiner „übelsten Charaktere“ überhaupt geschaffen. „Sie werden ihm ein wirklich böses Ende wünschen.“ Wie das aussieht, wird hier nicht verraten.  Lesen Sie selber – es sind nur 1018 Seiten. 

Petra Pluwatsch

Ken Follett: „Kingsbridge – Der Morgen einer neuen Zeit“, dt. von Markus Weber, Lübbe, 1018 Seiten, 36 Euro. E-Book: 19,99 Euro.

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