Kölner Krimipreis: Max Annas gewinnt den „Crime Cologne Award 2020“

Max Annas (oben) mit Petra Ivanov und darunter (von links nach rechts) Thomas Ziebula, Tom Hillenbrand und Horst Eckert. Screenshots: Bücheratlas

Max Annas ist der Gewinner des „Crime Cologne Award 2020“. Der Autor erhält für seinen Kriminalroman „Mordermittlungskommission – Der Fall Teo Macamo“, der bei Rowohlt Hundert Augen erschienen ist, die mit 3000 Euro dotierte Auszeichnung des Kölner Krimifestivals. Das wurde am Sonntagabend in einer digitalen Preisverleihung bekanntgegeben, die von Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker eröffnet und vom Jury-Vorsitzenden Mike Altwicker moderiert wurde. Coronabedingt fiel die traditionelle Gala diesmal aus.

Doch so ein Wettbewerb hat viele Sieger. Deshalb stellten die Jury-Mitglieder erst einmal die Bücher der Shortlist vor.

Los ging es mit Margarete von Schwarzkopf, die hervorhob, wie geschickt Thomas Ziebula zwei spannende Handlungsfäden in „Der rote Judas“ (Wunderlich Verlag) verknüpft. Sodann präsentierte Petra Pluwatsch – ja, hier vom Blog – den Roman des späteren Siegers Max Annas und pries die dichte Atmosphäre und politische Aktualität der „Morduntersuchungskommission“. Birgitt Schippers lobte Tom Hillenbrands „Qube“ (Kiepenheuer & Witsch) als „atemberaubendes Schachspiel“, das viel Stoff zum Nachdenken anbiete. Marc Raabe attestierte seinem Krimi-Kollegen Horst Eckert, dass diesem mit „Im Namen der Lüge“ (Heyne) „ein sehr, sehr spannender Politthriller“ gelungen sei, der Suchtpotenzial habe. Schließlich widmete sich Mike Altwicker selbst Petra Ivanovs Kriminalroman „Entführung“ (Unionsverlag) und stellte fest: „Wer Petra Ivanov noch nicht kennt, hat etwas verpasst.“

Der Jury-Vorsitzende Mike Altwicker und (von links nach rechts und von oben nach unten) seine Mitstreitenden Margarete von Schwarzkopf, Marc Raabe, Birgitt Schippers und Petra Pluwatsch. Screenshots: Bücheratlas

Bevor es zur Bekanntgabe des Gewinners kam, gab es noch kurze Gespräche mit der Kandidatin und den Kandidaten. Da schilderte Max Annas, der aus Köln stammt und in Berlin lebt, auf welche zufällige Weise er ein erstes Mal in die DDR gelangt war – und dann nicht mehr davon loskam: „Während meine Freundinnen und Freunde auf Weltreise gingen, bin ich in die DDR gefahren.“ Von dieser genauen Kenntnis, das wurde im Rahmen der Verleihung offenbar, profitiert nicht zuletzt sein in jeder Hinsicht ausgezeichnete Kriminalroman.

Martin Oehlen

Eine Besprechung des Sieger-Romans findet sich HIER .

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