Linus Geschke zieht mit „Finsterthal“ ins Reich der Ultra-Bösen

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Foto: Bücheratlas

Zwei junge Frauen werden entführt und trotz üppiger Lösegeldzahlungen wenige Tage später ermordet aufgefunden. Die Polizei tappt im Dunklen, und so bittet der zwielichtige russische Geschäftsmann Dimitri den Ex-Polizisten Alexander Born um Hilfe. Der geschasste Kommissar, erst kürzlich aus dem Knast entlassen, soll herausfinden, wer hinter den Morden steckt und weitere Entführungen verhindern.

„Finsterthal“,  ein rasant erzählter Thriller aus der Welt der Ultra-Bösen, ist der zweite Band einer dreibändigen Thriller-Serie von Linus Geschke. Der Kölner Autor und Journalist taucht dabei tief hinein in die Welt skrupelloser Berufsverbrecher und russischer Kartelle, wo ein Menschenleben nichts zählt. Der „Dunkle“ nennt sich der Mann, der hinter der Mordserie steckt, und wie schon der „Wanderer“ im Vorgängerband „Tannenstein“ ist er ein Mensch ohne Moral und Gewissen.  Wieder jagt Born, selber das Opfer finsterer Dämonen, ein namensloses Phantom, das bis zum Ende keine festen Konturen bekommt. In einem verlassenen Gebäude mitten im Wald, wo einst das Dorf Finsterthal stand, kommt es zur finalen Begegnung zwischen ihm und dem Dunklen.

Eine spannende, gut erzählte Geschichte, der allerdings die Überzeugungskraft und das Überraschungsmoment des ersten Bandes fehlen. Manche Figuren bleiben recht blass. Bei Born wünscht man sich, dass der Mann seine Gespenster endlich in den Griff bekommt. Aber das kann ja noch kommen.

Petra Pluwatsch

http://www.ksta.de

Linus Geschke: „Finsterthal“, dtv, 366 Seiten, 15,90 Euro. E-Book 12,99 Euro.

Geschke

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