Knochen im Maulwurfshügel: „Sörensen geht aufs Haus“ ist der neue Katenbüller Krimispaß von Sven Stricker

Da – ein Maulwurfshügel! Foto: Bücheratlas / M. Oe.

Wieder einmal steht Katenbüll, das „Mörderdorf“, in den Schlagzeilen. Gerade erst haben sich die Einwohnerinnen und Einwohner von dem jüngsten Mord erholt (eine Rezension von „Sörensen macht Urlaub“ finden Sie HIER), da werden im Garten eines Einfamilienhauses menschliche Überreste gefunden: eine Hand, eine Elle, Teile eines Zehs. Ein Nachbar will sie in der Nacht mithilfe eines Wasserschlauchs aus einem Maulwurfshügel gespült haben. Auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Doch wo ist der Rest der Leiche? Und wer hat die Knochen ausgerechnet im Garten von Sörensens altem Schulfreund Schiefel vergraben? Der natürlich von nichts eine Ahnung hat.

 „Sörensen geht aufs Haus“ ist Sven Strickers sechster Katenbüll-Krimi, und auch dieses Mal ist die Lektüre ein pures Vergnügen. Sörensen, der aufgrund einer Angststörung nach Nordfriesland versetzt wurde, präsentiert sich so unbeholfen und sympathisch-verpeilt wie eh und je. Zwar hat er seine psychischen Probleme inzwischen einigermaßen im Griff, doch die drohende Kündigung von Kollegin Jennifer könnte ihn ein weiteres Mal aus der Bahn werfen. Wunderbar sind seine Versuche, sie doch noch zum Bleiben zu bewegen und ihr endlich, endlich seine Gefühle für sie zu offenbaren.

Schulfreund Schiefel gerät in Verdacht

Auch das Wiedersehen mit Schiefel bereitet Sörensen Sorgen. Der Freund – der einzige, den er während seiner Schulzeit hatte – hat sich verändert und gerät schon bald in den Fokus der Ermittlungen. Der IT-Experte scheint in einen alten Vermisstenfall verwickelt zu sein. Vor zwei Jahren ist nach einer Party ein junges Mädchen verschwunden, und die Knochen in seinem Garten könnten von der Vermissten stammen.

Sven Stricker ist mit diesem Buch ein weiterer inhaltlich überzeugender, humorvoller und lebenskluger Krimi gelungen. Allein die knochentrockenen Wortgefechte zwischen Sörensen und seinem Vater lohnen die Lektüre.   

Petra Pluwatsch

Auf diesem Blog

haben wir schön einige Sven-Stricker-Krimis vorgestellt: „Sörensen macht Urlaub“ (HIER), „Sörensen sieht Land“ (HIER) und „Sörensen am Ende der Welt“ (HIER).  

Sven Stricker: „Sörensen geht aufs Haus“, Rowohlt, 528 Seiten, 15 Euro. E-Book: 9,99 Euro.

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