„Ich war einmal ein großer Zeichner“: Franz Kafkas Zeichnungen, von denen die meisten bislang in Tresoren weggeschlossen waren, liegen nun erstmals in einem Band vor

In einem Brief an Milena Jesenská aus dem Jahre 1920 findet sich die Zeichnung eines Menschen, der an einem Folterinstrument zerrissen wird, während eine weitere Person entspannt zuschaut. Franz Kafkas Zeichnung ist im Literaturmuseum der Moderne in Marbach in der Dauerausstellung „Die Seele 2“ zu sehen, die herausragende Objekte aus der Sammlung präsentiert. Foto: Bücheratlas … „Ich war einmal ein großer Zeichner“: Franz Kafkas Zeichnungen, von denen die meisten bislang in Tresoren weggeschlossen waren, liegen nun erstmals in einem Band vor weiterlesen

Auf den Spuren von Gustave Flaubert (3): Der Pavillon mit Seine-Blick ist vom Schreibzentrum in Croisset übriggeblieben

Gustave Flaubert wurde vor 200 Jahren, am 12. Dezember 1821, in Rouen geboren. Einigen seiner Spuren sind wir in der Normandie nachgegangen. Nicht vergessen wollen wir, dass er sich immer wieder einmal in Paris aufgehalten hat. Doch sein Zentrum blieb der küstennahe Westen. Nach dem Start in seiner Geburtsstadt Rouen und dem Ausflug nach Trouville-sur-mer … Auf den Spuren von Gustave Flaubert (3): Der Pavillon mit Seine-Blick ist vom Schreibzentrum in Croisset übriggeblieben weiterlesen

Auf den Spuren von Gustave Flaubert (2): Am Strand von Trouville-sur-mer findet der 15-Jährige seine unmögliche Liebe – und das auf den ersten Blick

Gustave Flaubert wurde vor 200 Jahren, am 12. Dezember 1821, in Rouen geboren. Einigen seiner Spuren sind wir in der Normandie nachgegangen. Nicht vergessen wollen wir, dass er sich immer wieder einmal in Paris aufgehalten hat – in der Rue Dauphin, am Boulevard du Temple, im Faubourg Saint-Honoré. Doch sein Zentrum blieb der küstennahe Westen. … Auf den Spuren von Gustave Flaubert (2): Am Strand von Trouville-sur-mer findet der 15-Jährige seine unmögliche Liebe – und das auf den ersten Blick weiterlesen

Auf den Spuren von Gustave Flaubert, der vor 200 Jahren geboren wurde (1): Kindheit in Rouen mit Blick auf den Obduktionssaal des benachbarten Krankenhauses

Gustave Flaubert wurde vor 200 Jahren, am 12. Dezember 1821, in Rouen geboren. Allenthalben wird der Autor der „Madame Bovary“ derzeit aus diesem Grund gewürdigt. Einigen seiner Spuren sind wir in der Normandie nachgegangen. Nicht vergessen wollen wir, dass er sich immer wieder einmal in Paris aufgehalten hat – in der Rue Dauphin, am Boulevard … Auf den Spuren von Gustave Flaubert, der vor 200 Jahren geboren wurde (1): Kindheit in Rouen mit Blick auf den Obduktionssaal des benachbarten Krankenhauses weiterlesen

Der Roman zum Literaturnobelpreis: „Das verlorene Paradies“ von Abdulrazak Gurnah erzählt von einer Kindheit in Sansibar

Abdulrazak Gurnah sprach in seiner Literaturnobelpreis-Rede, die vor der Verleihung am 10. Dezember gehalten wurde, über seine Anfänge als Autor. Mitte der 1960er Jahre war er vor der Gewalt in Sansibar nach England geflohen. Dort begann er mit dem Schreiben. Auslöser waren die Erinnerungen an die Grausamkeiten der Revolution in seiner Heimat, die Unterdrückung als … Der Roman zum Literaturnobelpreis: „Das verlorene Paradies“ von Abdulrazak Gurnah erzählt von einer Kindheit in Sansibar weiterlesen

„Nirgendwo sonst sind die Bedingungen so gut wie in Deutschland, um Gehör zu bekommen“ – Felicitas Hoppe stellt im Literaturhaus Köln ihren Roman „Die Nibelungen“ vor

Felicitas Hoppe gibt Auskunft über die „Hoppe-Werkstatt“. Screenshot: Bücheratlas Dicht am Wasser gebaut ist Felicitas Hoppes Roman „Die Nibelungen – Ein deutscher Stummfilm“. Das liegt nahe bei einem Stoff, der von der Nordsee bis ans Schwarze Meer führt und zumal an Rhein und Donau spielt. Jetzt erläuterte die Autorin, 2012 mit dem Büchnerpreis geadelt, im … „Nirgendwo sonst sind die Bedingungen so gut wie in Deutschland, um Gehör zu bekommen“ – Felicitas Hoppe stellt im Literaturhaus Köln ihren Roman „Die Nibelungen“ vor weiterlesen

„Tra Ra Ra Ta Ta“: Heinrich Bölls Gedichte – darunter einige bislang unveröffentlichte – in einem Band

Der Köln-Zyklus zählt zu den besonders attraktiven Texten in der Lyrik von Heinrich Böll. Foto: Bücheratlas In der Unterprima ging es los. Als Schüler des Staatlichen Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums zu Köln schrieb Heinrich Böll (1917-1985) den ersten  überlieferten Text. In dem Gedicht „Mir träumte heut“ taumelt der junge Katholik, gerade 18 Jahre alt geworden, zunächst durch Brei … „Tra Ra Ra Ta Ta“: Heinrich Bölls Gedichte – darunter einige bislang unveröffentlichte – in einem Band weiterlesen

Julia Franck räumt gründlich auf mit der Vergangenheit: „Welten auseinander“ ist der Roman einer nicht funktionierenden Familie

Foto: Bücheratlas Vierzehn Jahre sind vergangen seit Julia Francks letztem großen Erfolg. Ihr Roman „Die Mittagsfrau“, in dem sie die Lebensgeschichte der Halbjüdin Helene Würsich alias Alice Sehmisch erzählt, wurde mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet und in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Ihr nächstes Buch „Rücken an Rücken“, die Geschichte eines vernachlässigten Geschwisterpaares in der DDR, begeisterte … Julia Franck räumt gründlich auf mit der Vergangenheit: „Welten auseinander“ ist der Roman einer nicht funktionierenden Familie weiterlesen

Strandwanderung von Hiddensee über Ostende nach Lesbos: Bettina Baltschevs meeresfrische Kulturgeschichte „Am Rande der Glückseligkeit“

Foto: Bücheratlas Es ist immer eine gute Idee, an den Strand zu gehen. Klar, im Winter denkt man nicht sofort daran, am Meeressaum zu flanieren. Dabei hat auch das etwas. Ganz bestimmt. Es muss nicht immer Sommer sein. Dass der Strand ein Fall für jede Jahreszeit ist, für jede Witterung und jede Tageszeit, das macht … Strandwanderung von Hiddensee über Ostende nach Lesbos: Bettina Baltschevs meeresfrische Kulturgeschichte „Am Rande der Glückseligkeit“ weiterlesen

Phänomenales Romandebüt von Elizabeth Wetmore: „Wir sind dieser Staub“ über Frauen in Texas, die das Aufbegehren noch lernen müssen

Nicht viel los in der texanischen Provinz - jedenfalls nicht hier und auch nicht in Odessa in den 1970er Jahren, in denen der Roman von Elizabeth Wetmore spielt. Foto: Bücheratlas Gloria Ramírez gehört zu den Mädchen, über die man in Odessa, Texas, noch Jahre später spricht.  Ramírez, das ist doch die Kleine, die zu einem … Phänomenales Romandebüt von Elizabeth Wetmore: „Wir sind dieser Staub“ über Frauen in Texas, die das Aufbegehren noch lernen müssen weiterlesen

Vom Manuskript zum Buch: „Kalmann“-Autor Joachim B. Schmidt spricht an der Kölner Universität über Wege und Umwege

Joachim B. Schmidt antwortet in einem Zoom-Seminar auf die Fragen von Germanistik-Studierenden der Kölner Universität. Screenshot: Bücheratlas Gammelhai und Raufarhöfn, „Forrest Gump und „cultural appropriation“ – das waren nur einige Eckpunkte des Seminars an der Kölner Universität, in dem Joachim B. Schmidt über Leben und Schreiben informierte. Im Jahre 1981 in Graubünden in der Schweiz … Vom Manuskript zum Buch: „Kalmann“-Autor Joachim B. Schmidt spricht an der Kölner Universität über Wege und Umwege weiterlesen

Die SWR-Bestenliste für den Dezember: Emine Sevgi Özdamar steht an der Spitze mit ihrem autobiographischen Roman über Stationen in Istanbul, Paris und Berlin

Es ist mal wieder Zeit, die SWR-Bestenliste ins Bild zu rücken. Sie gehört bekanntlich zu jenen Listen, die immer wieder Aufmerksamkeit verdienen, weil sie Substanz haben. Was hier von Kritikerinnen und Kritikern empfohlen wird, kann sich lesen lassen. Die aktuelle Liste für den Dezember gefällt uns mal wieder besonders gut, weil vier der dort favorisierten … Die SWR-Bestenliste für den Dezember: Emine Sevgi Özdamar steht an der Spitze mit ihrem autobiographischen Roman über Stationen in Istanbul, Paris und Berlin weiterlesen

Der Kühlschrank des Toreros: José F. A. Oliver, neuer Träger des Heinrich-Böll-Preises der Stadt Köln, über Dichtung und Doppelpunkt

José F. A. Oliver mit Moderatorin Beate Tröger in der Zentralbibliothek. Foto: Bücheratlas Der Stier war schuld. An ihm lag es, dass Hausach Heimat wurde. In der Gemeinde im Kinzigtal, irgendwo zwischen Stuttgart und Freiburg gelegen, lebt José F. A. Oliver (60), dem an diesem Freitag der Heinrich-Böll-Preis der Stadt Köln verliehen wird. Unmittelbar vor … Der Kühlschrank des Toreros: José F. A. Oliver, neuer Träger des Heinrich-Böll-Preises der Stadt Köln, über Dichtung und Doppelpunkt weiterlesen

Literatur im Schaufenster: „Take away“, die neue Reihe im Literaturhaus Köln, mit herrlichen Geständnissen zu Stadtlust und Stadtfrust

Das ist die Tonprobe mit Jan Brandt (links) und Tilman Strasser im Schaufenster von Arabella Braut- und Abendmoden. Das Foto von der Veranstaltung selbst gibt es weiter unten. Foto: Bücheratlas Das Literaturhaus Köln stellt die Literatur ins Schaufenster. Gleich an drei Tagen im November gab es Gespräche und Lesungen „im Stadtraum über den Stadtraum“. Da … Literatur im Schaufenster: „Take away“, die neue Reihe im Literaturhaus Köln, mit herrlichen Geständnissen zu Stadtlust und Stadtfrust weiterlesen

Karikaturen eines Zwangsarbeiters sind ein außergewöhnliches Zeitdokument: NS-Dokumentationszentrum in Köln würdigt Philibert Charrin

Philibert Charrin mit einem Doppelporträt als Dreijähriger und als Dreiundzwanzigjähriger: "So wird man älter...". Foto: NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln Ich hätte gern einen Stift von dem Kaliber“, sagt der Arbeiter und zeigt dabei auf eine nahezu mannshohe Schaufel. Dieser Wunsch ist dem verkappten Künstler gewiss nicht erfüllt worden. Doch auch ein noch so kleiner Stift … Karikaturen eines Zwangsarbeiters sind ein außergewöhnliches Zeitdokument: NS-Dokumentationszentrum in Köln würdigt Philibert Charrin weiterlesen

Crime Cologne Award 2021: Joachim B. Schmidt gewinnt den Krimipreis mit seinem fabelhaften Roman „Kalmann“

Joachim B. Schmidt siegt mit „Kalmann“. Foto: Eva Schram/ © Diogenes Verlag   Es ist vollbracht. Stapelweise Bücher gelesen, hitzig darüber diskutiert. Sich schließlich auf eine Shortlist mit sechs Titeln geeinigt Und endlich den Sieger gekürt. Der Träger des Crime Cologne Award 2021 ist – Tusch und Fanfarenklang – Joachim B. Schmidts fabelhafter Roman „Kalmann“, … Crime Cologne Award 2021: Joachim B. Schmidt gewinnt den Krimipreis mit seinem fabelhaften Roman „Kalmann“ weiterlesen

Mit Kent Haruf in der amerikanischen Provinz: „Ein Sohn der Stadt“ handelt vom tiefen Fall des Strahlemannes Jack Burdette

Sieh aus wie Holt in Colorado. Aber das gibt es ja nur in den Romanen von Kent Haruf. Foto: Bücheratlas Jack Burdettte ist ein Stinkstiefel von Kindheit an. Zu laut, zu herrisch, zu selbstverliebt. Zu verwöhnt von einem überforderten Elternpaar. Seine Lehrer fürchten den renitenten Schüler, der kommt und geht, wann es ihm passt. Seine … Mit Kent Haruf in der amerikanischen Provinz: „Ein Sohn der Stadt“ handelt vom tiefen Fall des Strahlemannes Jack Burdette weiterlesen

Die Pest, der Katholizismus und die „kleine Eiszeit“: Gérald Chaix erzählt die Geschichte der Stadt Köln im 16. Jahrhundert

Der Lettner in St. Maria im Kapitol markiert den Beginn der Renaissance in Köln. Foto: Bücheratlas Wenn von Klimawandel, Migration und Epidemie die Rede ist – dann denkt man nicht sofort an das 16. Jahrhundert. Gleichwohl handelt davon der fünfte Band der groß angelegten und stetig wachsenden „Geschichte der Stadt Köln“. Nehmen wir nur die … Die Pest, der Katholizismus und die „kleine Eiszeit“: Gérald Chaix erzählt die Geschichte der Stadt Köln im 16. Jahrhundert weiterlesen

Erst nach dem Tod lernt man sich wirklich kennen: Angelika Klüssendorfs lebenskluger Roman „Vierunddreißigster September“

Der Fall der Mauer spielt keine unerhebliche Rolle für die Menschen in dem Dorf, das Angelika Klüssendorf in ihrem Roman schildert. Foto: Bücheratlas Walter ist tot. In der Silvesternacht hat ihm seine Frau den Schädel eingeschlagen. „Sie hätte das Gewehr nehmen können, entschied sich aber für die Axt. Hilde ließ sie auf seinen Kopf niedersausen, … Erst nach dem Tod lernt man sich wirklich kennen: Angelika Klüssendorfs lebenskluger Roman „Vierunddreißigster September“ weiterlesen

„Die haben alle eine Knall“: Klaus Pohls famoser Roman „Sein oder Nichtsein“ über Peter Zadeks Hamlet-Inszenierung 1999

„Sein oder Nichtsein“ ist ganz großes Theater. Foto: Bücheratlas Die Schauspieler, die ich mag, haben alle einen Knall“, sagt Peter Zadek im Jahre 1999. Da probt der große Theaterregisseur noch einmal den „Hamlet“, über 20 Jahre nach seiner legendären Bochumer Inszenierung. In Straßburg hat er für die Koproduktion mit den Wiener Festwochen ein Dreamteam gewonnen, … „Die haben alle eine Knall“: Klaus Pohls famoser Roman „Sein oder Nichtsein“ über Peter Zadeks Hamlet-Inszenierung 1999 weiterlesen