Das Skelett im Wald, die Kettensäge und der Wintersturm: Simon Beckett setzt mit „Knochenkälte“ seine erfolgreiche Thriller-Reihe fort

Skelett und Mensch von Angesicht zu Angesicht – hier allerdings nicht im Wald, wie bei Simon Beckett, sondern im Natural History Museum in London. Foto: Bücheratlas / M. Oe.

Sechs Jahre mussten die Fans von Simon Beckett auf einen neuen Band seiner David-Hunter-Reihe warten. Nun ist mit „Knochenkälte“ die achte Folge der spannenden Thriller-Serie erschienen. Bereits Band 1, „Chemie des Todes“ (2006), wurde ein internationaler Erfolg. Seitdem sind Simon Becketts Bücher kaum mehr wegzudenken aus den Bestsellerlisten.    

Dieses Mal verschlägt es den forensischen Anthropologe, also den Experten für die Alters- und Geschlechtsbestimmung von Menschenknochen, per Zufall in die walisischen Cumbrian Mountains. Hunter hat sich auf dem Weg zu einem Einsatz verfahren und landet in einem abgelegenen Dorf, wo man wenig erfreut ist über die Ankunft des Fremden. Das einzige Hotel ist seit Jahren geschlossen, im Pub wird er nur unwillig bedient. Doch es kommt noch schlimmer. In der Nacht zerstört ein Unwetter die Zufahrtsstraße zum 200-Seelen-Ort, das Strom- und das Telefonnetz brechen zusammen. Ein schwerer Schneesturm verschärft die Situation. Hunter sitzt endgültig fest.

Die Gerüchte im Dorf schießen ins Kraut

Schnell merkt er, dass in dem Dorf etwas ganz und gar nicht stimmt. Bei einem Spaziergang entdeckt er im Wald ein jahrzehntealtes menschliches Skelett. Offensichtlich hat es der nächtliche Sturm freigelegt. Der Fund macht vor Ort schnell die Runde, die Gerüchte schießen ins Kraut. Am nächsten Tag wird die Geschäftsführerin einer Firma ermordet in einem Schuppen aufgefunden. Eine Kettensäge hat bei ihrem Tod offenbar eine entscheidende Rolle gespielt. Hunter selbst gerät bei seinen Nachforschungen in Lebensgefahr und entgeht nur mit knapper Not einem blindwütigen Killer.

Simon Beckett zeigt sich auch im neuen Band seiner Erfolgsreihe in Bestform: ein ausgefeilter Plot, viel Action und ein überzeugender Schluss. Als Dreingabe erfährt man einiges Wissenswerte über die Arbeit forensischer Anthropologen.

Petra Pluwatsch

Simon Beckett: „Knochenkälte“, dt. von Sabine Längsfeld und Karen Witthuhn, Rowohlt Wunderlich, 460 Seiten, 26 Euro. E-Book: 21 Euro.

  

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..