
Ist Professor Herbert Faller ein Mörder? Die Indizien sprechen dafür: Die Tote auf seinem Grundstück, das Blut an seinen Händen. Dazu das Messer, auf dem sich seine Fingerabdrücke befinden. Dennoch ist sein Sohn Robert überzeugt von der Unschuld des Vaters. Zwar mag er den alten Feingeist nicht, der ihn ein Leben lang nicht ernst genommen hat, doch Blut ist dicker als Wasser, und so beginnt der Kölner Investigativ-Journalist ein wenig in der Vergangenheit des Opfers herumzustochern.
Rätsel um Tonstudio und Gartenhaus
Warum hat die Sängerin Blanche im Gartenhaus des Vaters gewohnt? Was hat ihr erwachsener Sohn mit ihrem Tod zu tun? Und wieso wusste er nichts von dem Tonstudio im Haus des Vaters, in dem Blanche eine neue CD aufnehmen wollte? Herbert Faller kann die Fragen seines Sohnes nicht beantworten. Er liegt nach einem Herzinfarkt im künstlichen Koma.
„Faller und die Tote von Köln“ – gewidmet Hejo Emons, dem jüngst verstorbenen Verleger des Emons-Verlags – ist der zweite Band einer neuen Reihe von Reinhard Rohn. Und wie schon der Vorgängerband „Faller und der Pate von Köln“ handelt es sich um einen unterhaltsamen Krimi mit viel Kölner Lokalkolorit.
Mord statt Selbstmord
Schon bald gibt es eine zweite Leiche: Der ermittelnde Kommissar wird tot am Rhein gefunden. Der vermeintliche Selbstmord entpuppt sich schnell als Mord. Welcher Linkshänder erschießt sich schon mit der rechten Hand? Und es gibt weitere Ungereimtheiten, denen Faller und seine Freunde auf die Spur kommen.
Das ist gut erzählt, die Handlung nimmt schnell Fahrt auf und endet in einem großen Showdown. Wo? Natürlich am Ufer des Rheins.
Petra Pluwatsch
Auf diesem Blog
haben wir bereits den ersten Band der Reihe besprochen: „Faller und der Pate von Köln“ (HIER). Außerdem gibt es einen Beitrag über Reinhard Rohns Kriminalroman „Engels Tod“ (HIER).
Reinhard Rohn: „Faller und die Tote von Köln“, Emons, 254 Seiten, 13 Euro. E-Book: 9,99 Euro.
