In Straßen wie diesen: Gunter Demnig bei der Verlegung des Stolpersteins für Hilde Khnie in der Benesisstraße in Köln. Der Künstler erinnert mit seinem herausragenden Projekt an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Foto: Bücheratlas Als „Schicksalstag“ der Deutschen gilt der 9. November. Viele historische Daten lassen sich mit ihm in Verbindung bringen. Das schönste Gedenken … „Ich weiß noch, wie sie die Haustür aufbrachen und reinkamen“: Hilde Khnies Erinnerung an das Novemberpogrom im Jahre 1938 in der Kölner Benesisstraße – Ein Buchauszug weiterlesen
Abschied vom Elternhaus: „Ein Bungalow“ von Inghill Johansen ist das eindrucksvolle Porträt einer Frau zwischen Zweifel und Aufbruch
Foto: Bücheratlas Das Haus hat seine Seele verloren. Das Dach hängt schief, bei zwei Schranktüren in der Küche haben sich die Angeln gelockert. Im Flur wölbt sich der Bodenbelag, selbst der Warmwasserbereiter hat den Geist aufgegeben. „Es sieht so aus, als hätten sich alle Dinge nur aus Höflichkeit an ihrem Platz gehalten, doch jetzt, wo Mutter … Abschied vom Elternhaus: „Ein Bungalow“ von Inghill Johansen ist das eindrucksvolle Porträt einer Frau zwischen Zweifel und Aufbruch weiterlesen
„Irgendwie sogar sympathisch“: Österreichischer Buchpreis für „Monde vor der Landung“ von Clemens J. Setz
Foto: Bücheratlas Clemens J. Setz ist am Montag für „Monde vor der Landung“ (Suhrkamp) mit dem Österreichischen Buchpreis ausgezeichnet worden. Den Roman haben wir auf diesem Blog HIER vorgestellt. Der Debütpreis ging an Arad Dabiri für den Titel „Drama“ (Septime Verlag). Was wir am Werk gepriesen haben, ist die eine Sache. Aber was sagt die Jury? Genau … „Irgendwie sogar sympathisch“: Österreichischer Buchpreis für „Monde vor der Landung“ von Clemens J. Setz weiterlesen
„mama hinne / mama dalli / mama nomal“: Das Kölner Poesie-Festival „Anderland“ mit Uljana Wolf und Monika Rinck (3)
Uljana Wolf Foto: Bücheratlas Mit Christine Lavant, die am ersten Abend des Kölner Festivals „Anderland“ von Monika Rinck (HIER) und Jenny Erpenbeck (HIER) gewürdigt wird, hat sich auch Uljana Wolf befasst. Die Schriftstellerin tritt am zweiten Abend in der Kölner Stadtbibliothek auf. Als Übersetzerin, die sie auch ist, stellt sie fest: „Wenn man sich nach … „mama hinne / mama dalli / mama nomal“: Das Kölner Poesie-Festival „Anderland“ mit Uljana Wolf und Monika Rinck (3) weiterlesen
„Das Leben war ihre eigentliche Schule, die Bücher waren ihre eigentlichen Lehrer“: Jenny Erpenbeck beim „Anderland“-Festival in Köln (2)
Foto: Bücheratlas Gedichte mochte ich überhaupt nicht lesen, weil man dabei nicht stricken kann“, schreibt Christine Lavant im Jahre 1957. Wer freilich die Gedichte der Autorin liest, wird das Stricken kaum vermissen. „Christine Lavants Lyrik zählt zum Eigenständigsten und Besten, das im 20. Jahrhundert in deutscher Sprache geschrieben wurde“, sagt Klaus Amann, der vor zwei … „Das Leben war ihre eigentliche Schule, die Bücher waren ihre eigentlichen Lehrer“: Jenny Erpenbeck beim „Anderland“-Festival in Köln (2) weiterlesen
„Gedichte, mit denen man raufen will“: Monika Rinck spricht über Christine Lavant beim zweiten „Anderland“-Festival in Köln (1)
Porträt von Christine Lavant am Robert-Musil-Haus in Klagenfurt in Österreich. Die Fassade wurde vom Künstler Jef Aérosol gestaltet. Foto: Bücheratlas Die Reise durchs „Anderland“ geht weiter. Zum zweiten Mal findet das so kleine wie feine Poesie-Festival statt, das die Buchhandlung Klaus Bittner initiiert hat und in Kooperation mit der Stadtbibliothek Köln und dem Institut … „Gedichte, mit denen man raufen will“: Monika Rinck spricht über Christine Lavant beim zweiten „Anderland“-Festival in Köln (1) weiterlesen
Die Narben aus der Kindheit: Alex Schulmans intensiver Familienroman „Endstation Malma“
Foto: Bücheratlas Der Sturm ist vorüber, aber das Unheil beginnt. Harriet versteht jedes Wort, das ihre Eltern im Nebenraum sprechen. Eben erst hatten sie sich einen weiteren schlimmen Streit geleistet. Nun sitzen sie in aller Ruhe beisammen und klingen nahezu harmonisch, als sie sich mit der Frage befassen: „Wie wollen wir es denn jetzt machen?“ … Die Narben aus der Kindheit: Alex Schulmans intensiver Familienroman „Endstation Malma“ weiterlesen
Das Rätsel unter der Schneelawine: Satu Rämö startet mit „Hildur – Die Spur im Fjord“ ihre Island-Krimireihe
Blick über die Berghänge in Islands Westfjorden, nicht weit von Isafjördur entfernt. Foto: Bücheratlas Vor zwei Jahren fand Satu Rämö eine neue Freundin. Eine Fantasiefreundin. „Sie kam einfach zu Besuch und wollte nicht mehr gehen“, erinnert sich die finnische Autorin mit Wohnsitz auf Island. Sie habe Hildur Runasdottir, so der Name der unerwarteten Besucherin, über … Das Rätsel unter der Schneelawine: Satu Rämö startet mit „Hildur – Die Spur im Fjord“ ihre Island-Krimireihe weiterlesen
Nonstop vom Kolonialismus zur Klimakrise: Amitav Ghosh liefert mit „Der Fluch der Muskatnuss“ ein Gleichnis für einen „Planeten in Aufruhr“
Stillleben mit Muskatnüssen Foto: Bücheratlas Es musste nicht immer nur Gold und Silber sein. Auch Gewürze zählten zu den begehrten Schätzen der Kolonialzeit. Für die Seemächte stand dabei einiges auf dem Spiel: „Der Wettlauf um die Gewürze“, lesen wir bei Amitav Ghosh, „war der Wettlauf ins All der damaligen Zeit.“ Zu den Objekten der Raffgier … Nonstop vom Kolonialismus zur Klimakrise: Amitav Ghosh liefert mit „Der Fluch der Muskatnuss“ ein Gleichnis für einen „Planeten in Aufruhr“ weiterlesen
Elizas Trip übers Dating-Portal nach Köln: Ismene Poulakos stellt ihr Romandebüt „Haut aus Glas“ in der Zentralbibliothek vor
Kölner Domblick - Eliza ist von der Stadt ziemlich begeistert. Foto: Bücheratlas Was ist mit Alexander geschehen? Als Eliza ihrem Chat-Partner mitteilt, dass sie ihn in Köln besuchen und endlich persönlich kennenlernen will, herrscht Funkstille. Zack, aus. Profil gelöscht, alle Fotos weg. Alexander existiert nicht mehr. Passiert häufig, versucht Freundin Mona die verzweifelte Enddreißigerin zu … Elizas Trip übers Dating-Portal nach Köln: Ismene Poulakos stellt ihr Romandebüt „Haut aus Glas“ in der Zentralbibliothek vor weiterlesen
„Man fängt etwas an, das vollkommen verblödet ist – man zählt Sandkörner“: Blick in den Katalog zur Ausstellung „Sand – Ressource, Leben, Sehnsucht“
Fotografie von Andreas Gursky aus dem Jahre 2008: „Dubai World III“ © Andreas Gursky / VG Bild-Kunst, Bonn 2023, Courtesy Sprüth Magers Wer auf Sand baut, hat sich eine spannende Basis ausgesucht. Das bezeugt eine Ausstellung der „Stiftung Kunst und Natur“ im Museum Sinclair-Haus im hessischen Bad Homburg. Im Mittelpunkt stehen die Werke von 16 … „Man fängt etwas an, das vollkommen verblödet ist – man zählt Sandkörner“: Blick in den Katalog zur Ausstellung „Sand – Ressource, Leben, Sehnsucht“ weiterlesen
Isländer stürmt versehentlich das Kapitol in Washington: Joachim B. Schmidts komischer und lebenskluger Roman „Kalmann und der schlafende Berg“
Bergblick im Nordosten Islands, wo Kalmann zuhause ist. Foto: Bücheratlas Kalmann ist wieder da. Kalmann, der Sheriff von Raufarhöfn und Hauptfigur in Joachim B. Schmidts gleichnamigem Roman aus dem Jahr 2020 (den wir auf diesem Blog HIER besprochen haben). Die wunderbare Geschichte des geistig eingeschränkten Mittzwanzigers, der in einem abgelegenen Dorf im Nordosten Islands in … Isländer stürmt versehentlich das Kapitol in Washington: Joachim B. Schmidts komischer und lebenskluger Roman „Kalmann und der schlafende Berg“ weiterlesen
„Worte gesetzt auf Leben und Tod“: Zwei Kölner Veranstaltungen erinnern an den großen jiddischen Schriftsteller Abraham Sutzkever, der den Holocaust überlebt hat
Foto: Bücheratlas Abraham Sutzkever (1913 bis 2010) steht auf keiner Bestsellerliste. Ja, sein Werk ist nicht einmal weithin bekannt. Gleichwohl handelt es sich um einen Schriftsteller, der eine tiefe Spur gezogen hat: Abraham Sutzkever, der den Holocaust überlebt hat, wird zu den bedeutendsten Vertretern der jiddisch-sprachigen Literatur der Neuzeit gezählt. Abraham Sutzkevers Werke haben eine … „Worte gesetzt auf Leben und Tod“: Zwei Kölner Veranstaltungen erinnern an den großen jiddischen Schriftsteller Abraham Sutzkever, der den Holocaust überlebt hat weiterlesen
Eine kalte Spur wird plötzlich heiß: Katrine Engberg startet mit „Glutspur“ eine neue Krimireihe um Privatermittlerin Liv Jensen
Auf der Frankfurter Buchmesse gab es deutliche Hinweise auf Katrine Engbergs Neuerscheinung - hier im transparenten Cover-Look. Foto: Bücheratlas Neue Serie, neuer Verlag. Mit „Glutspur - Die Wurzeln des Schmerzes“ startet die dänische Krimiautorin Katrine Engberg, die mit ihren Kopenhagen-Thrillern bislang beim Schweizer Diogenes Verlag unter Vertrag stand, im Piper Verlag eine zweite, spannende Reihe … Eine kalte Spur wird plötzlich heiß: Katrine Engberg startet mit „Glutspur“ eine neue Krimireihe um Privatermittlerin Liv Jensen weiterlesen
„Man muss dabei sein“: Ein Bilderrundgang über die Jubiläumsausgabe der Frankfurter Buchmesse mit Schaukel, Wabe und Bob Dylan
Klimaschwankungen Mit der Leichtigkeit ist das so eine Sache. Einerseits ist sie jederzeit willkommen, andererseits ist sie nicht immer zu zu haben. Ein Gang über die Frankfurter Buchmesse, deren 75. Jahrgang an diesem Sonntag endet und die 215.000 Besucherinnen und Besucher angelockt hat, ist daher eine Wanderung durch alle möglichen Klimata. Fotos: Bücheratlas Normalstand Vor … „Man muss dabei sein“: Ein Bilderrundgang über die Jubiläumsausgabe der Frankfurter Buchmesse mit Schaukel, Wabe und Bob Dylan weiterlesen
Dostojewskis Schuld an der aktuellen Lage in Russland: Auf der Frankfurter Buchmesse mit Andrej Kurkow, Caroline Wahl, Uwe Timm und einigen anderen
So sehen Siegerinnen aus: Caroline Wahl (Lieblingsbuch der Buchhandlungen) und Charlotte Gneuß (aspekte-Literaturpreis). Fotos: Bücheratlas Andrej Kurkow, geboren 1961 in St. Petersburg und in Kiew zuhause, weiß Bescheid. „Die Menschen in der Ukraine sind sehr müde“, sagt er auf der 75. Frankfurter Buchmesse. Müde von der Nervosität und dem Luftalarm, müde von den Drohnen und … Dostojewskis Schuld an der aktuellen Lage in Russland: Auf der Frankfurter Buchmesse mit Andrej Kurkow, Caroline Wahl, Uwe Timm und einigen anderen weiterlesen
„Alle Anschein-Waffen sind verboten“: Die 75. Frankfurter Buchmesse im Gespräch über eine Welt, die aus den Fugen ist
Israel und Palästina, der Terror der Hamas und das Leid der Zivilbevölkerung - darüber diskutierten Alena Jabarine (rechts), Meron Mendel und Moderatorin Bascha Mika. Foto: Bücheratlas Um „Irritationen im Messebetrieb zu vermeiden“, gelten auf der Frankfurter Buchmesse besondere Vorkehrungen rund um Cosplay-Waffen. Für die Einlasskontrollen und damit auch für die „Waffenkontrollen“ der Cosplayer und Cosplayerinnen … „Alle Anschein-Waffen sind verboten“: Die 75. Frankfurter Buchmesse im Gespräch über eine Welt, die aus den Fugen ist weiterlesen
Die Vorsteherin bekennt ihre Verwirrung: Slavoj Žižeks umstrittene Israel-Rede zur Eröffnung der 75. Frankfurter Buchmesse
Mit einem Hauch von Eklat begann die 75. Frankfurter Buchmesse. Dabei wirkte die Eröffnungsfeier zunächst so schiedlich-friedlich-langweilig, wie es Festakte oft an sich haben. Da wurde von den Rednerinnen und Rednern mit Abscheu und Empörung auf die Übel der Welt verwiesen, in Sonderheit auf den barbarischen Überfall der Hamas-Terroristen auf den Staat Israel, und es … Die Vorsteherin bekennt ihre Verwirrung: Slavoj Žižeks umstrittene Israel-Rede zur Eröffnung der 75. Frankfurter Buchmesse weiterlesen
Als Künstler in der NS-Diktatur: Daniel Kehlmanns „Lichtspiel“ über den Filmregisseur G. W. Pabst und die Korrumpierbarkeit
Foto: Bücheratlas Daniel Kehlmann war schon in vielen Leben unterwegs. Mit oft großem bis sehr großem Erfolg. Sein 20 Jahre alter Roman „Ich und Kaminski“ ist ein immer noch famoser Kunstbetriebs-Spaß. Aus der Begegnung des Mathematikers Carl Friedrich Gauß und des Naturforschers Alexander von Humboldt wurde der höchst unterhaltsame Bestseller „Die Vermessung der Welt“. Zuletzt … Als Künstler in der NS-Diktatur: Daniel Kehlmanns „Lichtspiel“ über den Filmregisseur G. W. Pabst und die Korrumpierbarkeit weiterlesen
In einem „gewissen Zusammenhang“ mit dem Krieg im Nahen Osten: Susanne Klingenstein spricht in Köln über ihre „Kulturgeschichte der jiddischen Literatur“
Susanne Klingenstein vor ihrem Auftritt in Köln Foto: Bücheratlas Vor ein paar Tagen“, sagte Susanne Klingenstein, sei es ihr „surreal“ vorgekommen, ein Buch über die jiddische Literatur zwischen 1105 und 1597 vorzustellen. Zu groß das Leid, zu tief das Entsetzen unmittelbar nach dem Überfall der Hamas-Terroristen auf den Staat Israel. Doch dann sei ihr bewusst … In einem „gewissen Zusammenhang“ mit dem Krieg im Nahen Osten: Susanne Klingenstein spricht in Köln über ihre „Kulturgeschichte der jiddischen Literatur“ weiterlesen