
Ja, Moni, schreib eine Seite über mich, denn wenn ich sterbe, ist dann noch etwas von mir da.“ Monika („Moni“) Helfer hat sich die Bitte zu Herzen genommen und einen Roman über Schulfreundin Gloria geschrieben: „Die Jungfrau“. Zuvor schon hatte sie sich in mehreren schönen Bänden der eigenen Familiengeschichte gewidmet. Auch diese Romane sind alle schmal im Umfang, aber von starkem Gehalt. In „Die Bagage“, „Vati“ und „Löwenherz“ leben einige Verwandte literarisch auf. Und mit „Bevor ich schlafen kann“ erinnerte sie an ihre Tochter Paula, die 2003 bei einem Sturz auf einer Wanderung in Hohenems in Vorarlberg ums Leben gekommen ist. Nun ist die große Erzählerin und lebenskluge Menschenfreundin, Ehefrau von Michael Köhlmeier, überraschend gestorben. Nach einem Sturz, wie es heißt. Aber auch Monika Helfer wird literarisch weiterleben durch ihr Werk, in das sie sich selbst eingeschrieben hat. (M. Oe.)
Auf diesem Blog
haben wir zahlreiche Werke von Monika Helfer besprochen – zuletzt „Die Jungfrau“, davor „Die Bagage“, „Vati“ und „Löwenherz“ .
Die Duplizität dieser tödlichen Stürze hat mich an Clemens Eich und Richard Reichensperger erinnert. Tragisch.
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