Ermittlerin Kate Linville mit dem Mut zur Liebe: Charlotte Links geschickt gewebter Kriminalroman „Kalte Tage“

Foto: Bücheratlas / M. Oe.

Reihen waren zu Beginn ihrer schriftstellerischen Karriere so gar nicht die Sache von Charlotte Link. Das hat sich inzwischen geändert. Gerade ist „Kalte Tage“, der sechste Band ihrer erfolgreichen Kate-Linville-Reihe, erschienen. Einige der Vorgängerbände haben wir auf diesem Blog bereits vorgestellt: „Dunkles Wasser“ von 2024 (HIER), „Einsame Nacht“ von 2022 (HIER) und „Die Suche“ von 2018 (HIER). Detective Inspector Kate Linville leidet noch immer unter dem Tod ihres früheren Kollegen Caleb Hale, der mehr als ein Freund für sie war. Das Haus ihrer verstorbenen Eltern hat sie schweren Herzens verkauft und sich in einem abgelegenen Küstenort niedergelassen. Doch auch dort findet sie keinen Frieden.

Als es in Scarborough zu einem schweren Verbrechen kommt, ist ihr ganzes Können als Ermittlerin gefragt. Eine junge Frau ist nach einem Date nicht nach Hause gekommen. In derselben Nacht werden ihre Eltern in ihrem Haus überfallen. Der Vater kommt dabei zu Tode, die Mutter überlebt die Schreckensnacht mit schweren seelischen und körperlichen Verletzungen. Die Parallelen zu einem weiteren Entführungsfall einige Monate zuvor lassen auf einen seelisch gestörten Serientäter schließen.

Auch in ihrem 28. Roman zeigt Charlotte Link keinerlei Ermüdungserscheinungen. Ganz im Gegenteil. Geschickt verwebt sie die einzelnen Erzählstränge zu einer spannenden und psychologisch überzeugenden Geschichte mit einer toughen und zunehmend selbstbewussteren Protagonistin. Kate Linville ist mittlerweile bereit, sich ihren eigenen Dämonen zu stellen. Und sie hat den Mut, sich zu verlieben. Endlich leben, so lautet ihr neues Motto. Schauen wir mal, was daraus wird.

Petra Pluwatsch

Auf diesem Blog

haben wir schon einige Kate-Linville-Krimis von Charlotte Link besprochen:  „Dunkles Wasser“ von 2024 (HIER), „Einsame Nacht“ von 2022 (HIER) und „Die Suche“ von 2018 (HIER).

Charlotte Link: „Kalte Tage“, Blanvalet, 624 Seiten, 26 Euro. E-Book: 22,99 Euro.

Kommentar verfassen

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..