
Eine kleine Warnung vorab: Wer unter Klaustrophobie leidet, sollte die Finger von diesem Buch lassen! Denn genau mit dieser Angst spielt Fiona Thomas’ rasanter Thriller „Der Tunnel“. Ein rücksichtsloser Fahrer verursacht in einem Tunnel in Wales einen Verkehrsunfall und löst damit eine Katastrophe aus. Einer der Ausgänge wird verschüttet. Ein verunfallter Lastwagen blockiert den zweiten Ausgang. Pech für alle, die nicht rechtzeitig ins Freie fliehen konnten und jetzt in der dunklen Röhre festsitzen.
Unter ihnen ist die Landschaftsgärtnerin Amy. Die junge Frau ist auf dem Weg zur Beerdigung ihrer besten Freundin. Rachel war vor zehn Jahren spurlos verschwunden. Jetzt wurden ihre Überreste im Snowdonia-Nationalpark gefunden. Offenbar wurde sie ermordet.
Amy kennt den Täter
Und noch jemand befindet sich unter den Überlebenden in dem maroden Tunnel: Rachels Mörder, der es nun auf Amy abgesehen hat. Zwischen ihnen beginnt ein lebensgefährliches Katz-und-Maus-Spiel. Amy ahnt die Gefahr, in der sie schwebt, doch sie weiß nicht, wer der Mörder ist. Wem kann sie also trauen? Währenddessen wird die Stimmung unter den Verschütteten von Stunde zu Stunde schlechter.
Hinter dem Namen Fiona Thomas verbirgt sich laut Verlagsangaben eine bekannte deutsche Autorin mit einem Faible für Großbritannien. Schreiben kann sie auf jeden Fall. „Der Tunnel“ ist eine megaspannende Lektüre. Da kann man über einige wenige überflüssige Dramatisierungen locker hinwegsehen.
Petra Pluwatsch
Fiona Thomas: „Der Tunnel“, Piper, 320 Seiten, 15 Euro. E-Book: 12,99 Euro.
